Acatec installiert Online-Konfigurator bei Bleichert

Produktkonfigurator

Einführung des Produktkonfigurators Speedmaxx

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Wenn das, was bisher Zeit kostete, nebenbei im Batch-Betrieb läuft, dann hat man eines der Ziele von Industrie 4.0 erreicht. Aktuell gehen die Konstrukteure des Automationsspezialisten Bleichert mit einem Konfigurator von Acatec in den Live-Betrieb. Seit Mai läuft die komplette Konfiguration in der Konstruktion digital. Dank der Fehlerfreiheit durch das Regelwerk und weiterer Faktoren spart das Unternehmen die Hälfte der Zeit bei der Konstruktion von Palettenumlaufförderern.

Dipl. Ing. Henning Bitter, Geschäftsführender Gesellschafter von Acatec, Gehrden

Dass der Ruf nach einem Konfigurator mal nicht von den Vertriebskollegen kommt, sondern direkt aus der konstruktiven Ecke, passiert nicht häufig. Das oberste Ziel bei der Bleichert Automation GmbH & Co. KG für die Entscheidung für einen Konfigurator war, die Performance in der Konstruktionasabteilung zu steigern. Außerdem sollte das Wissen zentral verfügbar sein, statt sogenannte Kopfmonopole zu pflegen und von Einzelnen abhängig zu sein. Da die Acatec Software GmbH über eine solche Lösung mit einem Engineering-Anteil zur CAD- und PDM-Automatisierung verfügt, passte es gut. Die Ingenieure der Softwareschmiede aus Niedersachsen kommen historisch aus der CAD-Entwicklung. Ihre Lösung für die durchgängige Geschäftsprozessautomatisierung heißt CPQE-Software. Das E steht für Engineer. Ein weiteres Plus der Software mit dem Namen speedmaxx ist, dass sie bereits über viele Schnittstellen zu anderen IT-Systemen und zu den CAD-Systemen über alle Schnittstellen verfügt. Verbindungen zu anderen Systemen werden von den Niedersachsen individuell programmiert. Beim Fördertechnik-Spezialisten Bleichert gibt es eine Fülle weiterer IT-Systeme: Ein ERP-System von Infor, PDM- und CAD-Systeme wie Solidworks, Autodesk Inventor etc.

Die Fabrikautomatisierer starteten mit ihrem Palettenumlaufförderer. Karl-David Läpple, Mitglied im Projektteam, blickt zurück, warum 2017 genau bei diesem Produkt begonnen wurde: „Ein Palettenumlaufförderer ist ein für sich abgeschlossenes Produkt: Die gewünschten Erfolge durch Automation würden hier für uns alle schnell sichtbar werden.“ So zeigte sich bereits im September 2017 die gewünschte Performancesteigerung um den Faktor 2. Doch anstatt nach der Erstellung von Regelwerk und Layout für den Palettenumlaufförderer schnell zum zweiten Produkt zu springen, dessen Konstruktion man mit dem Konfigurator optimieren könne, investierten Felix Sigwart, Projektleiter und CAD-Administrator bei Bleichert, Karl-David Läpple und Stefan Schreiber, Senior-Consultant und Gesellschafter bei Acatec, Denkarbeit in die Präzisierung des Erreichten. Funktionen und IT-Integration sollten zu 100 Prozent laufen, bevor weiter ausgerollt würde.

Die Artikel-Struktur von Bleichert enthält Sonderzeichen. Damit ist sie anders als der Standard-Konfigurator es vorsieht. Hier zeigte sich, wie praktisch es ist, dass Acatec selbst programmiert: Die Konfigurationsspezialisten bauten für den Automatisierungsspezialisten ihre Standard-Software um. „Die Software muss das können – dafür haben sich die Entwickler bei Acatec ganz schön verbogen“, schmunzelt Sigwart rückblickend. So bleibt der badische Fabrikautomatisierer auch releasefähig – ein wichtiges Merkmal in Richtung Zukunft. Mit gleicher Flexibilität realisierten die Softwareentwickler zudem eine individuelle Schnittstelle zum PDM von Bleichert. „Wir wollten nichts, was nur zu 70 Prozent läuft, wir wollten einen wasserdichten Workflow“, führt Projektleiter Sigwart aus.

Automatisierung für alle Konstrukteure

Bevor man bei Bleichert mit einem weiteren Produkt an den Start ging, sollten zudem möglichst viele Baugruppen und Teile konfigurierbar gemacht werden. Zum Beispiel die Ölwanne und die Rollenbahn-Führungssysteme. „Die Bauteile, die häufig vorkommen, sollten einmal als Standard konfiguriert sein“, begründet Läpple den durchdachten Ansatz. Außerdem setzte sich das Projektteam mit der technischen Infrastruktur auseinander: Ein Batch-Server wurde ebenfalls kurzfristig eingeführt. „Der Anwender konfiguriert ohne das große CAD-Modell; der Konfigurator liefert das nach“, erläutert Läpple. „Damit gehen wir vom Client weg auf eine Server-Lösung. Der Konstrukteur kann in der Zeit, wo er wartet, etwas anderes tun“. Sein Kollege Sigwart ergänzt: „Je nachdem, wie aufwändig das Produkt ist, kann das zwischen 10 bis 20 Minuten dauern.“

In Zukunft sollen bei Bleichert alle 50 Konstrukteure von der Automatisierung der Prozesse profitieren. Darum wurde nicht nur eine Firmenlizenz erworben, man baute auch eine Konfigurationsdatenbank auf. „Damit verwalten wir unsere Bauteile und Baugruppen. Wir haben die Eigenschaften klar in Spalten abgelegt und eine Duplikatensuche geschaffen. So vermeiden wir unnötige Varianten“, freut sich Läpple. Auch für neue Kollegen erleichtert das sorgfältig strukturierte Grundgerüst so die Arbeit. „Eigentlich ist ein fundiertes Produktwissen damit gar nicht mehr nötig“, schätzt Sigwart den Wert der Konfigurationsdatenbank ein. eve

www.acatec.de

www.bleichert.de

Details zum Produktkonfigurator
http://hier.pro/kB5zg

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