Community-Treff: Solidworks World 2011 in San Antonio, Texas

Apollo 13 lebt

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Cowboys und Astronauten prägten die diesjährige Solidworks World. Selbstredend – denn das große Community-Get-Together fand Ende Januar in San Antonio in Texas statt. Neben Rodeo, Country-Musik und einem Treffen mit Capt. Jim Lovell und Gene Kranz von der Apollo 13, beeindruckten vor allem das neue n!Fuze, die erste online PLM-Anwendung und das Tool Live Buildings, die Gebäudeplanungs-Software.

Mit eindrucksvollen Anwendungsbeispielen eröffnete Jeff Ray, ehemaliger CEO von Solidworks die „Solidworks World 2011“. Nach der Begrüßung der rund 5000 Anwender, Händler, Mitarbeiter und Medienvertreter, die zur 13. Solidworks World nach San Antonio gekommen waren, nahm Ray in seiner Keynote die Zuhörer mit auf eine virtuelle Reise nach Chile zur Bohrplattform des Rettungsschachts, durch den im vergangenen Jahr die 33 verschütteten Bergleute erfolgreich befreit wurden. Zwei der an der Rettungsaktion beteiligten Bohrgerätefirmen setzen auf Software von Solidworks. Auch die Oakley-Sonnenbrillen, die die Geretteten gegen das helle Tageslicht schützten, sind mit Solidworks entwickelt worden. Aus einem ganz anderen Bereich, aber ebenso beeindruckend ist die Arbeit der Firma DTM. Mit speziellen Phototherapie-Inkubatoren können Säuglinge von Feuermalen geheilt werden. Eine Solidworks Konstruk- tion, die laut Time Magazin eine der besten 50 Erfindungen im Jahr 2010 darstellt.

Wechsel an der Spitze
Nach kurzen Dankesworten für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren stellte Jeff Ray seinen Nachfolger, Bertrand Sicot vor. Vor seiner Ernennung war Sicot rund 20 Jahre in verschiedenen Sales- und Sales-Management-Positionen bei Solidworks, zuletzt als Executive Vice President of Sales Worldwide tätig. Ray selbst verlässt die Vereinigten Staaten und wird als Executive Vice President of Geographic Operations, vom Dassault Systems-Headquarter in Vélizy nahe Paris aus, zukünftig die Interessen der DS Solidworks Corp. vor Ort vertreten und den internationalen Vertrieb unterstützen.
In seiner Antrittsrede als neuer CEO ließ Bertrand Sicot das vergangene Jahr Revue passieren und betonte die hohen Investitionen in das Unternehmen, insbesondere in die Entwicklungs- und Supportabteilungen. Stabilität im Unternehmen ist für ihn eine wichtige Voraussetzung. „So können sich die Software-Entwickler voll auf ihre Arbeit konzentrieren und brauchen nicht um ihre Arbeitsplätze fürchten“, meinte Sicot. Auch die Solidworks-Community ist für ihn weiterhin ein fester Bestandteil für die Software-Entwicklung. „Solidworks 2011 beinhaltet hunderte von neuen Funktionen, die auf Wunsch unserer Anwender hinzugefügt worden sind“, erklärte der neue CEO.
Ebenso unterstrich Sicot das Commitment von Solidworks zu einer Drei-Plattform-Strategie. Wurde im vergangenen Jahr noch das Cloud Computing, als die revolutionäre Zukunftstechnik vorgestellt, ist die „Wolke“ heute integraler Bestandteil von Solidworks breit aufgestellter Plattformstrategie. Egal, ob am lokalen Arbeitsplatz, im Cloud-Verbund oder als Mobil-Anwendung – die passende Applikation wird bereitgestellt. „Auch wenn wir online gehen, wird das sicher keine entweder/oder-Entscheidung für unsere Kunden sein. Wir werden immer eine lokal installierbare Desktop-CAD-, Data-Management- und Validierungslösung anbieten“, so Bertrand Sicot.
Erfolgreicher Fehlschlag
Einen Blick in die Welt der Raumfahrt gaben als Gastredner Kommandant Capt. James Lovell Jr. und Gene Kranz von der „Apollo 13“-Mission. Gene Kranz war 1970 Leiter des Kontrollzentrums und sprach über die Risiken der frühen bemannten Raumfahrt, die Entwicklung neuer Prozesse und über das Vertrauen in die Technik und das Team, um mit einem Schub von 7,7 Mio. Pound in einer Saturn-V Rakete zum Mond zu starten.
Die Schilderung der Situation an Bord der Raumkapsel nach der Explosion des Sauerstofftanks, von James Lovell Jr., gleicht einem Technikkrimi. Nur durch die enge Zusammenarbeit und minutiöse Abstimmung mit den Experten des Kontrollzentrums, konnte die rettende Lösung des „Problems“ in kürzester Zeit gefunden werden. Lovell Jr. schloss seinen Vortrag mit der Einteilung von Menschen in drei Gruppen: Menschen, die Dinge machen; Menschen, die zusehen wie Dinge passieren und Menschen, die sich wundern, dass Dinge passieren. Die Menschen, die Dinge machen, haben es ihm ermöglicht, wieder lebend zur Erde zurückzukehren.
Volle Kraft voraus
Zu den mit größter Spannung erwarteten Vorträgen der Solidworks World zählen jedes Jahr die Präsentationen neuer Solidworks- Programme und der Ausblick auf die neuen Programmfeatures der kommenden Solidworks-Version. Und in diesem Jahr gab es reichlich von beidem. Mit dem neuen Solidworks „n!Fuze“ wurde der Reigen der Produktvorstellungen eröffnet. Früher bekannt als Solidworks „Connect“, ist es die erste online PLM-Anwendung. Solidworks-Nutzern sollen mit Hilfe von n!Fuze die Zusammenarbeit sowie der Austausch ihrer Daten auf einfache Art und Weise ermöglicht werden. Als Verfügbarkeitsdatum für die neue Version wurde das 2. Quartal 2011 genannt.
Ein ganz neuer Anwendungsbereich wird mit „Solidworks Live Buildings“ erschlossen. Das 3D-Gebäudeplanungs-Tool bietet eine integrierte Planung und soll so eine sehr frühe Kostenkalkulation ermöglichen. Basierend auf der Enovia V6 Online-Plattform ist eine übergreifende Zusammenarbeit von jedem globalen Standort aus möglich. Die Lösung für Architekten und Bauunternehmen wird für die zweite Hälfte 2011erwartet.
Als dritte Neuvorstellung wurde „Solidworks Post 3D“ präsentiert. Diese Anwendung ermöglicht es, 3D-Modelle online mit Kollegen und Freunden ohne aufwändige Rendering-Vorgänge weltweit auszutauschen. Das spart Zeit und vor allem hohe Rechenleistung. Voraussichtlich im 3. Quartal 2011 soll Post 3D erhältlich sein.
Aber auch an der aktuellen Solidworks 2011-Version wurde intensiv weiterentwickelt und neue Funktionen integriert. Schwerpunktmäßig konzentrieren sich die Entwickler darauf, die täglichen Arbeitsabläufe noch weiter zu vereinfachen und die Arbeitsgeschwindigkeit der Software zu steigern. Das Repertoire an Design-Varianten zu erhöhen, lag ebenfalls in ihrem Fokus, beispielsweise soll in der 2012er Version das Design nach Spezifika- tion möglich sein. Und auch die Kostenbetrachtung soll noch stärker in den kompletten Konstruk- tionsprozess integriert sein. In 2012 heißt eines der Topthemen „Collaboration“ – so soll die weltweite Zusammenarbeit aller am Projekt beteiligten Mitarbeiter noch einfacher von statten gehen.
Als wichtige systembezogene Funktionen, die auf Kundenwunsch in der kommenden Version integriert sein werden, sind zum Beispiel die bessere Ausnutzung der Prozessorkerne oder die Datenkompatibilität zwischen den einzelnen Solidworks-Versionen zu nennen. Zudem wurden auch ganz spezifische Anwender-Anregungen übernommen, wie etwa dass Winkelpaare nicht mehr zufällig positioniert werden oder dass bei der Konvertierung eines Körpers in eine Oberflächen keine weiteren Nacharbeiten mehr notwendig sind.
PLM und V6-Technologie
Uwe Burk, Country Manager, Central Europe von DS Solidworks, zeigte sich rund herum zufrieden mit der diesjährigen Veranstaltung. Im Gespräch betonte er: „Ganz besonders stolz sind wir darauf, heute die erste Lösung, die auf V6-Technologie basiert, vorzustellen: n!Fuze. Ohne lokale Installationsaufwände ist es damit möglich, sämtliche Konstruktionen und deren begleitende Informationen aus Solidworks 2011 in atemberaubender Geschwindigkeit online einzuchecken. Es ist ein hervorragendes Tool, die Einstiegsbarriere von Kollaborations-Plattformen gegen Null zu drücken.“
Halle 17, Stand E 40
Online-Info www.kem.de/0311 424
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