Igus-Kabelführungsysteme erleichtern Bedienung von PA-Lautsprechersystemem

Viele Leitungen auf engem Raum führen

Igus-Kabelführungsysteme für PA-Lautsprechersysteme

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Mountford Hall, Stanley Theatre, The Courtyard – um ihre drei großen Veranstaltungsorte im Guild & Reilly-Gebäude zu renovieren, hat die Universität Liverpool etwa 18 Mio. € investiert. Ziel war es, die Funktionalität zur Nutzung der Räumlichkeiten zu verbessern. Dabei war ein wichtiger Punkt das technische Upgrade der Säle. Von Igus wurden für jede der vier Hauptlautsprecher-Anordnungen anwenderspezifisch angepasste E-Chain- und E-Spool-Kabelführungsysteme geliefert.

Thomas Piepenbring, Branchenmanager Bühnentechnik, Igus GmbH, Köln

Der größte der drei Veranstaltungsorte ist die Mountford Hall, Liverpools zweitgrößter Konzertsaal mit einem Fassungsvermögen von 2300 Personen, der sich für Live-Veranstaltungen und Konferenzen ideal eignet. Die Halle wird sowohl für Tages- als auch für Abendaktivitäten intensiv und regelmäßig benutzt – dies umfasst u. a. Aktivitäten der Studentengewerkschaft und alle Arten von Musik- und sonstigen Veranstaltungen, einschließlich der BBC-Sendung Question Time. Ein bedeutender Anteil des Upgrade-Budgets wurde in die Installation permanenter PA- und Beleuchtungssysteme investiert. Die Künstler können sich nun per Plug and Play mit dem System verbinden, während es den Zuschauern ermöglicht wird, ein qualitativ hochwertiges audiovisuelles Erlebnis zu genießen. Auf diese Weise konnten potenzielle Verzögerungen und erhöhte Kosten, die oft dann entstanden, wenn Künstler ihre eigenen PA- und Beleuchtungssysteme verwendeten, minimiert werden.

Die Herausforderung

Das neue L-Acoustics-Sound-System umfasst Verstärker, Verkabelung und aufgehängte (oder fliegende) Lautsprecher, die mithilfe akustischer Modellierung ausgewählt und installiert wurden, um einen optimalen und klaren Sound sowie eine akustisch gleichmäßige Abdeckung in der Halle zu gewährleisten. Es war jedoch auch Flexibilität innerhalb der permanenten Installation gefordert, um die Audio-Anforderungen der unterschiedlichen Künstler erfüllen zu können. Durch das Anheben und Absenken von vier unabhängigen PA-Lautsprecheranlagen kann die bestmögliche Klangbalance bei jeweils unterschiedlichen Aktivitäten gewährleistet werden.

Ursprünglich wurde das Anordnen der Lautsprecher manuell durchgeführt – ein arbeitsintensives Verfahren, das nicht nur kosten- und zeitaufwendig war, sondern mitunter gefährlich, da Mitarbeiter in der Höhe und auch innerhalb der Deckenkonstruktion für den Zugang zu den Trassen und Vergurtungen der Leitungen arbeiten mussten. Gelegentlich konnte dies auch zu einem Durcheinander im Saal führen, und zwar in Form von mehr oder minder unsichtbar über Kopf verlegten Lautsprecherleitungen.

Eine andere Lösung, auf die in vielen Situationen zurückgegriffen wurde, ist die Verbindung fester und beweglicher Audioelemente über Schleifringe. Dies erlaubt eine höhere Flexibilität beim Aus- und Einfahren sowohl von Signal- als auch Stromleitungen, wobei deren Bedienung von einer möglichen Unterbrechung der Leitungswege negativ beeinflusst würde. Dies ist bei qualitativ anspruchsvollen Hochleistungssystemen – wie der Anlage in der Mountford Hall – aufgrund der möglichen nachteiligen Auswirkungen auf Zuverlässigkeit und Signalqualität unerwünscht. Ähnlich verhält es sich mit den Deckenbeleuchtungsträgern, die ebenfalls angehoben und abgesenkt werden müssen, um den verschiedenen Veranstaltungsanforderungen gerecht zu werden.

Die Lösung

Die Sound- und Beleuchtungsdesigner Adlib Audio, die für das gesamte Upgrade-Projekt als Lieferanten und Installateure zuständig waren, wandten sich bzgl. einer besseren Alternative an Igus. Für die Lautsprecher wurde diese in Form von anwenderspezifisch angepassten E-Chain- und E-Spool-Kabelführungsystemen geliefert, eines für jede der vier Hauptlautsprecher-Anordnungen. Diese gewährleisteten nun unterbrechungsfreie Verbindungen zwischen Verstärkern und Lautsprechern, sodass Probleme bzgl. Zuverlässigkeit und Signalqualität gelöst werden konnten. Dadurch wurde das Anheben und Absenken der Lautsprecher zu einer unproblematischen, automatisierten Aufgabe, die wahlweise vorab bei den Proben und Soundchecks durchgeführt werden konnte. Zusätzliche Mitarbeiter für die Höhenarbeit und damit verbundene Verzögerungen, Kosten und mögliche Probleme bzgl. der Arbeitssicherheit konnten beseitigt werden.

Das E-Spool-System ist außerdem sehr kompakt und dabei in der Lage, viele Leitungen auf engem Raum zu führen. Die Verbindung von Verstärkern und Lautsprechern stellt dabei eine einzigartige Lösung dar. Eine E-Kette, die die Versorgungsleitungen der Verstärker enthält, wird über eine Rolle geführt und bleibt durch eine integrierte Rückhaltefeder immer in der richtigen Länge und Spannung. In der Ausgangsposition ist die E-Kette platzsparend vollständig eingerollt. Das Twisterband verbindet die Rolle mit dem Wellenbock, der als Schnittstelle zu den Lautsprecherleitungen dient. Es wirkt zu keinem Zeitpunkt eine Zugbelastung auf die Leitungen, während ein Durchhängen vermieden wird, um Platz zu sparen und die Arbeitsbereiche frei zu halten.

Eine ähnlich flexible und robuste Lösung wurde für die Beleuchtungsträger verwendet. Bekannt als Zickzack-E-Kette, kommt hier ein platzsparender und unkonventioneller Ansatz zum Tragen, der durch die modulare Konstruktion der E-Kette erleichtert wird. Wenn sich die Träger in maximaler Höhe befinden, wird die eingefahrene E-Kette in einem Korb über jedem Beleuchtungsträger positioniert. Wenn der Träger abgesenkt wird, entfaltet sich die E-Kette dann automatisch. Wird der Träger angehoben, wird die E-Kette wieder automatisch in ihre Ausgangsposition in einem Korb über dem Träger verfahren.

Die Ergebnisse

Adlib Audio hatte zuvor keine E-Spool- oder andere E-Ketten-Produkte eingesetzt, war nach Überprüfung der Alternativen dann jedoch überzeugt, dass sich diese für den Projekterfolg vorteilhaft erweisen würden. Die Fähigkeit von E-Spool eine große Anzahl an Leitungen und Leitungstypen aufzunehmen, war ein wesentlicher Faktor für eine positive Entscheidung. „Wir konnten zu jedem Zeitpunkt eng mit den Igus-Ingenieuren zusammenarbeiten“, kommentierte Roger Kirby, Installationsdirektor bei Adlib Audio. „Sie nahmen an den regelmäßigen Meetings und Standortbesuchen teil und waren immer für Ratschläge und Unterstützung verfügbar. Sie halfen uns auch bei der Auswahl der geeignetsten Konstruktionen aus einer Vielzahl an Optionen und wendeten viel Zeit auf für das Testen der Hub- und Senkvorgänge, die Kettenteilung und die Eruierung der besten Korbposition. Dies erwies sich als gute Investition, da alle Systeme hervorragend funktionieren. Nach diesem ersten Projekt werden wir den erneuten Einsatz der E-Spool-Technologie sicherlich berücksichtigen. Unter dem Gesichtspunkt der Verkabelung und Zuverlässigkeit funktioniert diese hervorragend.“ bec

www.igus.de

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