Ethernet-Kommunikation mit IDA: Interface for Distributed Automation

Inhalte, Stand und Projekte

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Im Jahr 2000 sind einige Firmen der Automatisierungstechnik angetreten, um einen umfassenden Standard für die Automa-tisierungstechnik zu definieren. Das sogenannte Interface for Distributed Automation (IDA) beinhaltet die Kommunikation über Ethernet, Web-Technologien und das Thema Sicherheitstechnik. Ausgangsbasis sind die Strukturen verteilter Intelligenz mit gleichberechtigten intelligenten Netzteilnehmern und der freien Kommunikation derselben in Echtzeit.

Der Autor Martin Buchwitz ist Leiter der Arbeitsgruppe IDA-Marketing

Die starken technologischen Veränderungen in der Automatisierungsbranche machen es erforderlich, Festlegungen und Standardisierungen zu treffen. Mit der IDA Group haben sich verschiedene namhafte Automatisierungsunternehmen zusammengeschlossen, um einen umfassenden Standard zu entwickeln. Vorbild bei der Vorgehensweise ist das Internet mit seinen Standards. Dort wer-den technische Lösungen entwickelt, einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt und entwickeln sich auf dem Weg über RFC (Request for Comments) zu Quasistan-dards.
Die Technologie im Überblick
IDA ist der weltweit einzige Standard für verteilte Intelligenz in der industriellen Automatisierung. IDA beinhaltet:
– Ethernet TCP/IP und Webtechnologien
– Alle Kommunikationsdiens-te und Schnittstellen zu Geräten und Software
– Interoperabilität von Geräten unterschiedlichster Hersteller
– Horizontale Integration – Echtzeitkommunikation über Ethernet
– Vertikale Integration – die Verbindung der Fertigung mit der Unternehmens-EDV und dem Internet
– Safety auf Ethernet im Konzept integriert.
Damit ist der IDA-Standard der umfassendste in der Geschichte der Automatisierungstechnik. Er beinhaltet Software, Hardware (Geräte und die Beschreibung von deren Eigenschaften) und Kommunikation. IDA schließt alle Automatisierungsgeräte mit ein und macht auch an der Unternehmens-EDV nicht halt. Wann immer Standards verwendet werden können, integriert IDA diese in ihren Standard. So zum Beispiel die Internet Protokolle FTP, http und Andere, aber auch OPC aus der Welt der Automatisierung, und auch das neue Konzept OPC DX.
Ziel: Software und Geräte verschiedenster Hersteller in einem gemeinsamen Netz verteilter Intelligenz mittels Plug & Play betreiben. Dabei handelt es sich um die unterschiedlichsten Geräte wie SPS-Steuerungen, Soft-SPSen, Antriebsregler, Remote I/O´s oder auch Bediengeräte. Zur Programmierung kann ein IDA-kompatibles Tool ausgewählt werden. Je nach Vorliebe wird dann in IEC 61131-3, in Flowchart oder auch in Hochsprache programmiert. Die Darstellung der Geräteeigenschaften ist dabei einheitlich definiert.
Stand der Dinge, Projekte mit IDA
Im Frühjahr diesen Jahres hat IDA ein White Paper veröffentlicht. Darin enthalten sind alle grundlegenden technischen Informationen. Diese sind in die vier Bereiche Architektur, Real Time, Webtechnologien und Sicherheitstechnik gegliedert.
In der Zwischenzeit wurden bereits mehrere Projekte mit Geräten realisiert, die einzelne Teile des IDA-Standards beinhalten. Neben mehrerer laufenden Projekten der Jetter AG mit deren Jetweb-Steuerungen, gibt es ein Projekt bei der Kuka Schweißanlagen GmbH in Augsburg. Dort wurde eine Demozelle aufgebaut, bei der durchgängig über Ethernet kommuniziert wird. Darin eingebunden sind Roboter aus dem Hause Kuka, Anschaltungen von Jetter, intelligente Sensoren von Sick, Antriebe von Lenze, Komponenten von Phoenix Contact und weitere Ethernet Komponenten.
Internet
Ausführliche Informationen
IDA
KEM 503
Die nächsten Schritte
Verschiedenste Produkte, welche die jeweils spezifizierte IDA Funktionalitäten beinhalten werden in der nächsten Zeit schrittweise vorgestellt. Nach Vorlage der Spezifikation können interessierte Hersteller von Automatisierungsgeräten ihre Gerä-te IDA-kompatibel gestalten. Die Spezifikationen sind für diese frei zugänglich.
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