SPS/IPC/Drives 2008: Feldbus- und Ethernet-Lösungen mit Bus-Schnittstellen-Produkten

Spezialwissen sinnvoll nutzen

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Effektive Industrieautomatisierung ohne Feldbus-Technologie ist undenkbar. Aber welcher Feldbus ist der Richtige? Brauche ich wirklich mehrere Busse in einer einzigen Anwendung? Welche Vorteile bietet ein Echtzeit-Bus? Die KEM hat im Rahmen der Messe SPS/IPC/Drives in Nürnberg drei bedeutende Anbieter von Busknoten eingeladen, diese Fragen zu beantworten. Zusätzlich schildert ein Sensorhersteller als Bus-Anwender seine Erfahrungen.

KEM-Chefredakteur Herbert Neumann erstellte den Beitrag nach Informationen der beteiligten Unternehmen

Michael M.Reiter, Geschäftsführer, Deutschmann:
„Deutschmann Automation hat bereits seit 1999 Erfahrung mit Bussystemen. Damals wurde das erste eigene Bussystem für elektronische Nockenschaltwerke – das damalige Kerngeschäft von Deutschmann – implementiert. Seit 1996 bietet das Unternehmen Protokollkonverter und All-In-One-Busnodes an. Die Protokollkonverter sind externe Hutschienenmodule mit den seriellen Schnittstellen RS232, 485 und 422 on Board. Alle Komponenten mit serieller Schnittstelle können so einfach an einen Feldbus oder Ethernet angebunden werden.
Die All-In-One-Busnodes der Serie „Unigate IC“ sind zur Integration in die Kundenelektronik vorgesehen. Die Module werden über eine UART angebunden, können aber auch Stand-Alone arbeiten.
Herz der Deutschmann-Busprodukte ist die Deutschmann eigene Scriptsprache. Das Script wird über das kostenlose Softwaretool „Protocol Developer“ erstellt und gibt den Kunden eine sehr hohe Flexibilität. Natürlich steht auch ein Konfigurationstool für Standardanwendungen zur Verfügung“.
Hans-Jürgen Hilscher , Geschäftsführer, Hilscher:
„Ethernet sollte der durchgängige Kommunikations-Standard werden und die unterschiedlichen Feldbusse ablösen. Fakt ist das Gegenteil, von Profibus werden jährlich fünf Millionen Knoten installiert und bei Ethernet sehen wir sechs marktrelevante Systeme und alles zusammen im Einsatz. Hilscher hat mit seiner netX-Technologie eine umfassende Lösung erarbeitet, Aufwändungen und Risiken eines Geräteherstellers zu minimieren und auch zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Eine durchgängige Protokollarchitektur, FDT/DTM-Konfiguratoren und eine Hardware-Plattform über Chips, Module und PC-Karten bilden die Basis. Ein einfacher Einstieg mit einem Modul oder bei reduzierten Systemkosten mit den netX Asics, auf Wunsch als Entwicklung und Fertigung in unserem netX-Design Center, stehen zur Option. Applikation und Kommunikation auf einem netX zu integrieren ist der wettbewerbsfähige Ansatz für Geräte im unteren Preissegment“.
Michael Volz, Geschäftsführer, HMS:
„HMS verfügt über 20 Jahre Erfahrung und bietet praxisorientierte Lösungen für Feldbusse und Industrial Ethernet. Mit fast einer Million verkaufter Anybus-Module zählt HMS international zu den ersten Adressen in der industriellen Kommunikation. HMS bietet vom Schnittstellenmodul über PC-Karten, Tools und Gateways bis hin zu M2M-Lösungen für die Fernwartung, Lösungen für alle Bereiche der industriellen Kommunikation aus einer Hand. Eigene Niederlassungen bieten Support rund um den Globus. HMS bietet gebrauchsfertige Kommunikationslösungen, bei denen bereits alle benötigten Software- und Hardware-Komponenten in einer einbaufähigen Lösung optimal aufeinander abgestimmt sind. Für spezielle Kundenanforderungen können die Standardlösungen auch indivi- duell angepasst werden“.
Olaf Ophoff, Portfoliomanager, Sick:
„Die Vielfalt der Feldbusse und Vernetzungsmöglichkeiten sprechen für sich. Die Kunst ist es dabei stets, die geeignete und kosteneffizienteste Lösung für die verschiedenen Applikationen zu finden. Die verschiedenen Feldbusse haben meist eine bevorzugte Ausrichtung: Besonders schnelle Datenübertragung wie CANopen, Orientierung auf den Antrieb wie Sercos oder auf hohes Datenvolumen konzipiert. Weiterhin unterscheiden sich die industriellen Kommunikationsstandards durch ihre Topologie, ob Bus, Stern oder Baumstruktur und in ihrer Rolle der Netzwerkhierarchie, zum Beispiel AS-Interface in der untersten Sensorebene bis hin zum klassischen TCP/IP in der obersten Vernetzungshirarchie. Die verschiedenen industriellen Kommunikationsstandards werden in eigenen Institutionen spezifiziert. So wird Profibus und Profinet in der PNO, Devicenet und Ethernet/IP in der ODVA oder CANopen in der CIA entworfen und standardisiert.
Seit einigen Jahren gibt es einen klaren Trend zu Kommunika- tionsstandards, die im weitesten Sinne auf Ethernet basieren. Der Vorteil der Anwender ist die Gemeinsamkeit all dieser Netzwerke, der einheitlichen Verkabelung und Zubehör. Wenn auch in Zukunft zunehmend Ethernet die Grundlage der Vernetzung sein wird, wird genau wie bei den heutigen Feldbussen die Varianz der Protokolle seine Berechtigung in den verschiedenen Anforderungen finden und sie werden passend zur jeweiligen Applikation zum Einsatz kommen“.
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