Sensoren & Messtechnik

Fünf-Schritte-Prozess

Per Energieeffizienzanalyse wird geprüft, ob ein Einsparpotenzial vorliegt Bild: Fotolia – Beta Artworks
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Energiekostenfallen, die nicht erkannt werden, lassen sich auch nicht vermeiden. Deshalb erfasst Endress+Hauser seit über 50 Jahren die Energieströme seiner Kunden. Da zudem immer häufiger eine Senkung der Energiekosten gefordert wird, stellt das Unternehmen nun ein Komplett-Konzept vor.

Der Autor Tobias Ruta ist Marketingmanager Energiemanagement der Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG, Weil am Rhein

Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss konsequent Energieeinsparpotenziale umsetzen. Dieser Trend wird sich noch weiter verstärken. Seit der Novellierung des EEG im Juli 2011 sinkt die Schwelle des Strombedarfes eines Unternehmens von 10 auf 1 GWh/a, sodass nun viele Unternehmen von der EEG-Umlage befreit werden können. Die Höhe der Begrenzung dieser Umlage erfolgt in Zukunft gestaffelt. Die Voraussetzung zur Befreiung ist die Zertifizierung gemäß DIN EN 50001, falls kein EMAS implementiert ist. Ab 2013 ist der Nachweis der ISO 14001 nicht mehr ausreichend.
Endress+Hauser verfügt über ein umfangreiches Portfolio im Bereich der industriellen Messtechnik für Hilfskreisläufe. Mit der Mehrheitsbeteiligung an der Systemplan GmbH, Durmersheim, wird das Angebot noch weiter abgerundet. Als herstellerunabhängiges Unternehmen für die Erzeugung, Umwandlung und Verteilung von vielen Energieformen wie Druckluft, Prozesswärme, Kälte, Beleuchtung berät Systemplan unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte.
Gesamtüberblick ist entscheidend
Energieeffizienz ist keine einmalige Maßnahme, welche die Energiekosten dauerhaft senkt, sondern ein andauernder Prozess, der in mehreren Etappen erreicht und nachhaltig erhalten werden soll. Endress+Hauser hat hierfür einen vielfach bewährten Prozess entwickelt, der aus fünf Schritten besteht:
  • Energieeffizienzanalyse
  • Optimierung
  • Zustandserfassung
  • Zustandserhaltung und
  • Optimierung der Ablaufprozesse.
Für eine effektive Kostensenkung ist der Gesamtüberblick über den Energieeinsatz entscheidend, denn Kostenfallen, die nicht erkannt werden, lassen sich auch nicht vermeiden.
Bei einer strukturierten Energieeffizienzanalyse werden die Basiswerte von Energiebedarf, Wärmeerzeugung, Stromnetz, Beleuchtung, Druckluft, Lüftung/Klima, Technische Gase und steuerlichen Entlastungsmöglichkeiten ermittelt. Auf dieser Basis erhält der Kunde eine herstellerunabhängige Bewertung zu sämtlichen Energiethemen. Zudem werden Schwerpunkte gesetzt, die – priorisiert nach den zu erwartenden Amortisationszeiten – bearbeitet werden sollten.
Die Erfahrung zeigt, dass das Thema Druckluft hohe Priorität hat, da die Lokalisierung und Beseitigung von Druckluftleckagen weiterhin ein enormes Einsparpotenzial aufweist. Hier ist die Kompetenz der Servicetechniker gefragt, aber auch die Erfahrung eines kompetenten Dienstleisters, welche Komponenten eine höhere Leckageanfälligkeit haben als andere. Undichte Leitungen beeinträchtigen zum einen die Funktion und Sicherheit einer Anlage und kosten zum anderen Geld und Energie. Umfangreiches Know-how zu Druckluftarmaturen (Schnellkupplungen, Filter, Pneumatikzylinder, Druckregler, Absperrschieber und Abblasventile) sichern bei der Leckagenbeseitigung hohe Standzeiten ab.
Zustandserfassung mit Transparenz: Energy Site Survey
Wer die Kosten für Energie senken will, muss zuallererst wissen, wo die Energie hinfließt. Der Energy Site Survey, eine webbasierte Energiemonitoring-Software von Endress+Hauser sorgt für diese Transparenz, indem er eine Art Energiemessstellen-Landkarte erstellt. Als wesentliche Kriterien bestimmen der Preis und die Messgenauigkeit die Entscheidung, ob eine Messung installiert werden soll oder nicht. Um allerdings zuverlässige und langzeitstabile Messwerte unter Prozessbedingungen zu erhalten, spielen zudem die Einlaufstrecke, Strömungsverhältnisse, Temperatur und Dichte eine elementare Rolle. Werden all diese Kriterien nicht berücksichtigt, ergeben sich schnell Messabweichungen von 10 % und mehr.
Die Software wird an einem Ort installiert und bietet über das Internet oder Intranet auch Standort übergreifend einen einfachen Zugriff auf das gesamte Energiemonitoring. Somit kann der Energiemanager zentralisiert Energieberichte zu spezifischen Energieverbräuchen und Benchmark von Systemen erstellen. Nicht nur die automatische Analyse, das Controlling der Energiekennzahlen sowie die Erstellung anwendungsspezifischer und individueller Energieberichte sorgen für Energieersparnis. Auch die Alarmierung bei Grenzwertüberschreitungen, die zuverlässige Energiejahresplanung, die Transparenz der Energiekosten, die Überwachung von Kompressor- oder Kesseleffizienzen, Früherkennung von Wirkungsgradabweichungen, der Erfolgsnachweis von Sparmaßnahmen sowie die Verrechnung der Energiekosten auf Kostenstellen tragen dazu bei.
Zustandserhaltung: Anforderungen der DIN EN 50001
Die DIN EN 50001 beschreibt im Anhang A5.1, dass die Organisation die Überwachung und Messung aller wesentlichen Energieverbräuche und Energiefaktoren einplanen sollte. Diese Pläne sollten unter anderem Folgendes beinhalten:
  • 1. wie wesentliche Energieverbräuche und Energiefaktoren gemessen und aufgezeichnet werden.
  • 2. den Umfang der Überwachung, einschließlich der Messintervalle; Kalibrierung und Instandhaltung der Messeinrichtungen.
Entsprechend dieser Anforderungen bietet Endress+Hauser als akkreditierter Kalibrierdienstleister vielfältige Möglichkeiten für vertrauenswürdige Resultate. Diese erfüllen nicht nur die Anforderungen der DIN EN 50001, sondern steigern auch die Anlagenverfügbarkeit. Die Fachkompetenz der Kalibriertechniker in der Auswertung der Kalibrierresultate und der Erstellung der Zertifikate ist ausgezeichnet und absolut professionell.
Optimierung der Ablaufprozesse
Anlagen müssen stabil und zuverlässig laufen. Dafür braucht es nur drei Dinge: zweckmäßige Planung, technisch gute Ausrüstung und ordentliche Instandhaltung. Da es ganz so einfach nicht ist, liefert das W@M Life Cycle-Management von Endress+Hauser stets aktuelle und vollständige Informationen über die Anlagen der Kunden und ermöglicht damit eine optimierte Wartungsplanung. In der Praxis zeigt sich, dass für jede Anlage umfangreiche Dokumentationen erstellt werden müssen. Pro Anlage werden oft weit über 100 Komponenten unterschiedlicher Hersteller eingesetzt, die dokumentiert werden. Am liebsten wäre es den meisten Verantwortlichen, wenn sich alle Dokumente auf die Seriennummer der Komponente beziehen. Genau diesen Ansatz verfolgt Endress+Hauser bereits seit über zehn Jahren. Für alle gefertigten Geräte wird in einer zentralen Datenbank ein elektronischer Stammdatensatz erstellt. Dieser enthält neben den technischen Merkmalen wie Bestellcode, Seriennummer, Messstellenkennzeichnung und Produktionsdatum auch kommerzielle Informationen sowie die zum Gerät gehörige Dokumentation in elektronischer Form.
Endress+Hauser,
Tel. 07621 975-01,
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