AUTOMATISIERUNG

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Ideal für Kurzhubzylinder und Pneumatikspanner: der kompakte Magnetfeldsensor BIM-UNTK
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Im Rahmen seiner diesjährigen Jahrespressekonferenz in Essen gab der Mülheimer Automatisierungsspezialist Turck einen Ausblick auf die kommende SPS IPC Drives. Aus einer Fülle von Neuheiten hat KEM vier für Konstrukteure interessante Sensortechnik-Highlights ausgewählt: den wohl kürzesten Magnetfeldsensor auf dem Markt, einen 2×360°-Neigungswinkelsensor, einen induktiven Linearwegsensor sowie eine Funksensorfamilie für den industriellen Einsatz.

Der Beitrag basiert auf Unterlagen der Hans Turck GmbH & Co. KG, Mülheim an der Ruhr

Das Sensorprogramm von Turck umfasst u. a. induktive, magnetinduktive, kapazitive und optoelektronische Sensoren, Ultraschallsensoren sowie Geräte für die Erfassung von Druck, Temperatur und Strömung.
Kleinster Magnetfeldensor für Kurzhubzylinder
Zur Erfassung von Hubkolben in kompakten Pneumatikzylindern präsentiert der Automatisierungsspezialist mit dem BIM-UNTK den wohl kürzesten Magnetfeldsensor in diesem Segment. Der Sensor in Schutzart IP67 eignet sich mit 19,7 mm Länge gut zur Erfassung von besonders kurzen Hubzylindern, Pneumatikspannern und -greifern. Der Anwender profitiert nicht nur von einer erhöhten Schaltpunktgenauigkeit, sondern auch von der kompakten Bauform: Der Sensor verschwindet vollständig in der T-Nut und bildet so keine Angriffsfläche für eventuelle mechanische Beschädigungen. Eine LED am Sensor ermöglicht das Ablesen der Hubzylinderposition direkt vor Ort.
Der BIM-UNTK lässt sich einfach von oben oder seitlich in die T-Nut eines Zylinders setzen und mit einer Inbusspreizschraube fest verankern. In der Standard-T-Nut kann der Sensor so einhändig und ohne weiteres Zubehör befestigt werden. Der BIM-UNTK ist mit einem schleppkettenfähigen Kabel mit Polyurethanmantel versehen. Anschlussseitig gibt es eine Version mit 2-m-Kabel und offenem Kabelende sowie zwei 30-cm-Pigtail-Varianten mit M8- und M12-Steckverbinder. Die Sensoren sind als 3-Draht-Gerät mit Schließer-Ausgang ausgeführt (PNP-Signal) und für Temperaturbereiche von -25 bis +70 °C ausgelegt.
Voll parametrierbarer 3D-Neigungswinkelsensor
Der 3D-Neigungswinkelsensor B2N-360-Q42 lässt sich über IO-Link vom Anwender umfassend und exakt auf dessen Applikation abstimmen. Mit zweimal 360° Messbereich ist der Sensor nicht – wie vergleichbare Modelle – auf maximal ±85° limitiert. Anwender können nicht nur individuelle Vibrationsfilter parametrieren, die exakt die Vibrationsfrequenz ihrer Maschine ausblenden, sondern auch den Nullpunkt, Schaltpunkte oder Schaltfenster festlegen – je nach Einbausituation und Anforderung vor Ort. Neben Vibrationen unterdrückt der Sensor auch potenzielle Fehlerquellen wie Beschleunigungen oder Stöße. Aufgrund der umfassenden Parametrierbarkeit und des maximalen Erfassungsbereichs von 360° auf zwei Achsen lässt sich der Sensor für nahezu jede Applikation einsetzen.
Der B2N-360-Q42 kann auch zur Messung von Vibrationen oder Stößen verwendet werden. Den Sensor gibt es in zwei Varianten: Die Industrievariante für den Temperaturbereich von -25 bis +75 °C eignet sich beispielsweise zur Neigungserfassung an Solarpanels oder Robotern. Die zweite Variante nach e1-Spezifikation kommt in Nutzfahrzeugen und Baumaschinen zum Einsatz. Diese Variante widersteht extremen Temperaturen von -40 bis +85 °C und arbeitet mit der bordnetzüblichen Betriebsspannung von 8 bis 30 V. Beide Varianten erfüllen die Schutzart IP69K. Das Ausgangssignal kann individuell festgelegt werden.
Induktiver Linearwegsensor für Motion Control
Turck betritt mit seinem weiterentwickelten induktiven LI-Linearwegsensor erstmals den Markt für hochdynamische Bewegungssteuerung (Motion Control). Eine neue Elektronikarchitektur erhöht die effektive Ausgaberate des Sensors von 1 auf 5 kHz. In Verbindung mit der kurzen Signallaufzeit (130 µm) und dem hochauflösenden SSI-Ausgang erreichen die induktiven Linearwegsensoren so die Performance von Potenziometern, aber ohne deren Nachteile. Im Unterschied zu Potenziometern erfüllen die LI-Sensoren dauerhaft die Schutzart IP67, messen berührungslos und sind verschleißfrei. Damit eignen sich die magnetfeldfesten Sensoren z. B. zur Achserfassung in Pressen, Spritzgieß-, Verpackungs- oder Werkzeugmaschinen.
Mit der hohen Geschwindigkeit und Präzision des Sensors (Systemauflösung von 1 µm) reduzieren Maschinenbauer Schleppfehler in Motion-Control-Applikationen auf ein Minimum. Wie alle anderen induktiven Linearwegsensoren besitzt auch die High-Speed-Variante sehr kurze Blindzonen und toleriert einen Versatz des Positionsgebers bis zu 4 mm. Neben der High-Speed-Variante mit SSI-Schnittstelle und 16 Bit Auflösung wird in Zukunft auch die Analogvariante des Sensors mit der höheren Ausgaberate von 5 kHz angeboten. Alle LI-Sensoren sind in zehn Messlängen von 100 bis 1000 mm erhältlich. Zum Anschluss dient ein 8-poliger M12-Steckverbinder.
Funksensorfamilie für den industriellen Einsatz
Mit der Q45-Reihe stellt Turck die ersten vollkommen unabhängigen Funksensoren für den industriellen Einsatz vor. Turcks Optik-Partner Banner Engineering entwickelte die batteriebetriebenen Sensoren zur Objekterfassung, Positionserkennung und für weitere Automatisierungsaufgaben, aber auch zum Einsatz auf mobilen Maschinen. Ihr integrierter Funksender etabliert eine 2,4-GHz-Funkverbindung mit einem DX80-Gateway, das wiederum an Steuerungen oder HMIs angebunden wird. Besonders einfach ist die Anbindung über ein zweikanaliges DX80-Gateway. Bei umfangreicheren Anwendungen lassen sich bis zu sechs Sensoren an alle bestehenden DX80-Gateways ankoppeln. Nutzt der Anwender die serielle Modbus-Schnittstelle, können bis zu 47 Sensoren über jedes Gateway angesprochen werden.
Zum Programm zählen vier Q45-Varianten in Schutzart IP67: eine Reflexionslichtschranke mit einer Reichweite von 0,15 bis 6 m, ein Winkellichttaster zur Kleinteilerfassung mit einer Brennweite von 38 mm, ein Basisgerät zum Anschluss von Lichtleitern sowie eine Variante zum Anschluss von induktiven Namur-Sensoren, isolierten potenzialfreien Kontakten (Druckknöpfen) oder von aktiven Ausgängen. Mit zwei AA-Lithium- Ionen-Batterien arbeiten die Sensoren bis zu fünf Jahre. Mit ihrer maximalen Reichweite von 1 km und der garantierten Reaktionszeit von 250 ms erleichtern sie Erfassungsaufgaben in weitläufigen Applikationen. Die Sensoren prüfen im Hintergrund kontinuierlich, ob die Funkverbindung zum Gateway stabil ist und geben bei Verbindungsabbruch ein Warnsignal. (bec)
Halle 7, Stand 351
Turck, Tel.: 0208 4952-0, E-Mail: more@turck.com

Turck erwartet 430 Mio.

€ Gruppenumsatz

auf hohem Vorjahresniveau
Die Turck-Gruppe erwartet für das Geschäftsjahr 2012 einen konsolidierten Gesamtumsatz von etwa 430 Mio. €. Nach Angaben von Geschäftsführer Christian Wolf bewegt sich der Automatisierungsspezialist damit exakt auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Eine Umsatzsteigerung ließ sich im Gesamtergebnis aufgrund der Konjunktur- und Marktentwicklung 2012 nicht erzielen. Mit knapp 100 Mio. € Umsatz konnte das Familienunternehmen im deutschen Markt allerdings eine leichte Steigerung von 2 % verzeichnen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Jahr 2012 weltweit von 3000 auf 3200, die Hälfte davon beschäftigt das Unternehmen an seinen deutschen Standorten in Beierfeld, Halver und Mülheim an der Ruhr.
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