Profinet-Gateways für I/O-System und Auswertegeräte für Strömungssensoren

Schöne neue Automatisierungswelt

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So rasant der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 nach unten ging, so rasant steigt er aktuell bei Turck wieder an. Grund genug, auch wieder kräftig zu investieren. Das eingesetzte Geld soll mit innova- tiven Produkten wieder zurückfließen.

Erklärt Geschäftsführer Christian Wolf die momentane Situation von Turck, redet er bei der Betrachtung der aktuellen Umsatzentwicklung von der „V-Kurve“. Damit meint er die Rasanz, mit der die Zahlen dieses Jahr wieder in die Höhe schnellen. Und weil das ähnlich schnell vonstatten geht wie der Einbruch im letzten Geschäftsjahr, erkennt selbst der Laie, dass die grafische Darstellung dieser Situation ein „V“ ergibt. Der Einbruch 2009 wird aktuell also nahezu kompensiert.

Nach der furiosen Entwicklung soll das Unternehmen nun nachhaltig positioniert werden. Wolf: „Bereits für 2011 haben wir uns als Ziel die Umsatzmarke von 400 Millionen Euro gesetzt.“ Um das zu erreichen, wird man nach seinen Aussagen an zahlreichen Stellschrauben drehen müssen. Dazu zählen die Definition regional-, branchen- und applika- tionsspezifischer Lösungsportfolios mit einem entsprechenden Vertrieb, die Komplexitätsreduktion der Produkte und die Definition adäquater Preissysteme für Systemlösungen und Serviceleistungen.
Auch soll kräftig investiert werden. Das betrifft die Modernisierung der Lagerlogistik in Mülheim sowie die Erweiterung der Produktionsfläche in Halver um 11 000 m2. Letztere schlägt im Investitionsplan mit rund 15 Mio. € zu Buche. Zurückfließen soll das Geld durch neue Produkte für Prozess- und Fertigungsanlagen.
Profinet-Gateway für I/O-System
Waren die letzten herausragenden Neuheiten noch Systeme zur Mensch-Maschine-Interaktion und hier ganz besonders abgestimmt auf die Prozessvisualisierung (VT-Familie), so sind es aktuell Neuheiten bei Sensoren für die Automatisierung. Noch einmal zur Erinnerung: Bei den VT-Systemen war es wichtig, über die ausgeprägten Kommunikationsfähigkeiten zum Beispiel die Feldbus-Masterfunktionalität mit dem Bereich Beobachten, Bedienen und Steuern zusammenzuführen. Nun präsentiert Turck unter anderem neue Profinet-Feldbus-Gateways für sein I/O-System BL67. Diese entsprechen den Vorgaben der AIDA-Initiative (Automatisierungs-Initiative Deutscher Automobilhersteller) und sind vor allem für den Automobil-Rohbau vorgesehen. Die AIDA-Gateways lassen sich sowohl mit den vorhandenen BL67-I/O-Modulen erweitern als auch mit einer direkt anschließbaren Ventilinsel zu einer integrierten Lösung ausbauen. Diese Varianten wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Pneumatikhersteller Parker Hannifin entwickelt. Das aufeinander abgestimmte Konzept erhöht, wie es heißt, die Anlagen-Verfügbarkeit und reduziert den Service- und Inbetriebnahmeaufwand für den Anwender.
Sensoren für den Maschinenbau
Erwähnenswert ist auch das unter dem Begriff Prozesssensorik vorgestellte Auswertegerät für Strömungssensoren. „Mit dem Begriff Prozessindustrie haben unsere Prozesssensoren wenig zu tun“, stellt Klaus Ebinger, Produktmanager Prozesssensoren, klar. Der Grund: „Unsere Sensoren für Druck, Temperatur, Strömung beziehungsweise Durchfluss und Füllstand können in den Bereichen Fabrikautomation und Maschinenbau zum Einsatz kommen. Ziel ist, dass zum Beispiel Pumpen vor dem Trockenlaufen geschützt werden, Klebstoffe mit dem korrekten Druck aufgetragen werden oder Medien in der Lebensmittelindustrie mit der richtigen Temperatur verarbeitet werden. Solche Aufgaben können, so Ebinger, ohne eine robuste und gleichzeitig flexible Sensorik nicht erfüllt werden.
Günstiger als Messumformer
Damit würden in erster Linie die Anforderungen der Automatisierungsspezialisten im Anlagen- und Maschinenbau erfüllt. Verglichen mit einem Messumformer für die Prozessindustrie ist nach Aussagen von Ebinger der Einsatz dieser Sensoren deutlich preisgünstiger. Als Beispiel nennt er seine Drucksensorik: „Unsere Drucksensoren werden zum Beispiel zum Überwachen von Hydraulikanlagen eingesetzt.“ Dort überwachen sie die korrekte Position eines Werkstücks im Spannfutter. Hat sich ein Bauteil verkantet, entsteht ein höherer Druck im Hydrauliksystem als bei einer korrekten Einspannung. Während dort der Druck die eigentliche Prozessgröße ist, dient er bei Turck als eine Art Positionsgeber. Es geht also nicht um den Druck als solchen, sondern um einen Schwellenwert, der nicht über- oder unterschritten werden darf.
Halle 7, Stand 351
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