Geringerer Flächenbedarf bei Verpackungsmaschinen

Schlanke Linie

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Das Ventilinselkonzept der CPX/MPA von Festo unterstützt das italienische Unternehmen Cama dabei, eine ganz neue Maschinengeneration zu entwickeln. Positiver Effekt: Der Platzbedarf der neuen Verpackungsmaschinen sinkt um rund ein Drittel. Das ist einer der Gründe, warum Cama sie die Bahnbrechende Generation nennt.

Der Autor: Christopher Haug, Technical Press, Festo, Esslingen

Für Markenartikler eröffnen sich ganz neue Horizonte im Anlagenlayout ihrer Fabriken. Sie haben jetzt mehr Platz und gewinnen Flexibilität zur Integration anderer Anlagenteile in der Linie. Der italienische Verpackungsmaschinen-Hersteller Cama nennt diesen Innovationsprozess „Bahnbrechende Generation“. Dieses neue Maschinenkonzept unterstreicht das Lean Design von Sekundärverpackungsmaschinen und Robotern, für das das Unternehmen am Markt bekannt ist. „Diese Maschinengeneration wird uns ganz neue Wachstumsperspektiven ermöglichen“, freut sich Riccardo Panepinto, Operations Manager bei der Cama-Gruppe.
Charakteristisch für konventionelle Maschinen ist der große außerhalb der eigentlichen Maschinenstruktur gelegene Schaltschrank. Seine Steuerungen sind mit einer Vielzahl von meterlangen Kabeln und Schläuchen mit den Antrieben, Sensoren und Ventilen im Feld verbunden. Mit der „Bahnbrechenden Generation“ gestaltete Cama seine Maschinen nun komplett neu. Dies ermöglicht es, den Flächenbedarf einer Maschine zu reduzieren. Dabei werden die Schaltschränke mit den elektrischen und pneumatischen Komponenten in die Ecken des Maschinensockels integriert. Der geringere Flächenbedarf macht vieles möglich: Zahl und Länge der Kabel und Schläuche gehen zurück und die benötigten Baugruppen und Komponenten können leicht dort platziert werden, wo sie benötigt werden. Sie sind damit leichter zugänglich.
Kernprodukt ist die Ventilinsel CPX/MPA von Festo in Schutzart IP65. „Deutlich weniger und kürzere Kabel und Schläuche, die verbunden werden müssen, vereinfachen und verkürzen die Installation. Das ist ein klares Alleinstellungsmerkmal der neuen Maschinen“, verdeutlicht der Anlagenbauer die erhöhte Effizienz. CPX verbindet die pneumatischen und elektrischen Steuerketten und bindet sie einfach, schnell, flexibel und nahtlos an alle Automatisierungskonzepte und firmenspezifischen Standards an. „Zusätzlich bietet die CPX Diagnose-Funktionen. Anforderungen großer Markenhersteller, etwa die vorbeugende Wartung, können wir damit leicht erfüllen“, betont Panepinto.
Ein Mehr an Sicherheit
Auch das Thema Maschinensicherheit ist bei der neuen Maschinengeneration umgesetzt. Für das Entlüften ist das Druckaufbau- und Entlüftungsventil MS6-SV von Festo im Einsatz. Es schützt zuverlässig vor unerwartetem Anlauf und hat die 1,5-fache Entlüftungsleistung verglichen mit der Belüftungsleistung.
Zur neuen Maschinengeneration gehört der von Cama vorgestellte CL 175, ein sehr flexibler Side-Loader. Das Unternehmen hat diese Verpackungsmaschine in Layout und Funktion komplett umgestaltet. Sie kann Schrumpffolien, Beutel, Taschen, Tiefziehverpackungen, Blister und weitere Primärverpackungen in vorgefertigte Kartons laden. In einem ersten Schritt werden die Kartons aus einem Depot gepickt, geöffnet und mithilfe einer Rotationseinheit auf die Werkstückträger eines Förderbandes gelegt.
Cleverer Technologie-Mix
Das Belade-Handling lädt die Produkte in die Kartons mit einer intermittierenden-kontinuierlichen Bewegung. Diese Handhabungseinheit besteht hauptsächlich aus einer elektrischen EGC-Achse von Festo zum präzisen Anfahren von Zwischenpositionen sowie einem pneumatischen Minischlitten DGSL. Die EGC hilft dabei, Montagezeiten um 30 % einzusparen gegenüber selbst zusammengestellten und montierten elektrischen Achsen. Der bewusste Einsatz von pneumatischer und elektrischer Antriebstechnologie ermöglicht hohe Präzision bei gleichzeitiger Belastbarkeit.
In einem nächsten Schritt bewegen sich die Kartons zur letzten Station, in der sie verschlossen werden. Die Station arbeitet mit kontinuierlichen oder intermittierenden Bewegungen. Schließlich gelangen die Kartons auf das Ausgangs-Transportband. „Die Ventilinseln mit CPX und Feldbus reduzieren beträchtlich die Verdrahtungen und Verschlauchungen und damit den Platzaufwand unserer Maschinen. Damit bringen die Innovationen von Festo uns als OEM und unsere Endkunden einen großen Schritt voran“, zieht Riccardo Panepinto Bilanz aus der Zusammenarbeit. Praktisch ist auch, dass Festo in 176 Ländern der Welt aktiv ist. Service-Mitarbeiter des deutschen Unternehmens können daher bei den Endkunden der Cama-Gruppe schnell zur Stelle sein, wenn es um Fragen der Inbetriebnahme von Komponenten und Systemen oder andere Services geht. I
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