Rollenförderanlagen: Gleichstromantriebe effizient an Profibus-Netze anbinden

Maßgeschneidert im Takt

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Die Integration von Gleichstromantrieben in ein einheitliches Buskonzept ist häufig schwierig, da die hierzu erforderlichen Komponenten nicht durchgängig verfügbar sind. Diese Lücke schließt das Motion Drive Control-Modul des dezentralen I/O-Feldbussystems Lion-Link aus dem Lumberg Automation-Produktprogramm von Belden.

Exklusiv in KEM Der Autor: Deqiang Yang, Produktmanager, Belden Deutschland GmbH, Neckartenzlingen

Das Feldbussystem Lion-Link, mit dem Linien-Topologien von bis zu 100 m Länge realisiert werden können, besteht aus Buskoppler-Modulen, die als Schnittstelle zum übergeordneten Feldbus fungieren und Protokoll-unabhängigen I/O-Modulen. Die Adresseinstellung wird über die Buskoppler-Module vorgenommen. Die I/O- Module lassen sich dagegen ohne Adressierung in Betrieb nehmen. Zudem ist in beiden Link-Linien kein Abschlusswiderstand erforderlich, was ebenso zur Manipulationssicherheit beiträgt.
Das I/O-Modul für Motion Drive Control hat vier Ausgänge, die sich für bürstenlose (EC-) Motoren sowie bürstenbehaftete (DC-) Motoren und alle digitalen Aktoren wie Gleichspannungsmotoren oder Ventile konfigurieren lassen. Ferner ermöglicht dieses Modul eine dynamische Drehzahlregelung, parametrierbare Start-Stopp-Rampen für EC-Motoren und einen integrierten Bremswiderstand für DC-Motoren. Bei Einsatz einer entsprechenden Steuerung können diese Parameter auch während des Betriebs jederzeit verändert werden. Das gewährleistet größtmögliche Flexibilität. Durch acht digitale Eingänge wird der Verdrahtungsaufwand für die zugeordnete Sensorik minimiert. Motor- und Sensorfehler lassen sich sowohl visuell als auch mittels Softwaremeldung kanalweise diagnostizieren.
Reduzierung der Betriebskosten
Über ein Profibus-Buskoppler-Modul können insgesamt bis zu 10 000 Gleichstromantriebe gesteuert werden. Eine dynamische Drehzahlregelung sorgt für ein sanftes Anfahren und Abbremsen der Rollen in den Förderanlagen. Zudem ermöglicht das Lion-Link-System Einsparungen beim Stromverbrauch, da die Antriebe von den Steuerungen nur dann eingeschaltet werden, wenn das erforderlich ist. Ferner lassen sich mehrere Rollen eines Segments einer Förderanlage zusammenfassen und segmentübergreifend an das Profibus-Netz anbinden.
Die Sensoren und Aktoren werden über M8-/M12-Steckverbinder an das Modul angekoppelt, Profibus und Link via M12-Steckverbinder. Der Anschluss der 24 V-Spannungsversorgung – ein AC-Netz oder Pneumatik sind nicht erforderlich – erfolgt über M12-/7/8“-Steckverbinder. Durch Verwendung dieser Standardkomponenten wird die Typenvielfalt reduziert und damit die Lagerhaltung und Wartung vereinfacht. Außerdem können Ersatzteile überall auf der Welt bezogen werden.
Komfortables Handling
Die Motion Drive Control-Module lassen sich ebenso wie die Profibus-Buskoppler-Module einfach installieren und nach dem Plug-and-Play-Prinzip in Betrieb nehmen. Aufgrund der versetzten Steckplatzanordnung und der Optimierung des Abstandes zwischen den Steckplätzen können sowohl umspritzte als auch konfektionierte Steckverbinder leicht aufgeschraubt werden. Zudem lassen sich alle Module flexibel frontseitig oder seitlich befestigen – auch direkt auf Profil schienen.
Da jeder Signalpin als Ein- oder Ausgang benutzt werden kann, können die I/O-Module ohne zusätzliche Parametrierung unterschiedlich konfiguriert werden. Durch die farbliche Codierung der einzelnen Steckanschlüsse lässt sich die Funktion des Steckplatzes (Feldbus, Link, Spannungsversorgung oder I/O) sofort erkennen und so die erforderliche Anschlussleitung auf einen Blick zuordnen.
Alle Lion-Link-Module erfüllen die Anforderungen der Schutzart IP 67 und haben eine hohe Vibrations- und Schockfestigkeit, lassen sich also auch unter extremen Umgebungsbedingungen prozessnah in der Feldebene einsetzen. Durch eine innovative Technologie kann bei der Fertigung vollständig auf Verguss verzichtet werden, sodass die Module aufgrund ihres geringen Gewichts auch optimal für den Einsatz an kleinsten Handling-Robotern geeignet sind.
Fazit
Mit dem Motion Drive Control-Modul ermöglicht das dezentrale I/O-Feldbussystem Lion-Link nicht nur eine sichere Datenkommunikation, sondern leistet zugleich auch einen Beitrag zum wirtschaftlichen Betrieb von Rollenförderanlagen. Unabhängig davon wie die Feldverdrahtung aussehen soll, lassen sich maßgeschneiderte Lösungen realisieren. Denn das System bietet ein hohes Maß an Flexibilität, was sich sowohl in der Planungsphase als auch
bei Änderungen während der Inbetriebnahme oder später bei möglichen Um- und Nachrüstungen bezahlt macht. Davon profitieren sowohl Hersteller als auch Systemintegratoren, Maschinenbauer und Anwender. I

Info & Kontakt
Belden Deutschland
Deqiang Yang, Produktmanager
Tel.: 07127 14 -1872 deqiang.yang@belden.com
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