Multifunktionsgriff im Einsatz bei Spezialtiefbaumaschinen von Bauer

Ergonomie für die Hände

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Mit dem Wechsel von hydraulischer auf elektrische Vorsteuerung nahm Bauer einen Wechsel der Bedieninstrumente vor. Seitdem setzt der Spezialtiefbauspezialist einen Joystick und Multifunktionsgriff von Elobau ein. Mit zwei Daumenrädern und sechs Tasten steuert er eine Vielzahl von Funktionen und liegt dabei ergonomisch in der Hand.

Der Beitrag stammt von der Elobau GmbH & Co. KG, Leutkirch

Die Bauer-Gruppe ist ein international tätiger Bau- und Maschinenbau-Konzern mit Sitz in Schrobenhausen und weltweit über 110 Tochterfirmen. Ein wichtiger Teil des Konzerns ist die Bauer Maschinen GmbH, die ein umfassendes Sortiment von Maschinen und Werkzeugen für den Spezialtiefbau bietet, darunter Großdrehbohrgeräte, Schlitzwandfräsen, Greiferanlagen, Rüttelgeräte und Tiefbohranlagen. Eine der größten Stärken ist die Entwicklung von Spezial-Maschinen, wie sie zum Beispiel für den Bau von Offshore-Windkraftanlagen benötigt werden. Eine solche, kürzlich entwickelte Anlage bietet rund 500 kW Leistung und einen Bohrdurchmesser von 5,4 m.
Obwohl fast jede Bauer-Maschine ein Unikat ist, achten die Entwickler auf einen modularen Aufbau mit möglichst hohem Anteil an Standardkomponenten. Das gilt für die Mechanik ebenso wie für die Elektronik, deren Konstruktion und Entwicklung Dr. Hans Regler verantwortet: „Durch Standardbaugruppen gelingt es uns, den Kunden eine hohe Flexibilität bezüglich der Zusammenstellung zu bieten. Denn bei Investitionen im siebenstelligen Bereich will der Kunde eine Maschine möglichst exakt nach seinen Vorstellungen haben.“
Elektrische Vorsteuerung erhöht die Flexibilität
Einen wichtigen Schritt in Richtung Flexibilität hat Bauer in den letzten Jahren vollzogen: den Wechsel von der hydraulischen auf die elektrische Vorsteuerung, die gegenüber der Hydraulik mehr Möglichkeiten bietet. Regler gibt ein Beispiel: „Wir bauen Bohrgeräte, die verschiedene Verfahren beherrschen, mit entsprechend unterschiedlichen Bedienkonzepten. Dies ist hydraulisch nur schwer zu lösen. Insofern bietet die elektrische Vorsteuerung bei allen Multifunktionsgeräten eindeutige Vorteile.“
Im Rahmen der Umstellung musste Bauer auch neue Bediengeräte einsetzen. Unter anderem galt es, den hydraulischen Joystick durch einen elektrischen zu ersetzen, der möglichst viele Fahr- und Arbeitsfunktionen steuern kann. Durch Kontakte zu anderen in der Baubranche tätigen Firmen wurde Dr. Hans Regler vor gut zwei Jahren auf den Elobau-Joystick J4 und den passenden Multifunktionsgriff aufmerksam. „Mit seinen Daumenrädern und Tasten und der dadurch vielseitigen Funktionalität hat er uns sofort zugesagt“, bestätigt der Elektronik-Verantwortliche. „So haben wir den Griff in unseren eigenen Baustellenfahrzeugen eingesetzt und ausgiebig getestet. Unsere Mitarbeiter auf dem Bau sind uns Entwicklern gegenüber offen und ehrlich, so dass wir bestimmt alle Vor- und Nachteile erfahren.“ Ihr Urteil: Joystick und Multifunktionsgriff erleichtern das Arbeiten enorm. Nachdem den Maschinenbedienern zunächst der Multifunktionsgriff in Version 351 noch zu kantig war, hatten sie an der geschmeidigeren Version 361 nichts mehr auszusetzen – und „keine Kritik gilt in Bayern schon als großes Lob“, freut sich Regler.
Wenn die Maschinenbediener den ganzen Arbeitstag über in ihrer Kabine sitzen und in beiden Händen jeweils einen dieser Griffe haben, ist die ergonomische Form und einfache Anwendung von besonderer Bedeutung. Das Bedienen der Joysticks darf ihn nicht belasten. Ebenso müssen alle Steuerelemente, also Taster und Räder, schnell und eindeutig zuordenbar sein. Elobau unterstützt dies durch Optik und Haptik, sprich durch Farben, Beleuchtung sowie unterschiedliche Formen und Oberflächen.
Multifunktionsgriff steuert Fahrzeug und Arbeitsgerät
Bei Bauer bildet der Elobau-Multifunktionsgriff alle wesentlichen Funktionen der jeweiligen Maschine ab. Dafür enthält er neben zwei Daumenrädern sechs Tasten – drei oben, zwei unten und eine auf der Rückseite. Bei einem Bohrgerät zum Beispiel wird mit dem Griff das Schwenken des Oberwagens gesteuert sowie der Drehantrieb und die Auf-/Abbewegung von Schlitten und Werkzeug. Außerdem werden Verstellfunktionen ausgeführt, wie das Neigen des Mastes. Dazu kommen Funktionen wie Beschleunigung, Booster oder Hupen.
In den zwei Jahren Einsatz auf eigenen Baustellen hat sich der Elobau-Griff bei Bauer zum Standard entwickelt. Er wurde zum festen Bestandteil der Bauer-Kabine und als solcher auf der Bauma 2010 offiziell eingeführt.
Die Zusammenarbeit mit Elobau beurteilt der Elektronik-Entwicklungsleiter als durchwegs positiv: „Mit den Produkten waren und sind wir stets sehr zufrieden. Sie zeichnen sich durch technisch hochwertige, innovative Lösungen sowie hohe Qualität und Verfügbarkeit aus, was genau unserer eigenen Philosophie entspricht. Schließlich sind unsere Maschinen weltweit im Einsatz und dürfen nie ausfallen.“ Er lobt auch die Kooperationsbereitschaft, die ihm bei seinen Lieferanten sehr am Herzen liegt: „Für uns war beispielsweise wichtig, dass der Joystick einbaukompatibel zum Vorgängermodell ist. Diese Wünsche waren für Elobau kein Problem.“
Elobau; Telefon: 07561 970247; E-Mail: d.gabur@elobau.de

Ein Griff für viele Funktionen
Der Multifunktionsgriff 361G passt in seiner Serienversion an alle marktgängigen Joysticktypen. Den modular aufgebauten Griff gibt es – in Links- und Rechtshänderversion – mit bis zu neun integrierten Zusatzfunktionen. In einem einzigen 361G sind drei Positionen für ein Daumenrad vorgesehen, dazu sechs optionale Tastenpositionen. Diese Einbauelemente basieren auf Halltechnologie, was sie langlebig und zuverlässig macht. Sie können ein analoges Ausgangssignal liefern, das für sicherheitskritische Anwendungen auch redundant ausgeführt sein kann. Über optionale Zusatzelektronik lassen sich Schaltströme bis 2 A, eine kapazitive Anwesenheitserkennung sowie eine integrierte CAN-Elektronik realisieren. Eine Besonderheit ist die optionale mehrfarbige Funktionsbeleuchtung, mit der die Daumenräder und Tasten ausgestattet sein können. Sie behält die Beleuchtungsfarbe einer aktivierten Funktion bei, bis eine Gegenaktion ausgeführt wird. So sieht der Bediener auf einen Blick, welchen aktuellen Schaltzustand seine Bedieneinheit hat. Die einzelnen Räder lassen sich auch haptisch unterscheiden.
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