Know-how für Praktiker Schleppketten mit Lapp einfacher auswählen und bestücken - KEM

Know-how für Praktiker

Schleppketten mit Lapp einfacher auswählen und bestücken

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Mit Verbindungslösungen von Lapp können Maschinenbauer Zeit und Arbeit sparen sowie vom Hersteller-Know-how der Gruppe profitieren Bild: U.I. Lapp
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Die Auswahl und Bestückung von Schleppketten ist oft eine kleine Wissenschaft für sich – bis jetzt. Denn ein Leitfaden der Lapp-Gruppe gibt nun praktische Tipps für das Engineering und die Auswahl der passenden Komponenten. Damit können Anwender Zeit und Geld sparen sowie vom Know-how der Unternehmensgruppe profitieren.

Bernd Müller, freier Journalist

Schleppkette – der Begriff klingt nach behäbiger Bewegung, Laien kommt vielleicht das Bild eines Sträflings mit Eisenkugel am Bein in den Sinn. Wer sich allerdings in modernen Fabriken auskennt, weiß, wie schnell und beweglich Schleppketten sein können. Sie schützen, tragen und führen Leitungen sowie Schläuche, um Energie und Signale zwischen zwei Enden zu übertragen, die sich in Relativbewegung zueinander befinden. Das bedeutet, dass Verschiebungen, Drehungen oder kombinierte Bewegungen ausgeführt werden müssen.

Fehlerhafte Bestückungen vermeiden

Diese trockene Definition lässt nicht erahnen, wie kompliziert die Konfiguration und Bestückung einer Schleppkette sein kann: Es gibt unzählige Varianten von Schleppketten mit enorm vielen Bestückungsmöglichkeiten. Wer sich hier nicht auskennt, macht leicht Fehler, wählt zum Beispiel Leitungen, die nur für die feste Verlegung geeignet sind oder aus ungeeigneten Materialien bestehen beziehungsweise damit ummantelt sind. So gibt es etwa Anwendungen bei denen hohe Temperaturen auftreten oder tatsächlich Funken fliegen können – dafür sind Schleppketten aus dem gängigen Material Nylon nicht geeignet.

Das klingt zunächst abschreckend, aber mit den richtigen Hilfsmitteln lassen sich solche Fehler beim Engineering einer Schleppkette vermeiden. Beispielsweise hat Lapp als einer der führenden Hersteller von Kabeln und Verbindungslösungen auf über 50 Seiten alles Wichtige zum Engineering von Schleppketten und ihrer Bestückung zusammengestellt. Bei der Lektüre dieses Technischen Leitfadens für Schleppketten erfährt der Anwender, welche Schleppkettentypen es gibt und für welche Anwendungen sie jeweils geeignet sind. Außerdem bekommen die Anwender acht Profi-Tipps zu Auswahl und Bestückung von Schleppketten mit auf den Weg:

In acht Schritten zur optimalen Schleppkette

  • Schleppkettentyp auswählen: Der Anwender sammelt dafür alle Anforderungsdaten, etwa die Spezifikationen von Leitungen und Schläuchen wie Gewicht, Außendurchmesser, Mantelwerkstoff und Biegeradius sowie des Verfahrwegs, des verfügbaren Platzes und der Montageposition der Anschlusselemente.
  • Dann wird der Innenquerschnitt der Schleppkette nach bestimmten Grundregeln bestimmt und das Ergebnis an die verfügbaren Platzverhältnisse angepasst. Ein wichtiger Aspekt ist dabei eine symmetrisch balancierte Anordnung der Leitungen sowie der Einsatz von Trennstegen, um Reibung zwischen Leitungen und Schläuchen mit unterschiedlichen Mantelwerkstoffen zu vermeiden.
  • Im nächsten Schritt wählt der Anwender die Schleppkette aus, die diese Anforderungen erfüllt. Dafür stehen ihm eine Produktauswahltabelle sowie Produktseiten zur Verfügung, auf denen detaillierte Informationen zu jedem Schleppkettentyp aufgeführt sind.
  • Auch der geeignete Biegeradius der Schleppkette wird auf Basis aller Parameter der verwendeten Leitungen und Schläuche bestimmt.
  • Die benötigte Länge der Schleppkette ist vom erforderlichen Verfahrweg abhängig. Für die fünf dafür möglichen unterschiedlichen Konfigurationen lassen sich die entsprechenden Werte aus Tabellen berechnen.
  • Zudem muss die freitragende Länge in Bezug auf eine Zusatzlast berechnet werden – eine leere Schleppkette hat eine gewisse Vorspannung und ist daher nach außen gewölbt, um später die Last der Leitungen auszugleichen.
  • An dieser Stelle sollte der ausgewählte Schleppkettentyp erneut überprüft werden, damit er auch sicher den ermittelten Anforderungen entspricht.
  • Zu guter Letzt wählt der Anwender zusätzliche Komponenten wie Anschlusselemente, Innenaufteilungen, Fachböden sowie Führungskanäle aus, die zum definierten Schleppkettentyp passen.

Zusätzlich benötigtes Kabel-Know-how

Eine wichtige Regel sollten Anwender bei der Auswahl zusätzlich beherzigen, empfiehlt Sascha Abendroth, Vertriebsleiter Ölflex Connect und Systemlösungen Deutschland bei der Lapp-Gruppe: „Die Schleppkette ist für das Kabel da und nicht umgekehrt.“ Dementsprechend reicht Schleppketten-Expertise alleine leider nicht aus, genauso wichtig ist Kabel-Know-how. Lapp bietet deshalb mit dem Ölflex-Connect-Angebot komplette Lösungen und Engineering-Dienstleistungen zu Kabelsystemen an. Diese finden Anwender im neuen Lapp-Themenkatalog Ölflex Connect Chain – mit über 350 Seiten neben dem Technischen Leitfaden eine weitere interessante Informationsquelle für das Schleppketten-Engineering. Anders als viele andere Anbieter fertig bestückter Energieketten ist Lapp dabei in der Lage, komplexe Anwendungen zu meistern, da die Kabel auch selbst hergestellt werden. ik

www.lappkabel.de

Sowohl der Katalog als auch der Technische Leitfaden sind bei Lapp online verfügbar:

http://hier.pro/5TzZj


„Die Schleppkette ist
für das Kabel da und nicht umgekehrt.“

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