Technische Federn – Wissen kompakt
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Technische Federn – Wissen kompakt

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Technische Federn
Technische Federn – Wissen kompakt

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Was bedeutet der Begriff „technische Federn“ genau? Welche Metallfedernarten sind damit gemeint und für welche Kraftzustände und Anwendungen werden sie verwendet? Gutekunst Federn und Gutekunst Formfedern werden diesen Fragen und weiteren Eigenschaften im folgenden Beitrag kurz eingehen.

Unter dem Begriff technische Federn sind alle Metallfedern zusammengefasst, die in technischen Anwendungen eingesetzt werden. Die besondere Eigenschaft von technischen Federn ist ihre reversible Formänderung bei Belastung. Ermöglicht wird dies durch die spezielle Formgebung und den verwendeten Federwerkstoff. Technische Federn werden in nahezu allen Branchen eingesetzt, beispielsweise im Maschinenbau, in der Elektro- und Medizintechnik, der Lebensmittelbranche, der Luft-– und Raumfahrt, und erfüllen dort vielfältige Aufgaben. Technische Federn, wie Formfedern, Flachfedern, Flachformfedern, Kontaktfedern, Druckfedern, Zugfedern und Spiralfedern, werden dabei als Speicherelemente, Messelemente, Schwingungselemente, Ruheelemente und Lagerelemente verwendet.

Federtechnik

Die Grundtechnik aller technischer Federn beruht auf ihrem Vermögen, potentielle Energie zu speichern und diese kontrolliert in kinetische Energie umzuwandeln und umgekehrt. Nachfolgend ein paar Beispiele, für welche Kraftzustände häufig technische Federn eingesetzt werden:

  • Rückstellkraft
    Die Federkraft wird hierbei als Gegenkraft eingesetzt, um die bewegte Masse in die vorherige Ruhelage zurückzuführen. Diese Rückstellkraft ist die häufigste Anwendung von technischen Federn und wird von Formfedern, Flachfedern, Druckfedern, Zugfedern und Schenkelfedern in gleichem Maße bereitgestellt.
  • Haftkraft
    In kraftschlüssigen Verbindungen stellen Sicherungs- und Federscheiben Druck- und Haftkräfte bereit, die einer ungewollten Lockerung, zumeist von Schrauben und Muttern, entgegenwirken.
  • Ausgleichskraft
    Bei Form-, Maß- oder Positionsänderungen anderer Bauteile, werden technische Federn oft verwendet, um einen Ausgleich zu schaffen oder die elektrische Verbindung aufrecht zu erhalten. Hierfür eignen sich, je nach Aufgabe, Formfedern, Flachfedern, Kontaktfedern, Druck- oder Schenkelfedern.
  • Gewichtskraft
    Die Feder wird zur gleichmäßigen Lastverteilung zwischen Körpern genutzt. Bestes Beispiel ist die Federkernmatratze, die diese Gewichtskraft mit speziellen konischen Druckfedern bereitstellt.
  • Antriebskraft
    Durch die Vorspannung einer technischen Feder wird Energie gespeichert, die dann bei Entspannung freigesetzt wird und bewegliche Geräte antreibt. Mit Spiralfedern werden beispielsweise mechanische Uhren angetrieben oder flexible Hundeleinen eingerollt.
  • Schwingungs- und Dämpfungskraft
    Mit der Aufnahme von kinetischer Energie durch eintreffende Kräfte oder Stöße verformt sich die technische Feder. Beim Ausschwingen der Masse wird diese kinetische Energie wieder in potentielle Energie umgewandelt. So sorgen beispielsweise Blattfedern für eine sichere Ladung vor einwirkenden Kräften und Stößen.

Federentwicklung

Das Ziel bei der Neuentwicklung einer technischen Feder ist es, für die gegebene Anwendung eine Feder zu finden, die unter Berücksichtigung aller Umstände perfekt passt. Funktion, Form und Abmessungen müssen dabei so gewählt werden, dass die technische Feder die geforderte Federarbeit optimal erfüllt. Dabei spielen verschiedene Faktoren in der Federentwicklung eine wichtige Rolle – etwa, welche Aufgabe die technische Feder erfüllen muss, welche Federbewegung gewünscht ist, wie groß der vorhandene Bauraum ist und welche Anschlussbauteile vorliegen. Dazu kommen Eigenschaften und Besonderheiten aus der Gesamtkonstruktion und aus den Einsatzbedingungen. So sind oft Korrosionsbeständigkeit, elektrische Leitfähigkeit oder eine möglichst wirtschaftliche Fertigung zu berücksichtigen beziehungsweise Grundlage der Federnkonstruktion. Allgemein gilt es, für technische Federn folgende Anforderungen zur Federentwicklung zusammenzuführen:

  • Aufgabe und Funktion
    Wofür wird die technische Feder eingesetzt (Medizintechnik, Lebensmitteltechnik, Elektrotechnik etc.) und welche Funktionen – wie Kraftzustand, Kraftentfaltung (Federkennlinie) und eventuelle Zusatzfunktion (elektrisch leitend, unmagnetisch, isolierend, säurebeständig etc.) – werden benötigt?
  • Einbausituation und Einbauraum
    Wie erfolgt die Krafteinleitung (Druck-, Zug-, Torsions- oder Biegespannung) und welcher Einbauraum steht hierzu zur Verfügung?
  • Federnart und Federform
    Welche Federnart ist für die Aufgabe geeignet und mit welcher Federnform kann dies im vorhandenen Einbauraum realisiert werden?
  • Benötigte Kräfte und Federwege
    Welche Federkräfte werden bei bestimmten Federwegen oder -längen benötigt?
  • Einsatztemperatur und Umgebung
    Bei welcher Einsatztemperatur und in welcher Umgebung (Luft, Salzwasser, Motoröl etc.) wird die technische Feder eingesetzt?
  • Belastungsart und Lebensdauer
    Welche Belastungsart liegt vor (statische konstante Belastung oder dynamische Belastung mit veränderlichen Beanspruchungen und Hubspannungen)? Für welche Gesamtlebensdauer soll die technische Feder angefertigt werden?

Falls Ihnen rundum das Thema technische Federn weitere Antworten fehlen oder Sie für Ihre federtechnische Anwendung eine fachmännische Auslegung mit unverbindlichem Preisangebot benötigen, dann senden Sie einfach, egal um welche technische Feder es sich handelt, die Anforderungen, eine Zeichnung oder CAD-Daten der gewünschten technischen Feder per E-Mail an service@federnshop.com. Oder Sie kontaktieren direkt die Techniker von Gutekunst Federn, Metallfedern aus Federstahldraht, telefonisch unter (+49) 07123 960-192, oder Gutekunst Formfedern, Metallfedern aus Flachmaterial, telefonisch unter (+49) 07445 85160.


Kontakt zu Gutekunst Federn

Gutekunst + Co.KG
Federnfabriken
Carl-Zeiss-Straße 15
72555 Metzingen
Website: www.federnshop.com

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