GGB Germany GmbH & Co., Heilbronn Vor Ort Interview - KEM

GGB Germany GmbH & Co., Heilbronn

Vor Ort Interview

Dr. Stefan Klages, VP and General Manager GGB Europe; Bild: KEM
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(as) Der Weltmarktführer für Metall-Polymer-Gleitlager GGB bietet neben Standard-Gleitlagern auch Spezialgleitlager für anspruchsvolle Anwendungen. Mit einer stärkeren Fokussierung auf die Kunststofflager möchte man jetzt das große Potenzial erschließen. KEM sprach mit Dr. Klages unter anderem über das ehrgeizige Ziel der Umsatzverdoppelung bis 2011.
KEM: Wie definieren Sie den aktuellen Stand der Gleitlagertechnologie?
Dr. Klages: Die Gleitlagertechnologie ist in zwei Facetten zu sehen: Zum einen gibt es die bekannten, herkömmlichen Gleitlager, die in Industrie und Automotive seit Jahrzehnten eingesetzt werden und im Wettbewerb zu Nadel- und Kugellagern stehen. Diese bieten wir auch mit neuen Designs und Materialien an. Zum anderen gibt es ‚neue’ Gleitlager, die aus faserverstärkten Kunststoff-Verbunden bestehen. Sie finden Einsatz in neueren Technologien, wie im Spezialmaschinenbau oder mobilen Arbeitsmaschinen.
KEM: Welche Rolle spielen Kunststoffgleitlager in Ihrem Geschäft?
Dr. Klages: In Hannover haben wir die Kunststoffcompounds der EP-Reihe vorgestellt. Diesen Bereich möchten wir ausbauen und beim Umsatz prozentual zweistellig werden. Dabei richtet sich unser Fokus nicht auf das Standard-Gleitlager, mit dem sich ein herkömmliches Lager ersetzen lässt. Vielmehr möchten wir Lösungen für Spezialanwendungen bieten, in denen Kunststofflager besser designt und ausgelegt sind als die Lager, die sie schließlich ersetzen. Einsatz finden diese zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie, wo strenge FDA-Bestimmungen erfüllt werden müssen.
KEM: Welches sind Ihre neuesten Entwicklungen?
Dr. Klages: Die Linie Sealed Bearing Cartridges (SBC) bietet eine wartungsfreie Alternative zu konventionellen, geschmierten Bronzelagern, Lagern aus gehärtetem Stahl oder Kugellagern. Die faserverstärkten SBC-Lager sind metallummantelt und integrieren eine Lippendichtung. Sie eignen sich für raue Umgebungsbedingungen. Weiter bieten wir Kunststoffcompounds der EP-Reihe, die wir für den Prototypenbau als Halbzeuge in verschiedenen Durchmessern oder als Lager in Kleinserien zur Verfügung stellen. Diese Compounds gibt es auch spritzgegossen für die Serienfertigung. Geht der Prototyp in eine größere Serie, bringen wir das Compound direkt in die Vollserie ein. Unseres Wissens haben wir damit Alleinstellungsmerkmal. Unser Motto lautet ‚low friction’. Eine Abteilung beschäftigt sich damit, mittels der Entwicklung von Metall-Polymeren und reinpolymeren Kunststofflagern die Reibung zu verringern. Im Bereich Metall-Polymere haben wir neue Laufschichten in der Pipeline, die bessere Reibungseigenschaften bieten. Zudem entwickeln wir Compounds, mit denen wir das große Potenzial der Kunststoffgleitlager erschließen möchten.
KEM: Was tut GGB für die Umwelt?
Dr. Klages: Wir sehen uns im Bereich Gleitlager als ein Vorreiter der Umwelttechnologie, weil wir Materialien umweltfreundlich auslegen. Wir waren mit als erste mit bleifreien Metall-Polymer- Lagern am Markt. In der Produktion verzichten wir auf Benzol und Perchlorethylen und haben umweltfreundliche Maschinen. Im Betrieb mit wartungsfreien Lagern spart der Anwender zudem Mittel wie Öle oder Fette.
KEM: Wie geht es GGB wirtschaftlich und welche Ziele haben Sie sich gesetzt?
Dr. Klages: Momentan partizipieren wir vom guten europäischen Markt im Industriebereich und sind mit der Auftragslage zufrieden. Unser Ziel ist es, unseren Umsatz bis 2011 zu verdoppeln. Dafür haben wir viel in Materialien investiert, einen Standort in der Slowakei aufgebaut, engagieren uns in Asien, respektive in China und Indien, ebenso in Frankreich. In Heilbronn haben wir bereits in neue Maschinen, Umwelttechnologien und Mitarbeiter investiert.
GGB KEM 414
EP KEM 415
Seales Bearing Cartridges KEM 416
SBC KEM 417
Wartungsfreie Gleitlager KEM 418
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