Gleit- und Wälzlager

Molded-Oil-Lager in der Produktion von Tiefkühlpizza

Molded-Oil-Lager
1) Bei Molded-Oil-Wälzlagern ist der Schmierstoff fest in ein Trägermedium integriert Bild: NSK
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Ein Hersteller von Tiefkühlpizza sah sich mit regelmäßigen Wälzlagerausfällen an den Riemenspannern eines Lebensmitteltransportbands konfrontiert. Die Fertigungslinie musste deshalb etwa alle vier Wochen für einen Wälzlagerwechsel stillgelegt werden.

Im Rahmen des AIP-Programms („Added Value Programme“), das NSK den Anwendern von Wälzlagern als Dienstleistung anbietet, überprüften NSK-Experten die Lagerstelle sowie die Wälzlager. Sie stellten fest, dass die Schäden hauptsächlich durch die häufige und gründliche Reinigung der Fertigungslinie mit Wasser verursacht wurden. Sie führte zu Dichtungsschäden, Korrosion und Schmierfettauswaschungen durch Wassereintritt ins Lager.

Der Hersteller empfahl daraufhin den Austausch der vorhandenen Wälzlager durch Molded-Oil-Lager aus rostfreiem Stahl. Bei dieser Lagerbauart wurde ein besonderes tribologisches Konzept verwirklicht. Die Lager sind mit einem NSK-eigenen, ölimprägnierten Material ausgerüstet, das aus Schmieröl und einem ölverwandten Polyolefinharz besteht. Dieses Material gibt das Schmiermittel – das aufgrund seiner Konsistenz nicht ausgewaschen werden kann – über lange Zeiträume kontinuierlich ab. Zugleich verhindert der Trägerwerkstoff den Eintritt von Wasser oder festen Verunreinigungen ins Lager.

Außerdem bleibt die Betriebsumgebung sauber, weil kein Fett austritt und kein Öl nachgefüllt werden muss. Damit sind diese Wälzlager für Anwendungen mit starkem Wasserkontakt und gründlichen Reinigungsvorgängen sowie ganz generell für Einsätze in der Lebensmittelproduktion bestens geeignet.

Die Faustregel des Herstellers bei solchen Beratungsprojekten lautet: Bei Einsätzen in wasser- und staubbelasteten Umgebungen ist die Lebensdauer von Molded-Oil-Lagern mehr als zweimal so hoch wie die von Lagern mit konventioneller Fettschmierung.

Dieser Wert wird beim beschriebenen Anwendungsfall um ein Mehrfaches übertroffen. Nachdem die Lager installiert wurden, kam es ein Jahr lang zu keinen Ausfällen. Bei der Kostenanalyse musste also für den aktuellen Zustand nur die einmalige Investition in Molded-Oil-Lager berücksichtigt werden. Vor dem Lageraustausch bildeten die vierwöchigen Lagerwechsel jeweils mit Nachschmieren und Montageaufwand einen deutlich größeren Kostenblock. Insgesamt spart der Pizzahersteller nach dem Einbau der Molded-Oil-Lager in den Riemenspannern des Transporteurs nun 15.360 Euro pro Jahr. jke

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