Tuboscope Vetco (Deutschland) GmbH, Celle KEM vor Ort - KEM

Tuboscope Vetco (Deutschland) GmbH, Celle

KEM vor Ort

Gewinner des „Manus“ in Gold Manfred Worms, Engineering Supervisor (links) mit Reinhold Kammaun, Direktor Neue Produktentwicklung, beide Tuboscope Vetco
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(as) Den „Manus“ in Gold (2. Wettbewerb für Kunststoff-Gleitlager-Anwendungen) erhielt Manfred Worms von Tuboscope Vetco für den Einsatz von Kunststoffgleitlagern in einem Inspektionsgerät im rauen Offshore-Bereich. Der Preis wurde zum zweiten Mal von der Igus GmbH in Köln ausgeschrieben und auf der Hannover Messe im April diesen Jahres verliehen. KEM befragte den Gewinner zur Bedeutung des Preises und nach dem Hintergrund der Anwendung.

KEM: Herzlichen Glückwunsch, Herr Worms. Welche Bedeutung hat der „Goldene Manus“ für Sie und Ihr Unternehmen?

Worms: Der Goldene Manus ist Anerkennung dafür, dass unsere Entwicklungsarbeit auch von externen, unbeteiligten Stellen akzeptiert und belohnt wird. Der Einsatz von kleinen leichten Kunststoffen im groben Öl- und Gasumfeld, wo viel mit Stahl gearbeitet wird, ist eher ungewöhnlich. Umso mehr freut es uns, dass uns der Versuch, die Lager einzusetzen, so gut geglückt ist. Das Gerät hat sich bewährt und die Komponenten halten stand. Wir setzen übrigens nicht nur in dieser Anwendung innovative Komponenten in ungewöhnlichen Umfeldern ein.
KEM: Was genau beinhaltet die Anwendung?
Worms: Es geht um ein Inspek- tionsgerät für sogenannte „Drilling-Riser“, die Offshore als Verbindungselemente zwischen dem Meeresgrund und der Bohrerplattform eingesetzt werden. Die Riser werden zusammengeflanscht und dienen dem Schutz und der Führung von Bohrgestängen, die im Inneren des Riser-Hauptrohres laufen. Der Einsatz der Riser in dieser aggressiven Umgebung steht unter hohen mechanischen Belastungen wie Korrosion, Abrasion, Erosion und Deformation. Aus Sicherheits- und Umweltschutzgründen ist eine regelmäßige intensive Inspektion der Riser erforderlich. Dafür haben wir das Inspektionsgerät entwickelt. Es scannt die gesamte innere Oberfläche semiautomatisch in nur einem Arbeitsgang. Angetriebene Zentriereinheiten bewegen, führen und zentrieren das Gerät im Rohr, hochempfindliche Spezial-Sensoren erfassen kontaktlos den Zustand des Rohres, der nachfolgend am PC ausgewertet wird. Hierfür haben wir zusammen mit Igus spezielle Kunststoff-Gleitlager gefunden, die die Sensoren in die richtige Position bringen.
KEM: Wie sah die Lösung vorher aus?
Worms: Die Inspektionen wurden bislang zeitraubend und aufwändig mit handgeführten Prüfgeräten, zum Beispiel mit Ulltraschall, durchgeführt. Das war aber keine 100 prozentige Prüfung, wie wir das jetzt haben. Mit den bisherigen Ergebnissen konnten wir nicht zuverlässig beurteilen, ob der Riser noch einsatzfähig ist. Das wird schon aus Umweltschutzgründen heute immer wichtiger.
KEM: Haben Sie auch andere Lager getestet?
Worms: Wir haben natürlich ganz andere Konzepte und Prinzipien durchdacht und diskutiert. Doch wir arbeiten schon lange mit Igus zusammen und setzten deren Kunststoffgleitlager bereits in vielen anderen Geräten ein. In diesem Gerät ist es jetzt erstmalig so, dass verschiedene Arten von Gleitlagern zum Einsatz kommen, es werden Linearführungen und Kunststoff-Lagerbuchsen in einem Gerät vereint. Wir hatten Kernelemente des späteren Inspektionsgerätes vorab als kleines Muster entwickelt und auf dem Schreibtisch ausprobiert. Der daraus entwickelte erste Prototyp ist heute nach zweieinhalb Jahren noch im Einsatz. Die Unterstützung von den Igus Mitarbeitern war sehr gut. Sie haben uns schnell und großzügig mit entsprechenden Bauteilen bemustert.
KEM: Was empfehlen Sie Konstrukteuren, die noch skeptisch sind und in dem Einsatz von Kunststoff-Gleitlagern ein Risiko sehen?
Worms: Sie sollten sich mit Igus zusammensetzen, ihr Problem diskutieren, Prototypen erstellen, Labor- oder Schreibtischversuche realisieren und praxisnahe Belastungs- und Verschmutzungstests durchführen.
Gleitlager-Broschüre KEM 416
Linearlager-Broschüre KEM 417
Gleitlager-CD KEM 418

Manus-Anwendungen
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