Die Hydrotechnik ist eines der großen Einsatzgebiete für Oiles-Gleitlager

Wartungsfreie, umweltfreundliche Langzeitanwendungen

Gleitlager von Oiles für die Hydrotechnik

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Innerhalb seines breit gefächerten Portfolios bietet Oiles den Hydrotechnikingenieuren gleich mehrere innovative Gleitlagerlösungen für die Realisierung wassertechnischer Low-Speed-Applikationen. Herausragend sind dabei vor allem die Composite-Lager Fiberflon in den Varianten GH und OS sowie die Bronzelager SL464 und SL464-LT der Baureihe #500. Ob im Schleusenbau, bei der Konstruktion von Turbinen oder in der Offshore-Technik – überall ermöglichen diese selbstschmierenden Gleitlager die Konstruktion wartungsfreier und umweltfreundlicher Langzeitanwendungen.

Michael Stöcker, freier Fachjournalist, Darmstadt, i. A. der Oiles Deutschland GmbH, Ober-Mörlen

Inhaltsverzeichnis

1. Composite-Lösung für Turbinenwellen
2. Bewährte Klassiker
3. Viele Formen und große Durchmesser
4. Radial, axial und oszillierend

 

Viele namhafte Anlagenbauer und Zulieferer zeigten Flagge auf der europäischen Hydro-Konferenz, die dieses Jahr im Oktober in Danzig stattfand. Auch Gleitlagerspezialist Oiles war wieder mit von der Partie und präsentierte in der begleitenden Ausstellung speziell jene Produkte aus seinem Portfolio, die maßgeschneidert sind für den Einsatz in der Hydrotechnik. Den Fokus legte der Hersteller diesmal insbesondere auf die Verbundwerkstoff-Lösungen Fiberflon GH und OS sowie die Bronzelager SL464 und SL464-LT der Baureihe #500. In allen vier Fällen handelt es sich um selbstschmierende Gleitlager, die derzeit in vielen Low-Speed- und Long-Run-Konstruktionen im Stahlwasserbau, im Wasserturbinenbau und in der Kraftwerkstechnik im Einsatz sind. Da sie allesamt auf den Einsatz zusätzlicher, externer Schmierstoffversorgungen verzichten können, erweisen sie sich gerade unter ökologischen Gesichtspunkten als Ideallösung für den hydrotechnischen Anlagenbau.

Der Entwicklung wartungsfreier Gleitlager aus modernen Werkstoffverbunden widmet sich Oiles schon seit mehr als 60 Jahren. Besonders innovative Hydrotechniklösungen sind dem japanischen Unternehmen auf diesem Gebiet mit dem Fiberflon OS sowie dem neuen Fiberflon GH gelungen. Diese nichtleitenden und korrosionsfreien Kompositionen aus Spezialgewebe, Phenolharz bzw. Polyester und PTFE-basierten Additiven sind sehr leicht und überzeugen mit niedrigen Reibungskoeffizienten bei zugleich minimaler Quellneigung und hoher Beständigkeit gegenüber vielen Chemikalien. In tribologischer Hinsicht zeigen sie sich konventionellen Kunststoff-Gleitlagern deutlich überlegen.

Composite-Lösung für Turbinenwellen

Das Fiberflon OS ist für die Wasserschmierung geeignet und punktet bei Einsatztemperaturen von -40 bis +90 °C mit einer sehr guten Dimensionsstabilität. Oiles empfiehlt es insbesondere für die Gleitlagerung der Hauptwellen von Wasserturbinen. Es ist ausgelegt für stattliche Umdrehungsgeschwindigkeiten von bis zu 20 m/s und erträgt dabei mechanische Druckbelastungen von bis zu 10 N/mm². Im Ruhezustand kann es hingegen statische Lasten von bis zu 252 N/mm² aufnehmen. Seine Zugfestigkeit liegt bei 76 N/mm² und seine Biegesteifigkeit gibt der Hersteller mit 101 N/mm² an.

Das Verbundwerkstoff-Gleitlager Fiberflon GH gehört zu den neusten Entwicklungen von Oiles und wurde speziell als Konstruktionselement für die Winkelverstellung der Leitschaufeln (Wicket-Gates) der Hydroturbinen konzipiert. Es ist ebenfalls für die Wasserschmierung geeignet, verfügt als dritte Materialkomponente über einen Anteil an ungesättigtem Polyester und eignet sich auch für die Anwendung in verschmutztem Wasser. Sein Haupteinsatzgebiet sind kleine Oszillationen und Low-Speed-Rotationen mit Geschwindigkeiten von bis zu 8,38 mm/s unter Druckbelastungen von bis zu 24,5 N/mm². Die Zugfestigkeit des Fiberflon GH liegt mit bis zu 100 N/mm² etwas höher, die Biegesteifigkeit mit 95 N/mm² hingegen etwas niedriger als bei der Fiberflon-Variante OS.

Bewährte Klassiker

Wegen ihrer hohen Zuverlässigkeit und Umweltfreundlichkeit in hydrotechnischen Anwendungen seit vielen Jahrzehnten bewährt sind auch die vielseitigen Bronzelager der Produktlinie #500. Sie bestehen aus hochwertigen Speziallegierungen und sind auf den ersten Blick identifizierbar an ihren blauen oder grünen Festschmierstoff-Reservoirs aus PTFE. Zum Einsatz kommen sie z. B. für die Realisierung von radialen, axialen und oszillierenden Gleitlagerstellen im Schleusen-, Turbinen- und Brückenbau sowie auch für die Befestigung von Wellen- und Gezeitenkraftwerken, Offshore-Anlagen und Windkraftanlagen am Meeresboden. Zudem sind sie ein wichtiges Konstruktionselement für die Butterfly-Ventile in den Zulaufleitungen von Wasserturbinen (Inlet-Valves).

Vielfach als Optimallösungen erwiesen haben sich in diesen Hydrotechnikanwendungen vor allem die Gleitlager SL464 und SL464-LT der Baureihe #500. Sie sind ausgelegt für statische Belastungen von bis zu 150 N/mm² und können dynamische Lasten von bis zu 49 N/mm² aufnehmen. Bei Umgebungstemperaturen von -40 bis +60 bzw. +80 °C überzeugen sie mit hervorragenden Gleiteigenschaften. Im Unterwasser- und Salzwassereinsatz punkten sie mit echten Sorglosqualitäten, da sie über sehr viele Jahre störungs-, verschleiß- und wartungsfrei sowie ohne externe Schmierstoffzufuhr arbeiten. Das Bronzelager SL464-LT ist speziell für Minimalbewegungen bei niedrigen Wassertemperaturen bestens geeignet.

Es ist vor allem der technologische Dreifacheffekt aus Eigenschmierung, hoher Betriebssicherheit und langer Lebensdauer, der die Oiles-Bronzelager sowohl für die Hersteller der hydrotechnischen Anlagen als auch deren Betreiber so attraktiv macht. Denn der Aufwand für die Wartung und Instandhaltung von Lagertypen wie dem SL464 oder dem SL464-LT ist verschwindend gering. Das ist vor allem deshalb so bedeutend, weil die Lager meist im (Unter-)Wasser-Bereich verbaut und nur schwer zugänglich sind. Hinzu kommt ein weiterer Pluspunkt, der heute nicht hoch genug eingeschätzt werden kann: Da die selbstschmierenden Gleitlager prinzipiell ohne die Versorgung mit zusätzlichen Schmiermitteln auskommen, sind sie in der Praxis ein überaus umwelt- und gewässerschonendes Konstruktionselement.

Viele Formen und große Durchmesser

Oiles liefert seine Hydrotechnik-Gleitlager grundsätzlich in vielen verschiedenen Ausführungen und Varianten. Charakteristische Bauformen sind runde Buchsen sowie Flanschbuchsen, Gleitplatten und Anlaufscheiben. Dabei können die Lager beeindruckende Abmessungen erreichen – Gleitlagerbuchsen mit Durchmessern von 2000 mm sind für den Hersteller keineswegs die Ausnahme. Weit verbreitet in der Hydrotechnik, etwa bei der Realisierung von Kugelgelenk-Kinematiken, sind auch Gleitlager in Kalottenform oder sphärischer Ausführung. Von großer Bedeutung sind gerade in der Hydrotechnik außerdem die hohen Kompetenzen des Oiles-Engineering bei der Entwicklung anwenderspezifischer Sonderlager und individueller Speziallösungen. bec

www.oiles.de

Detaillierte Informationen zu den selbstschmierenden Lagern für Hydroturbinen und Stahlwasserbau:
hier.pro/C8jnz


PLUS

Radial, axial und oszillierend

Im Bereich der selbstschmierenden Gleitlager für die Hydrotechnik gehört Oiles seit mehreren Jahrzehnten international zur Spitzengruppe der Zulieferer. Mit Hochleistungs-Gleitlagern aus Speziallegierungen, innovativen Verbundlösungen und kundenorientierten Sonderentwicklungen stellt sich das Unternehmen hier jeder Herausforderung. Überall auf der Welt sorgen Gleitlager von Oiles in hydrotechnischen Energieanlagen und Bauwerken für Bewegung. Sie machen Schleusentore mobil, gewährleisten die hohe Effizienz von Turbinen, sichern die Funktionalität von Ventilen und vieles andere mehr. Wann immer Lagerkonstruktionen für rotative, oszillierende oder lineare Low-Speed-Anwendungen mit hohen oder sehr hohen mechanischen Belastungen zu realisieren sind, gelten Oiles-Gleitlager als erste Wahl. Auch vor dem Hintergrund des stetig steigenden Kosten- und Wettbewerbsdrucks sind die Gleitlager-Lösungen des japanischen Herstellers eine Alternative zum Einsatz teurer und oft wartungsintensiver Wälz- oder Stahllager.

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