Robuste Technik für vielfältige Anwendungen

Findling-Wälzlager für den Schwerlastbereich

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Bei extremen Einsatzbedingungen, z. B. in Baumaschinen, dem Anlagenbau, der Landwirtschaft oder im klassischen Schwermaschinenbau müssen Wälzlager besonders robust konzipiert sein, um den hohen Belastungen langfristig gewachsen zu sein. Schließlich sind sie hier Staub und Dreck, hohen Temperaturschwankungen, der Witterung und nicht zuletzt Stößen und Vibrationen ausgesetzt. Findling bietet ein umfassendes Sortiment geeigneter Lösungen: So bewähren sich anwendungsspezifisch optimierte Rillenkugellager in Rüttelplatten und belastbare Standardgehäuselager in Blocksteinsägen. Aber auch die robusten Rillenkugel- und Gehäuselager der Xforce-Serie und die innovativen SRU-Einheiten des Herstellers FYH sind speziell für den Schwerlastbereich konzipiert.

Klaus Findling, Geschäftsführer, Findling Wälzlager GmbH, Karlsruhe

Gerade im Bereich der Baumaschinen hat Findling Wälzlager schon viele Sonderprojekte realisiert. So suchte im Jahr 2016 ein renommierter deutscher Hersteller nach geeigneten Wälzlagern für vorwärtslaufende Rüttelplatten der neuesten Generation. Konstruktiv ist dieser Anwendungsfall eine Herausforderung, denn für die verbauten Komponenten entstehen aufgrund der starken Vibrationen hohe Belastungen. Klaus Findling, Geschäftsführer der Findling Wälzlager GmbH, erinnert sich, dass die technischen Anforderungen für die Wälzlager Drehzahlen von bis zu 6000 min-1, Zentrifugalkräfte von bis zu 10 kN pro Lager, Betriebstemperaturen von bis zu +100 °C, vor allen Dingen jedoch extreme Vibrationsbelastungen waren. Gleichzeitig sollte ein in der Herstellung günstigeres Rillenkugellager zum Einsatz kommen. Diese Vorgaben konnte Findling erfüllen, indem ein Standardlager in mehrfacher Hinsicht technisch angepasst wurde.

Gemeinsam mit dem Anwender klärten die Karlsruher Wälzlagerexperten auch noch die Einbaubedingungen ab und machten sich anschließend an die Arbeit. Ein Schwerpunkt des Anbieters liegt auf der optimalen Wälzlagerauslegung. Bei einer professionellen Anwendungsberatung analysiert Findling die Anforderungen der jeweiligen Applikation und schlägt auf Basis von umfangreichen Parameterstudien und Computersimulationen passende Wälzlager vor. Im vorliegenden Fall entschied man sich für ein Rillenkugellager der Supra-Leistungsklasse aus hochwertigen Rohmaterialien, das in Bezug auf die Käfigkonstruktion und die Lagerluft angepasst wurde. Die Karlsruher Wälzlagerexperten entwickelten einen kugelgeführten Messingkäfig, der vibrationsresistent ist, hervorragende Notlaufeigenschaften besitzt und besonders reibungsarm arbeitet. Letzteres hatte auch zur Konsequenz, dass die Gehäusetemperaturen sanken und die Ölschmierung auf Lebensdauer ausgelegt werden konnte – somit sind die Lager wartungsfrei. In diesem Projekt konnten die Findling-Experten unter Beweis stellen, dass sich mit einem individuell angepassten Standardlager eine robuste und kostengünstige Gesamtlösung realisieren lässt.

Robuste Flanschlager trotzen dem rauen Betrieb auf der Baustelle

Aber auch in anderen Baumaschinen kommen Wälzlager von Findling zum Einsatz, z. B. in einer professionellen Blocksteinsäge (vgl. auch KEM Konstruktion 5/2016, S. 60/61). Hierbei handelt es sich um eine leistungsstarke Maschine zum Trennen von Großblocksteinen wie z. B. porosierte Mauerziegel, Bims, Kalksandstein, Gasbeton und Beton. Das vorliegende Modell ist für den Dauereinsatz auf der Baustelle konzipiert und dementsprechend robust ausgeführt – das gilt auch für alle Komponenten wie z. B. die verbauten Gehäuselager des Typs UCFL-206, die in der Blocksteinsäge die Motorwippe und die Schneidwelle lagern. Die Anforderungen dabei sind hoch: Die Schneidwelle wird mit einem Riementrieb vom E-Motor angetrieben. Die Drehzahl beträgt hier 1020 min-1. Auf der Schneidwelle befindet sich ein Flansch zur Aufnahme der Diamant-Trennscheibe mit einem Durchmesser von 650 mm. Diese schneidet im Betrieb den Stein und wird dabei mit Wasser gekühlt. Dabei entstehen Hitze bzw. Kälte, Staub, Schlamm, Vibrationen und Stöße.

Das Gehäuselager des Typs UCFL-206 erfüllt die besonderen Herausforderungen auf ganzer Linie. Die Lagereinheit besteht aus einem Zweiloch-Flanschlagergehäuse des Typs FL-206 und einem passenden Lagereinsatz UC-206 in einer D1-Ausführung. Es handelt sich dabei um ein Flanschlager mit einer zylindrischen Bohrung, das mit zwei Madenschrauben an der Welle befestigt wird. Die D1-Ausführung bedeutet, dass der Anwender das Lager in regelmäßigen Zeitabständen von außen nachschmieren kann. Diese Lösung ist gerade für Sägemaschinen optimal geeignet. Beim Sägevorgang entsteht sehr viel Staub, der in das Innere der Lager eindringen und somit die Lebensdauer drastisch reduzieren kann. Die Nachschmierung kann jedoch Abhilfe schaffen: Bei diesem Vorgang werden Fremdpartikel ausgestoßen und die Lebensdauer durch einen neuen Schmierinhalt deutlich verlängert.

Langlebige Gehäuselager: konstruiert für enorme Belastungen

Findling bietet ein umfangreiches Programm an robusten und gleichzeitig wirtschaftlichen Gehäuselagern. So umfasst auch das spezielle Xforce-Sortiment von Findling besonders langlebige Gehäuselager für den Schwerlastbereich. Diese trotzen auch hohen Belastungen und rauen Umgebungsbedingungen und eignen sich somit z. B. für den Einsatz in Förderstraßen, Baumaschinen, dem Anlagenbau, der Landwirtschaft oder im klassischen Schwermaschinenbau. Für extreme Belastungen der Gehäuse bietet Findling die Ausführung „Extra Solid“ an. Durch eine verstärkte Basis ist das Gehäuse wesentlich unempfindlicher gegen Bruch, die Belastbarkeit erhöht sich um ein Vielfaches. Abgesehen von der robusten Konstruktion wird eine Verbesserung der Lebensdauer vor allem durch den Einsatz von Sonderfetten mit Hochlastadditiven (EP-Zusätzen) erzielt. Diese haben besondere verschleißmindernde Eigenschaften und gewähren einen ausgezeichneten Korrosionsschutz.

Die Kombination aus robuster Konstruktion und optimaler Befettung wirkt sich positiv auf die Lebensdauer der Lager aus: Gemäß repräsentativen Vergleichstests mit ausgewählten Typen konnte gegenüber Premiumprodukten mit handelsüblicher Standardbefettung und Ausstattung eine 6- bis 15-fache Steigerung der Lebensdauer nachgewiesen werden. Klaus Findling erklärt, dass auch die Rillenkugellager der Xforce-Serie und generell alle Produkte des Extreme-Sortiments mit einer überdurchschnittlichen Lebensdauer überzeugen. Bei der Extreme-Serie wird bewährte Lagertechnik auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten – ein Konzept, das ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei kurzfristiger Verfügbarkeit ermöglicht.

Einbaufertige Gehäuselager als Ersatz
für geteilte Stehlager

Ebenfalls für den Schwerlastbereich konzipiert sind die einbaufertigen Pendelrollenlagereinheiten des Premiumherstellers FYH, auch bekannt als Baureihe SRU (Spherical Roller Unit). Statt mehrerer einzelner Komponenten besteht das Lagersystem aus einem fertig installierten Satz aus Lager und Gehäuse aus hochfestem Gusseisen (GGG). Die abgedichteten Lagereinheiten sind mit einem extrem robusten und hoch belastbaren Pendelrollenlager ausgestattet. Im Vergleich zu Standardgehäuselagern sind die Tragzahlen um ein Vielfaches höher. Die Lösung wirkt zudem winkelfehlerausgleichend, bietet einen hohen Drehzahlbereich und gewährleistet extrem hohe Haltekräfte auf der Welle. Eine einzige, bereits vorgefettete Komponente deckt sowohl Fest- als auch Loslagerung ab. Die Montage ist einfach und wenig fehleranfällig. Für eine besonders unkomplizierte und sichere Befestigung sorgt Zlock, ein besonders innovatives Verriegelungssystem. Klaus Findling erläutert, dass die Pendelrollenlagereinheiten ein innovativer Ersatz für geteilte Stehlager sind. In Kombination mit dem neu entwickelten Fett von FYH mit Hochlastadditiven für einen Temperaturbereich von -40 bis +170 °C steht Konstrukteuren eine multifunktionale Alles-aus-einer-Hand-Lagerlösung zur Verfügung.

Vom Sonderlager über spezielle Gehäuselager bis hin zur innovativen Pendelrollenlagereinheit – das Sortiment von Findling lässt gerade im Schwerlastbereich kaum Wünsche offen. Welche Lösung zum Einsatz kommen sollte, hängt immer von der jeweiligen Anwendung ab. Wer sich unsicher ist, sollte sich vom Experten beraten lassen. Schließlich steht auf Baustellen die Sicherheit an erster Stelle – und das gilt nicht zuletzt für die in den Maschinen verbauten Wälzlager. bec

www.findling.com


„Ein Schwerpunkt der
Karlsruher Wälzlagerexperten liegt auf der optimalen Wälzlagerauslegung.“

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