Antriebssystem von Wittenstein für besondere Leistungsanforderungen

Antriebssystem

Antriebssystem von Wittenstein für besondere Leistungsanforderungen

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Gerade drei Jahre ist es her, dass Wittenstein mit dem Galaxie-Antriebssystem eine neue Technologie vorgestellt hat. Seitdem hat sich das Antriebssystem nicht nur im Markt entwickelt, sondern es wurde auch in der Wissenschaft als eine eigenständige Getriebegattung anerkannt, die den Standard-Wellgetrieben durch ihre Funktionsweise „aus Prinzip“ überlegen ist. Mit ihrem Systemkonzept sowie neuen Bauformen erschließt die Gattung Anwendungen mit besonderen Leistungs- und Einbauanforderungen.

Nadine Hehn und Bastian Minke, Vertrieb Start-up Galaxie, Wittenstein, Igersheim

Allgemein verfügbares Wissen oder gar Erfahrungswerte sind bei grundlegend neuen Technologien zu Beginn der Markteinführung eher Mangelware. Bei Galaxie war dies nicht ganz so, denn Wittenstein hatte das Antriebssystem bereits seit 2011 zusammen mit Lead-Kunden in konkreten Maschinenanwendungen eingesetzt und ständig weiterentwickelt. Die letzten drei Jahre mit mehreren hundert Getrieben und Antriebssystemen „im Feld“ haben die zu Beginn genannten Leistungsdaten nicht nur bestätigt, sondern übertroffen. Neben dieser Performanceerweiterung ist die Zuverlässigkeit ein weiterer, wesentlicher Aspekt. Auch hier setzt System durch sein „Null-Verschleiß-Verhalten“ den Standard.

Galaxie – von Anfang an auf Vielseitigkeit ausgelegt

Die Erfahrungen der zurückliegenden drei Jahre – der Phase des Serienhochlaufs – haben die Grundlagen für den Aufbau eines modularen Portfolios geschaffen, das durch verschiedene Bauformen und Varianten neue Anwendungen mit besonderen Leistungs- oder Einbauanforderungen erschließt. Das im ersten Ansatz ganzheitlich entwickelte Antriebssystem Galaxie D (D = drive) ist eine kompakte mechatronische Einheit aus einem speziell entwickelten, permanenterregten Hochleistungs-Synchronmotor und einem Galaxie-Getriebe. Ebenfalls integriert ist eine Wasserkühlung und ein Feedbacksystem – Haltebremse und Sensorik stehen optional zur Verfügung. Das System steht in vier Varianten und fünf Baugrößen zu Verfügung und zeichnet sich durch hohe Kompaktheit und Leistungsdichte aus. Bereits früh hat sich der Wunsch verschiedener Kunden herauskristallisiert, nur das Hohlwellengetriebe Galaxie G (G = gear) zu nutzen und in eigene Motor-Getriebe-Einheiten zu integrieren. Für den Anbau der Servomotoren an das Hohlwellengetriebe verwendet der Hersteller die Standard-Adapterplatten seines Baukastens. Trotz kompakter Bauweise des Aktuators hat sich gezeigt, dass auch eine Winkelversion ihre Berechtigung hat – womit das Galaxie GH (GH = gear hypoid) geboren war.

Neue Varianten auf der
Hannover Messe 2018

Unterschiedliche Varianten, unterschiedliche Baugrößen, kundenspezifische Erweiterungsoptionen – das Portfolio bietet bereits jetzt ein hohes Maß an Flexibilität für zahlreiche Lösungsmöglichkeiten, beispielsweise in Werkzeugmaschinen. Das neue Antriebssystem Galaxie D in Baugröße 085 ist für den Einsatz in Achsen mit besonders hohen Anforderungen an Kompaktheit und Präzision und für Anwendungen konzipiert, in denen weniger das Drehmoment, sondern vor allem hohe Verdrehsteifigkeit und Spielfreiheit gefragt sind. Verglichen mit einen annähernd leistungsäquivalenten Wellgetriebe bietet dieses Antriebssystem neben einer um mehr als doppelt so hohen maximalen Abtriebsdrehzahl, eine fast dreifach bessere Verdrehsteifigkeit. Zudem benötigt es etwa 15 Prozent weniger Bauraum. Das System in Baugröße 085 erschließt dadurch zum einen neue Anwendungen im Lead-Markt Werkzeugmaschinenbau und eröffnet zudem Einsatzmöglichkeiten in neuen Anwendungsfeldern wie beispielsweise im Automotive-Anlagenbau, in der Handhabungstechnik oder in der spanenden Fertigungsrobotik.

Eine weitere neue Variante innerhalb der Produktfamilie ist das Antriebssystem Galaxie DF. Das „F“ steht für flat, flach – und spart im Vergleich zur Variante D bis zu 30 Prozent Baulänge ein. Erreicht wird diese Platzeinsparung durch die Positionierung des Motors, der nicht axial hinter dem Getriebe, sondern radial angeordnet ist. Der Anwender braucht bei keiner der beiden zunächst verfügbaren Baugrößen 110 und 135 auf bekannte, prinzipbedingt überlegene Leistungsmerkmale des „großen Bruders“ zu verzichten – wie beispielsweise hohe Drehmomentdichte, Nullspiel-Kinematik und Null-Schleiß-Verhalten. Von der besonderen Kompaktheit des DF profitieren unter anderem Fräsmaschinen, deren Fräsköpfe (z.B. Gabelfräsköpfe) dadurch insgesamt kleiner gebaut werden können. Zudem lassen sich Konturen jetzt an noch engeren Stellen sowie anspruchsvolle dreidimensionale Formen bearbeiten.

Tor in digitale Services

Neue Möglichkeit ergeben sich außerdem durch die Ausstattung des Antriebssystems mit Sensorik. Dadurch lassen sich künftig Betriebsdaten in eine IoT-Cloud übertragen. Diese können über den gesamten Lebenszyklus des Antriebs, unabhängig von der jeweiligen Steuerung, überall und über sämtliche Endgeräte abgerufen werden. Ob Lead-, Perspektiv- oder Noch-Nischen-Markt – das Galaxie-Portfolio wird für immer mehr Maschinenhersteller und Anwendungen technologisch interessant, weil es die Leistungsfähigkeit aktueller Maschinen verbessert und zugleich Perspektiven für neue Maschinengenerationen schafft. Das System gewährleistet diesen Vorsprung vor allem technologisch. Denn laut Hersteller ist es Fakt : Galaxie ist als prinzipbedingt überlegene Getriebegattung in der Industrie und der Wissenschaft anerkannt. Die entscheidenden Merkmale – dynamisierte Einzelzähne statt starrem Zahnring, tangentialer und vollflächiger Kontakt beim Zahneingriff statt eines deutlich weniger tragfähiger Linienkontakts sowie die neue Lagerausführung mit segmentiertem Außenring – machen es in allen wichtigen technischen Disziplinen um Faktoren besser als bekannte Planeten-, Zykloid-, Exzenter- und Standard-Wellgetriebe.

Mittlerweile hat die Wissenschaft in der universitären Forschung den Nachweis erbracht, dass der Hersteller mit der Logarithmischen Spirale eine neue mathematische Funktion in den Getriebebau eingeführt hat und das Galaxie eine eigenständige Gattung koaxialer Hohlwellengetriebe darstellt. jg

www.wittenstein.de

Details zum Galaxie-Antriebssystem von Wittenstein:

http://hier.pro/qMQL5

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