Für eine sichere Landung Wechselventile von Lee in Notausfahreinrichtungen - KEM

Für eine sichere Landung

Wechselventile von Lee in Notausfahreinrichtungen

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Moderne Verkehrsflugzeuge sind heutzutage mit mehreren redundanten Systemen für eventuelle Notfälle ausgestattet. Aber wie sieht es bei Sport- und kleineren Geschäftsflugzeugen aus? Kann das Fahrwerk im Fall eines Ausfalls über eine Notbetätigung sicher ausgefahren werden? Solche und ähnliche Fragen können dank Lee-Miniaturventilen mit „ja“ beantwortet werden, denn zuverlässige Zusatz-Notausfahreinrichtungen ermöglichen dies.

Jürgen Prochno, Geschäftsführer, Lee Hydraulische Miniaturkomponenten, Sulzbach, und Walter Mayer, Hydraulik-Liftsysteme (HLS), Bruchsal

Gebaut werden diese Notausfahreinrichtungen von dem mittelständischen Unternehmen Hydraulik-Liftsysteme (HLS). 1965 in Bruchsal gegründet, entwickelte sich HLS in den Folgejahren zum Spezialisten für hydraulische Lasten- und Personenaufzüge mit einer großen Fertigungstiefe in diesem Bereich. So produziert man neben den vielfältigen Hydraulikzylindern, Ventilen und Steuerblöcken auch die Elektromotoren für die elektrisch angetriebenen Hydraulikpumpen im Haus.

Der HLS-Gründer Walter Mayer war begeisterter Sportflieger und gab diese Leidenschaft an seine beiden Söhne weiter. Da lag es nahe, das Know-how der Firma mit der privaten Leidenschaft zu verbinden. So war ein zweites Standbein war geboren

Produktion hydraulischer Luftfahrtkomponenten

Seit der Jahrtausendwende arbeitet HLS nun auch im Bereich hydraulischer Luftfahrtkomponenten, wobei anwenderspezifisch fluidtechnische und strukturmechanische Komponenten wie hydraulische Zylinder, Steuerblöcke, Ventile, Motorpumpen, Tanks und Druckspeicher für die Luftfahrtindustrie entwickelt, hergestellt und vertrieben werden. Allein in diesem Bereich sind zurzeit zehn Mitarbeiter beschäftigt, die sich diesen Anforderungen stellen.

Systeme für Fahrwerkshydraulik und Bremsanlagen

Die Betätigungssysteme für Fahrwerk und Bremsanlagen sind bei Kleinflugzeugen im Regelfall nicht komplett redundant ausgelegt. Daher müssen einzelne Zusatzsysteme den Emergency-Fall übernehmen. Die Achillesferse hierbei ist immer die Verbindung der beiden unabhängig funktionierenden Kreise. Zur Zusammenführung des „Normal“- und „Not“-Kreises setzt man seit Beginn auf die bewährten Wechselventile der Firma Lee. Diese müssen im Notfall den fehlerhaften Kreis schließen und den Emergency-Kreis für die Notfunktion freigeben.

Da diese sicherheitskritischen Elemente im Hydrauliksystem kompromisslos zuverlässig funktionieren müssen und meist der Bauraum extrem beschränkt ist, verließ man sich hierbei von Anfang an auf die Miniaturwechselventile von Lee. Diese präzisen Kleinstventile finden sich im Regelfall in Fahrwerkszylindern oder kleinen Ventilblöcken am Bremssystem wieder. Während man bei der Fahrwerkhydraulik meist die federvorgespannten Wechselventile der Baureihe SVBA2810118D verwendet, werden bei Bremsanlagen zur Notbremsversorgung im Regelfall die „Detended Shuttle Valves“ der Baureihe SV-DA2812313D verbaut. Diese nur wenige Gramm schweren Ventile, die mit einem Expansionsstift in die spezielle Formbohrung des Gehäuses montiert werden, bieten eine zuverlässige Funktion über ein sehr anspruchsvolles Anforderungsprofil, das u. a. ein Temperaturspektrum von -54 bis zu maximal +135 °C erfordert.

In der frühen Phase der Entwicklung konnte die Firma Lee Hydraulische Miniaturkomponenten mit den miniaturisierten Hydraulikventilen des amerikanischen Mutterkonzerns The Lee Company entscheidend zur Verkleinerung der Systeme beitragen. So wurde auch hier ein Wechselventil der Serie SVBA eingesetzt, das seine Dienste bereits seit Jahrzehnten in zahlreichen Verkehrsflugzeugen der westlichen Welt sicher erfüllt.

Eine Erfolgsgeschichte seit 1948

Nach erfolgreicher Karriere in der Entwicklung von Kraftstoffreglern für Strahltriebwerke gründete Leighton Lee II im Jahre 1948 die Firma The Lee Company. Eine seiner vielen Erfindungen war der Leeplug-Verschlussstopfen. Dieser eröffnete neue Möglichkeiten in der Konstruktion von Ventilblöcken für Hydrauliksysteme in Flugzeugen und anderen hydraulischen Anwendungsbereichen. Das patentierte Expansionsprinzip erlaubte das effiziente Verschließen von Kreuz- und Hilfsbohrungen ohne Gewindeschneiden und O-Ringe. Bis heute wurden mehr als 200 Millionen weltweit verarbeitet. Im Laufe der Jahre wurde das patentierte Expansionsprinzip auf Präzisionsblenden und Drosseln, Rückschlag- und Überdruckventile, Wechselventile und Filtersiebe übertragen. Im Jahr 1974 kamen die ersten Miniatur-Magnetventile des Herstellers auf den Markt, auf deren Basis die Electro Fluidic Systems Division (EFS) gegründet wurde. Anfangs für die DOD-Printtechnik entwickelt, finden sie heute Anwendung in vielen unterschiedlichen Fluidiksystemen der Medizin, Pharmaindustrie, Chemie und wissenschaftlichen Forschung. Sie sind sehr klein, bis 1200 Hz schnell schaltend, verbrauchen wenig Strom und haben eine hohe Lebensdauer.

Weitere Entwicklungen führten zu einer Gruppe von noch kleineren Ventilen, Mikropumpen und peripheren Komponenten. Diese eröffnen dem Anwender ungeahnte Konstruktionsmöglichkeiten. Die Nachfrage nach innovativen Miniaturkomponenten hoher Qualität und die ständig steigenden Anforderungen an komplexe Hydrauliksteuerungen führten Anfang der 1990er-Jahre zur Entwicklung des Lee-Betaplug-Verschlussstopfens und des Lee-Check-Hochleistungsrückschlagventils. Sie bildeten die Grundlage für die Industrial Micro Hydraulics Division (IMH), die am schnellsten wachsende Sparte des Unternehmens. In kurzer Zeit wurden diese Komponenten weltweit in Anwendungen im Kfz-Bereich, der allgemeinen Industrie, aber auch in der Medizintechnik und im Healthcare-Bereich eingesetzt. Diese drei Grundsäulen des Erfolges gewähren dem Unternehmen auch in schwierigen Zeiten einen sicheren Stand für die Zukunft. bec

www.lee.de

www.liftsysteme.de

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