Digitalisierte Pneumatik Festo erleichtert kundenindividuellen Maschinenbau - KEM

Digitalisierte Pneumatik

Festo erleichtert kundenindividuellen Maschinenbau

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Per Software ‚schaltbare‘ Funktionen bieten dem Maschinenbauer die Chance, variabel auf kundenindividuelle Wünsche einzugehen. Festo hat hierzu mit Motion Terminal die Pneumatik digitalisiert und will mit sogenannten ‚Collaboration Products‘ die Vernetzung in der Industrie 4.0 unterstützen. Über den Product Key ist zukünftig jedes Modul mit seinem digitalen Zwilling verknüpft, was zahlreiche Möglichkeiten eröffnet. Mittels IoT-Gateway ist der Zugriff leicht realisierbar.

Dass Piezotechnologie sowie integrierte Hub- und Drucksensorik Ventile zu Industrie-4.0-Komponenten machen, zeigte Festo eindrucksvoll mit seiner zur Hannover Messe 2017 vorgestellten digitalisierten Pneumatik (siehe KEM Konstruktion 06/2017, S. 60f). Bei Motion Terminal lassen sich Funktionen über sogenannte Motion Apps beeinflussen und variieren. „Das was früher nur durch Ventilwechsel zu erreichen war, lässt sich auf diese Weise nun über Software lösen!“, erläutert Dr. Ansgar Kriwet, Vorstand Sales der Festo AG & Co KG. Gleichzeitig schlage dies die Brücke von der ‚alten‘ Pneumatik zur elektrischen Automatisierung.

Wie sich auf Basis dieser pneumatischen Automatisierungsplattform hochpräzise Mechanik, Sensorik sowie komplexe Steuerungs- und Messtechnik auf engstem Raum vereinen lassen, zeigt exemplarisch das Beispiel des BionicCobots. Ideengeber war hier die Bionik mit der Betrachtung des natürlichen Bewegungsablaufes des menschlichen Arms. Entstanden ist auf diese Weise ein kollaborativer Leichtbauroboter mit pneumatischen Antrieben. Festo will damit zeigen, wie eine ungefährliche und direkte Mensch-Roboter-Kollaboration in Zukunft aussehen könnte und dass ‚pneumatische‘ Roboter eine preisgünstige Alternative zu klassischen Roboterkonzepten darstellen. Die Bewegungen des BionicCobot können je nach Bedarf kraftvoll und dynamisch, aber auch sensibel und nachgiebig geregelt werden, so dass das System selbst im Falle einer Kollision den Menschen nicht gefährdet. „Mit dem richtigen Maß an Automatisierung und der Kollaboration zwischen Mensch und Maschine ist die Produktion in Hochlohnländern wie Deutschland machbar“, fährt Kriwet fort. „Der Roboter ist an dieser Stelle der Partner des Menschen!“

Festo Motion Terminal bietet vor allem auch dem Maschinen- und Anlagenbau Chancen: Mit dem Zuschalten neuer Funktionen über Apps können Maschinenentwickler einen Basis-Maschinentyp erstellen und kundenindividuell variieren. Von Vorteil ist, dass die integrierte intelligente Sensorik für Regelung und Diagnose ‚selbst lernt‘ und Zusatzkomponenten überflüssig macht.

Product Key als Schlüssel zur Industrie 4.0

Für Ansgar Kriwet zeigt dies, dass Festo sich auf sogenannte ‚Collaboration Products’ fokussiert – also Produkte, die Pneumatik und Elektrik verbinden oder Feldgeräte mit der ERP- und Leitebene. „Wir arbeiten dazu intensiv mit anderen Unternehmen im ZVEI sowie bei der Plattform Industrie 4.0 mit, um eine gemeinsame Referenzarchitektur zu schaffen“, ergänzt Dr. Michael Hoffmeister, Management-Experte im neu gegründeten Geschäftsbereich Digital Business bei Festo. „Produkte und Lösungen werden mit Hilfe digitaler Zwillinge in der Verwaltungsschale verankert – womit wir den nächsten Schritt hin zur Interoperabilität machen.“ Das Typenschild enthält mit dem sogenannten ‚Festo Product Key‘ einen Data-Matrix-Code. „Das ist der Schlüssel in die Welt der Industrie 4.0“, so Hoffmeister weiter. Der Product Key wird mit der neu geschaffenen Festo App World verlinkt sein, die den Zugang zu Upgrades und Dienstleistungen für ein spezifisches Element ermöglicht – unter anderem auch zu Apps für Motion Terminal. Der Zugriff kann über das IoT-Gateway CPX-IoT erfolgen, eine erste Lösung, um Komponenten und Module aus der Feldebene über ihre OPC-UA-Schnittstelle sicher mit der Festo Cloud zu verbinden. Das Gateway eignet sich neben Motion Terminal auch für das Energy-Monitoring-Modul MSE6-E2M oder Handling-Systeme, so dass sich Trendanalysen ableiten und Frühwarnsysteme sowie automatische Benachrichtigungen bei Zwischenfällen einrichten lassen.

Lösungen für den Maschinenbau

Für die modulare Handhabungsplattform YXMx bietet Festo bereits eine verkaufsfähige Systemlösung. Sie besteht aus der eigentlichen Kinematik mit Steuerung, den entsprechenden Software-Paketen zu Bewegungsaufgaben sowie dem Condition Monitoring. Eine App ermöglicht darüber hinaus die Cloud-basierte Visualisierung. Realisieren lassen sich mit der Handhabungsplattform präzise Kurvenfahrten zum Bewegen von Werkstücken oder Werkzeugen, geeignet insbesondere für die Elektronik- und Kleinteilefertigung. Ein weiterer Vorteil ist, dass Maschinen- und Anlagenbauer mit dem Systembausatz ihren Engineeringaufwand deutlich senken können. Vordefinierte Funktionsbausteine aus der Software-Library und eine intuitive Applikationsprogrammierung mit dem Sequencer vereinfachen die Programmierung und Inbetriebnahme. Das lässt vor allem Raum und Zeit, sich auf die eigentlichen Kernkompetenzen zu konzentrieren. co

www.festo.de

Vertiefende Details zu Festo Motion Terminal:

http://hier.pro/LbUI0

Messe SPS IPC Drives 2017:

Halle 9, Stand 161

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