Hydraulische oder elektromechanische Systeme: für jeden Zweck die richtige Bremse

Individuell abgestimmt

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Ob Marine-, Verkehrs- oder Fördertechnik, Berg- oder Kranbau, Off- oder Onshore: Bremssysteme von KTR sind weltweit in unterschiedlichen Industrien im Einsatz. In der Windkraftindustrie leisten diese Systeme schon seit über einer Dekade zuverlässige Arbeit; sie gilt als technisch anspruchsvolle Branche und verlangt den Brems- und Verriegelungssystemen alles ab. Hier verfügt der Hersteller über ein umfassendes Wissen, das sich optimal in andere Kernmärkte transferieren lässt.

Exklusiv in KEM Der Autor: Thomas Wienkotte, Leiter Vertrieb Bremsen, KTR Kupplungstechnik GmbH, Rheine

Die Vorgehensweise bleibt dabei immer dieselbe: Die Bremsen werden aufeinander abgestimmt und den individuellen Gegebenheiten jeder Anwendung angepasst. KTR-Bremssysteme sind so ausgelegt, dass sie möglichst flexibel eingesetzt werden können. Dabei ist das Design darauf ausgerichtet, eine Vielzahl von unterschiedlichen Anwendungen mit einer großen Leistungsbandbreite abzudecken.
Kraftvoller Einsatz im westafrikanischen Sierra Leone
Sierra Leone ist reich an Bodenschätzen: Chrom, Diamanten, Gold und Platin. Überdies ruht hier die größte Eisenerz-Lagerstätte Afrikas – möglicherweise der ganzen Welt – mit einem geschätzten Gesamtvolumen von bis zu 12,8 Mrd. t. Ein zentrales Abbaugebiet liegt im Distrikt Tonkolili, im Herzen des Landes. Die hier vorkommenden Bodenschätze könnten Westafrika – neben China, Australien und Brasilien – zu einem wichtigen Rohstofflieferanten für die weltweite Stahlproduktion machen. Bremssysteme von KTR tragen dazu bei, diese Bodenschätze zu fördern.
Starker Antrieb – sanfte Bremsen
Das Fördersystem im Erztagebau von Tonkolili besteht aus einer Überland-Bandanlage von 2,6 km Länge, die über vier leistungsstarke Antriebe in Gang gehalten wird. Das Band transportiert etwa 3500 t/h erzhaltigen Abraum. Eine Last, die kraftvoll bewegt werden will – und bei drohender Gefahr ebenso kraftvoll gebremst werden muss. Pro Förderband greifen daher zwölf KTR-Stop-Scheibenbremsen mit einer Schließkraft von je 150 kN (Gesamtschließkraft 1800 kN). Doch diese Kraft muss dosiert eingesetzt werden. Sonst könnten die Bänder überlastet werden und Schäden mit hohen finanziellen Auswirkungen entstehen. Deshalb kombiniert das Bremssystem KTR-Stop Kraft mit Fingerspitzengefühl. Genauer gesagt: mit dem elektronischen Regelungssystem IntelliRamp. Es gleicht die Soll- und Ist-Werte der Anlage permanent ab: Liegt die Bandgeschwindigkeit unter dem Sollwert, wird die Bremskraft reduziert; liegt sie darüber, wird die Bremskraft erhöht. Dabei stehen drei Bremsszenarien zur Auswahl:
  • Im Regelfall wird durch einen Frequenzumrichter gebremst: Von der IntelliRamp-Regelung überwacht kann das Band innerhalb von 20 s sanft, aber sicher zum Stehen kommen.
  • Ist der Frequenzumrichter überlastet oder durch einen potenziellen Stromausfall ausgefallen, greift die NotStopp-Funktion, die das System binnen 10 s zum Stehen bringt.
  • Im absoluten Notfall wird mit unverzüglichem und ungeregeltem Nothalt gebremst.
Alles in allem funktioniert die Kombination KTR-Stop/IntelliRamp wie ein intelligentes ABS im Auto – nur größer, stärker und flexibler.
Wind und Wetter trotzen
Die Bremsen müssen hart im Nehmen sein. Die klimatischen Bedingungen in Sierra Leone haben es in sich: Hitze, Wind, Sand, Staub und mehr als 4000 l/m2 Regen im Jahr kratzen an den Oberflächen und fressen sich in jede Pore. Deshalb sind alle vitalen Komponenten der KTR-Stop-Bremsen komplett gekapselt und damit bestens für den Einsatz unter rauen Umweltbedingungen gerüstet.
Für jede Anwendung die richtige Bremse
Bremssysteme von KTR stoppen auf dem Festland Bandförderanlagen, Schaufelradbagger und Liftanlagen, aber auch Reclaimer und Stacker. Auf hoher See bremsen sie Seil- und Ankerwinden oder Deckkrane. Und die Azimut- und Rotorbremsen halten Windkraftanlagen selbst bei stürmischem Gegenwind zuverlässig im Zaum. Dabei geht es nicht immer nur darum, große Kräfte zu bändigen. Auch widrige Umwelteinflüsse müssen ausgebremst werden. Um Schlamm, Luftfeuchtigkeit, Salz, Regen, Kälte, Staub oder Hitze zu trotzen, haben die KTR-Ingenieure die Materialien optimiert, den Korrosionsschutz verbessert und die Bremsenauslegung verfeinert.
Optimiertes Design: hohe Kraft bei geringem Gewicht
Jüngst haben die Rheinenser den hydraulischen Bremsen ein umfassendes Re-Design verordnet. In der neuen KTR-Stop-Produktlinie wurde die Technik in vielen Bereichen entscheidend verbessert und somit das Leistungsniveau in eine neue Dimension gehoben. Das einbauraumoptimierte Design der Serie KTR-Stop ermöglicht eine hohe Kraft bei geringem Gewicht – von 1 bis 1400 kN, in aktiver oder in federbetätigter Ausführung. Die kompakten Abmessungen erweitern das Einsatzspektrum und reduzieren gleichzeitig die Transport-, Lagerungs- und Montagekosten. Abgerundet wird das KTR-Stop-Bremssystem mit dem entsprechenden Angebot an passenden Hydraulikaggregaten sowie dem intelligenten Regelungssystem IntelliRamp, das die zuvor beschriebenen Bremsvorgänge präzise ermöglicht.
Elektromechanik ergänzt Hydraulik
Mit der Übernahme der ostwestfälischen EM Brake Systems AG (EMB) hat KTR sein Portfolio an leistungsstarken Bremskomponenten um den Bereich der elektromechanischen Bremssysteme erweitert. Die Bremssysteme der Serie EMB-Stop sind geeignet für Anlagen, die ohne Hydraulik konzipiert wurden. Auf die sonst bei Hydraulikanlagen erforderlichen Wartungsarbeiten kann hier gänzlich verzichtet werden. Die Klemmkraft wird rein auf elektromechanischem Wege erzeugt und kann bis zu 400 kN betragen. Das Besondere bei diesen Bremsen ist der Aufbau der Bremskraft: Sie kann über einen Taster weich und kontinuierlich ansteigend bis zum Erreichen der maximalen Bremsleistung dosiert werden.
Kompetenzzentrum für Bremsen
Zukünftig werden die gesamten Aktivitäten der KTR-Gruppe in Sachen Bremsen, Bremssysteme und Bremskomponenten unter dem Dach der neu gegründeten KTR Brake Systems GmbH konzentriert. Das „KTR Competence Center for Brake Systems“ wird seinen Sitz im ostwestfälischen Schloß Holte-Stukenbrock haben. Neben der Entwicklung und Konstruktion der Komponenten finden hier umfangreiche Funktionsprüfungen der KTR-Stop- und EMB-Stop-Baureihen statt – so z. B. auch in einer speziellen Tieftemperatur-Klimakammer, die Tests bei Umgebungstemperaturen von bis zu -70 °C ermöglicht.
Zwei Systeme aus einer Hand
Mit der hydraulischen KTR-Stop und der elektromechanischen EMB-Stop hat der Hersteller zwei Bremssysteme mit unterschiedlicher Charakteristik im Portfolio. Der Anwender hat die Wahl und bekommt dabei immer eine auf den Einsatzfall individuell abgestimmte Systemlösung. I

Info & Kontakt
KTR
Thomas Wienkotte
Leiter Vertrieb Bremsen
Tel.: 02237 971-796
Detaillierte Informationen zu den Bremssystemen
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