Investition in Mechanikfertigung

Fertig Motors und Beckhoff bauen Motorengehäuse selbst

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Dass ein Motorenbauer und ein Automatisierer in Deutschland eine Mechanikfertigung für Motorengehäuse aufbauen, dürfte eher die Ausnahme sein. Genau das haben aber Fertig Motors und Beckhoff nun getan und am Standort Marktheidenfeld investiert. Das Plus für den Anwender: Motorwellen und Gehäuse für die Servomotoren AM8000 können nun selbst hergestellt werden, was die Umsetzung kundenindividueller Anforderungen erleichtert und vor allem erheblich beschleunigt.

Am 23. Februar 2018 wurde die neue Mechanikfertigung von Fertig Motors offiziell eingeweiht. Fertig Motors ist ein Unternehmen der Beckhoff-Gruppe und entwickelt und produziert am Standort Marktheidenfeld primär Servomotoren für Beckhoff. Interessanterweise lohnt es sich für den Motorenspezialisten und Beckhoff als Automatisierer in Deutschland eine eigene Mechanikfertigung zu besitzen. Die Gründe dafür erläutert Fertig-Motors-Geschäftsführer Dietmar Hamberger: „Nun können wir einen Großteil der bislang zugelieferten Motorwellen und Gehäuse für unsere Servomotoren AM8000 selbst herstellen und damit die Fertigungstiefe und die eigene Assembling-Kompetenz deutlich erweitern.“ Das sei ein wichtiger Beitrag, um den hohen Qualitätsstandard auch bei dem enormen Wachstum des Unternehmens sicherzustellen.

„Eine eigene Mechanikfertigung vereinfacht zudem die möglichst schnelle Umsetzung von individuellen Kundenanforderungen sowie von Prototypen und Innovationsprojekten“, so Hamberger zu weiteren Aspekten der neuen Mechanikfertigung. Spezifische Anfragen von Kunden kann das Unternehmen nun viel schneller umsetzen. Zudem: „Die drei Fertigungsaspekte Versorgungssicherheit, Flexibilität und Schnelligkeit bilden die optimale Grundlage, um bis spätestens 2020 jährlich mehr als 100.000 Servomotoren produzieren zu können.“ Allein in den Bau der Produktionsstätte wurden über 4 Mio. Euro investiert. Entstanden sind dabei 2500 m2 Produktionsfläche und zusätzlich 1000 m2 für Büros und Sozialräume. Hinzu kamen – neben dem personellen Aufbau des erforderlichen CNC-Know-hows – rund 3 Mio. Euro für moderne CNC-Maschinen.

Integrierte Antriebstechnik reduziert Platzbedarf

Von den Vorteilen bei der Gehäusefertigung profitiert auch das zur SPS IPC Drives 2017 vorgestellte dezentrale Servoantriebssystem AMP8000, das vor allem den modularen Maschinenbau adressiert. Der AMP8000 integriert die Leistungselektronik direkt in den Servomotor in sehr kompakter Bauform, wodurch sich der Platzbedarf im Schaltschrank auf ein einziges Koppelmodul reduziert. Im Ergebnis führt dies zu einer signifikanten Einsparung von Material, Platz, Kosten und Montageaufwand. Zudem kann das Koppelmodul über das IP-65-Verteilermodul AMP8805 bis zu fünf dezentrale Servoantriebe AMP8000 ansteuern – und das gesamte System ist kaskadierbar, so dass auch komplexe Systeme mit einfachem Topologieaufbau realisiert werden können. Vorkonfektionierte Anschlussleitungen erleichtern die Logistik erheblich und minimieren die Fehler während der Verdrahtung. Die Kabeltrassen zum Motor und der Montageaufwand werden deutlich reduziert, nicht zuletzt dank der Einkabellösung mit Ethercat P für Ethercat und Power über nur ein Kabel.

Auch die Integration des Antriebs ist beim AMP8000 sehr kompakt umgesetzt worden. Durch das am hinteren Wellenende des Servomotors angebrachte Leistungsmodul sind die Anbaumaße des dezentralen Servoantriebs mit dem der entsprechenden Standard-Servomotoren der AM8000-Baureihe identisch. Lediglich die Baulänge ist um rund 7 cm länger. Für Maschinenbauer bedeutet dies einen nur minimalen zusätzlichen Platzbedarf sowie die Möglichkeit des einfachen Konzeptwechsels – ohne die Notwendigkeit zu konstruktiven Änderungen. co

www.beckhoff.de

Details zu den Servoantriebssystemen von Beckhoff:

hier.pro/nu8YX



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