Schutzeinrichtungen: Trick mit dem Klappdach Sicherheit, auch von oben – KEM
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Sicherheit, auch von oben

Schutzeinrichtungen: Trick mit dem Klappdach
Sicherheit, auch von oben

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Wenn in der Automatisierung Sicherheit gefragt ist, dann kommen oft Maschinenverkleidungen, d.h. zusätzliche Schutzeinrichtungen zur Anwendung. Mit ihrem Dach-Konzept präsentiert die Arno Arnold GmbH eine Art modularen Baukasten zum Thema Dachabdeckungen.

Der Autor: Jürgen Konrad, Verkaufsleitung, Arno Arnold GmbH, Obertshausen

Sicherheit bezeichnet einen Zustand, der frei von unvertretbaren Risiken ist oder als gefahrenfrei angesehen wird. Bei technischen Konstruktionen oder Objekten bezeichnet Sicherheit den Zustand dervoraussichtlich störungsfreien und gefahrenfreien Funktion. Mittelbare Sicherheit bezeichnet dabei Lösungen, mit denen zusätzliche Schutzeinrichtungen eine mögliche Gefährdung abweisen. So unterbinden zum Beispiel Maschinenverkleidungen bei Drehmaschinen eine Gefahr durch die bewegten Teile und verhindern gefährliche Eingriffe von außen.
Ob Fahrzeugbau oder Brotfabrik – viele Funktionen in der Produktion laufen heute vollautomatisch ab. Die Automatisierung dieser Prozesse verbessert die Produktqualität bei gleichzeitig höherer Leistung. Doch wie steht es um die funktionale Sicherheit dieser Systeme zum Schutz von Personen und Umwelt? Sicherheit in der Automatisierung heißt deshalb heute auch, die richtigen, an den jeweiligen Anwendungsfall angepassten Schutzsysteme bzw. flexiblen Schutzabdeckungennzu verwenden. Daraus resultiert die Notwendigkeit der kompletten Einhausung der Maschine.
Größtenteils geht heute der Trend dabei in Richtung optionaler Dachabdeckung, die bei Bedarf mit der ohnehin vorhandenen Rückwand formschlüssig verbunden werden kann. Die Vorteile dabei: Späne, Kühlmittel und Dämpfe lassen sich am Ort ihrer Entstehung bändigen, das Personal ist geschützt und auch der Geräuschpegel sinkt.
Doch es gibt auch Nachteile: Die Werkzeugmaschinen sind oft auf den Zugriff von außen angewiesen, beispielsweise wenn es darum geht, das Werkstück zu wechseln. Bei großen und schweren Werkstücken oder bei verketteten und voll automatisierten Fertigungsstraßen kommen dann auch noch diverse Handlingsgeräte zum Einsatz.
Sichere Schutzabdeckung bringt Licht ins Geschehen
Dazu präsentiert Arno Arnold die freitragende, transparente Dachabdeckung Roover. Sie öffnet als Dach von Werkzeugmaschinen den Zugang zum Arbeitstisch für die barrierefreie Kranbeladung.
Roover ist durchsichtig und lässt jede Menge Licht ins Dunkel des Maschinenraumes. Neben dem ergonomischen Nutzen ermöglicht das dem Anwender, auf lange Sicht auch noch die Kosten für Betrieb und Instandhaltung der Arbeitsraumbeleuchtung zu senken. Die glasklar transparenten Elemente bestehen aus einem thermoplastischen Kunststoff, der eine hohe mechanische Festigkeit und eine sehr gute Chemikalienbeständigkeit bietet. In Verbindung mit den geführten Aluminiumschienen können so frei tragende Breiten von bis zu 6500 mm erreicht werden. Aufgrund der leichtgängigen, kugelgelagerten Führung wird die bewegende Masse nicht zusätzlich durch Gleitreibung erhöht, was sich positiv auf die Genauigkeit des Prozesses auswirkt.
In der Bewegung falten sich die Elemente wie ein Balg zusammen. Dabei bleibt der Lmin pro Falte für alle Breiten gleich gering. An den Rändern sorgen Abstreifbürsten für die Abdichtung zwischen Dachabdeckung und Kabine und schützen zusätzlich die hinter dem Balg liegende Führung vor Verschmutzung.
Der Trick mit dem Klappdach
Hochleistungs-Werkzeugmaschinen sind heute komplett umhaust. Das kommt dem Schutz des Bedienpersonals zugute. Es trägt auch der Tatsache Rechnung, dass Kühlmittel und Späne im Arbeitsraum ständig ihre Flugrichtung und Intensität ändern.
Diese Umhausungen verfügen aber über einen gravierenden Nachteil – immer dann, wenn es gilt, die Maschine umzurüsten und mit mehr oder weniger sperrigen Werkstücken und Vorrichtungen zu beladen. Bei vielen Maschinentypen gelingt diese Beladung am besten von oben. So entstand bei Arno Arnold die Idee mit dem Klappdach. Geschäftsführerin Simone Weinmann-Mang erklärt, wie es funktioniert: „Mit unserer Schutzabdeckung Moover lösen wir den augenscheinlichen Widerspruch zwischen optimaler Dachabdeckung und Kranbeladung ohne zusätzlichen Platzbedarf.“
Während des normalen Betriebs erfüllt das Dach zuverlässig seinen Dienst als Schutzabdeckung. Wird jedoch eine Kranbeladung erforderlich, kann die Abdeckung über einen Drehmechanismus nach oben geklappt werden. So lässt sich der Arbeitsraum an jeder Stelle der Maschine für die Kranbeladung zugänglich machen. Der Antrieb kann entweder in die Abdeckung integriert sein, oder der Anwender kann diesen Part auch selbst übernehmen. Vorteil dieser Lösung: Eine Kranbeladung ist auch mit Dachabdeckung realisierbar.
Licht im Dunkel
Neu bei Arno Arnold ist das Panorama-Dach. Um die Innenraumausleuchtung zu optimieren, wurde ein transparentes Material für die Dachabdeckung entwickelt. So können jetzt vorhandene Lichtquellen von außen in den Bearbeitungsraum strahlen. Vorteil: Eine Innenraumbeleuchtung kann eingespart werden.
Teleskopbleche ohne Faltenbalg
Für Sicherheit und Schutz stehen Schutzabdeckungen ohne Faltenbalg namens Strapano von Arno Arnold. Von besonderem Vorteil ist hier die minimale Länge der Abdeckung im zusammengefahrenen Zustand. Durch die minimierte Anzahl von Teilen und die Reduktion auf wenige Materialien fallen die zu bewegenden Massen sehr gering aus. Strapano erfüllt alle Anforderungen an Zuverlässigkeit, Haltbarkeit, Dynamik, Präzision und Kosten. Besonders interessant ist dabei der modulare Aufbau. Dieser erlaubt einen werkzeugfreien Austausch einzelner Teleskopbleche oder die Verlängerung der Abdeckung.
Zusammenfassung
Bei Dachabdeckungen und Kranbeladung stößt der Konstrukteur auf eine Art Quadratur des Kreises. Arno Arnold präsentiert mit seinem Dach-Konzept eine Art modularen Baukasten zum Thema Dachabdeckungen. Diese können allein als Dach in verschiedenartigen Maschinen oder mit Rückwand oder zur nachträglichen Montage eingesetzt werden. I
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