Sicherheitskupplungen mit gemessenen und dokumentierten Einstellmomenten

Schwarz auf weiß

Anzeige
Moderne, geeichte Montage-Prüfstände stellen mechanische Sicherheitskupplungen vor der Auslieferung exakt auf das geforderte Drehmoment ein. Einstellung und Funktion werden mehrfach geprüft und die Messdaten dauerhaft zusammen mit Auftrags- und Seriennummer archiviert. Ein Prüfprotokoll bestätigt schwarz auf weiß den Lieferzustand jeder einzelnen Kupplung.

Das Mauerstettener Unternehmen Mayr Antriebstechnik setzt bei mechanischen Sicherheitskupplungen nicht nur in Bezug auf Produktbreite und Variantenvielfalt Maßstäbe, sondern auch in puncto Qualitätssicherung. Die Drehmoment begrenzende EAS-Sicherheitskupplungen werden schon seit vielen Jahren im Werk exakt auf Drehmoment eingestellt und geprüft. Im Zuge der Zertifizierung des Unternehmens nach DIN ISO 9001 und dem damit verbundenen Streben nach bestmöglicher Qualitätssicherung wurden auch die nötigen Einrichtungen installiert, um die Messdaten elektronisch zu erfassen, dauerhaft zu speichern und zu dokumentieren. Die komplette Einstellung, Prüfung und Dokumentation läuft auf einem selbst entwickelten und gebauten Montage-Prüfstand ab.

Fallbeispiel Sychronkupplung
Der Monteur übermittelt dem Prüfstand die für die Bearbeitung relevanten Daten. In einem konkreten Fall hatte ein Kunde sieben Kupplungen mit der Bestellnummer 1/453.715.0 in Auftrag gegeben. Damit weiß das System, dass sieben EAS-NC-Synchronkupplungen der Größe 1 mit Tellerfederschichtung .7 zur Einstellung und Prüfung anstehen. Wenn, wie in konkretem Fall, keine Vorgaben zur Drehmomenteinstellung vorliegen, wird auf 70 % vom Nennmoment der Kupplung eingestellt. So errechnet sich bei einem max. Grenzdrehmoment für Überlast von 200 Nm ein Einstellwert von 140 Nm.
Mit der Drehmomentangabe kann die erste Kupplung eingestellt werden. Die Höhe des Drehmoments ist direkt von der Vorspannung der Tellerfedern abhängig, also von der Zustellung der Nachstellmutter. Diese Abhängigkeit nutzt der Prüfstand und dreht die Nachstellmutter bis zu der Position, die dem gewünschten Drehmoment entspricht. Die dafür nötigen Einstelltabellen sind für alle Größen und Typen der einstellbaren Kupplungen im System hinterlegt. Das Drehmoment kann später im Betrieb über die skalierte Nachstellmutter problemlos auf andere Werte geändert werden.
EAS-Sicherheitskupplungen werden im fallenden Bereich der Tellerfeder-Kennlinie betrieben. Das hat einen äußerst positiven Einfluss auf das Verhalten der Kupplung bei Überlast. Übersteigt das Drehmoment durch eine Betriebsstörung oder Kollision den eingestellten Wert, rastet die Kupplung aus, die Tellerfedern werden weiter vorgespannt. Durch den Betrieb im fallenden Kennlinienbereich steigt das Drehmoment nicht mehr an, sondern fällt sofort ab.
Der Monteur erkennt bei der Einstellung am Monitor des Prüfstandes, ob die Tellerfedern korrekt bis in ihren fallenden Bereich vorgespannt wurden. Das Ausrastdrehmoment der Kupplung wird gemessen und zusammen mit den zulässigen Toleranzgrenzen als Kurve dargestellt. Liegt das Ausrastdrehmoment außerhalb der zulässigen Grenzen, korrigiert der Monteur den Wert durch manuelles Verdrehen der Nachstellmutter. In der Regel reichen minimale Korrekturen von wenigen Winkelgraden aus. Hohe Fertigungsqualität mit engen Toleranzen, hochwertige Werkstoffe und gehärtete Funktionsteile sorgen dafür, dass die Abweichungen zwischen den einzelnen Kupplungen sehr klein ausfallen. Mit dem Sichern der Nachstellmutter gegen unbeabsichtigtes Verdrehen ist die Montage und Einstellung der ersten Kupplung abgeschlossen. Anschließend durchlaufen auch die anderen Kupplungen die gleiche Prozedur.
Bei der Überprüfung der Drehmomenteinstellung rastet der Prüfstand jede Kupplung mehrmals in beide Drehrichtungen aus und vergleicht die gemessenen Werte mit der Vorgabe. Wenn das Drehmoment bei allen Ausrastvorgängen innerhalb der zulässigen Toleranz liegt, schließt das System den Einstell- und Prüfvorgang ab. Mit der Eingabe der Seriennummer werden nun Kupplung und Messdaten einander eindeutig zugeordnet und protokolliert. So kann auch noch nach Jahren für jede einzelne Kupplung nachvollzogen werden, wann sie mit welcher Auftragsnummer und mit welcher Drehmomenteinstellung geliefert wurde. Auf Wunsch erstellt das System ein Prüfprotokoll und gibt es als Word-Dokument aus. Es kann aufgrund der dauerhaften Speicherung der Prüfdaten natürlich auch noch nach Jahren abgerufen werden, beispielsweise zur Klärung eventuell auftretender Fragen.
Sicherheitskupplungen KEM 435
EAS-compact KEM 436
Anzeige

Emerson: Pneumatik 4.0

Smartenance

Pneumatik 4.0 bei Emerson im Überblick

Video aktuell

Greiferintegration leicht gemacht: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Top-Thema Spannvorrichtungen

Spannvorrichtungen

Alles über Spannvorrichtungen und welches Einsparungspotenzial sie bieten

Top-Thema Schaltschränke

Alle Infos über den Schaltschrankbau mit seinen Komponenten, Geräten und deren Verdrahtung

Kalender

Aktuelle Termine für Konstrukteure

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de