Laserscanner und Navigationssystem für sichere Flurfördertechnik

Schnell fahren, exakt positionieren

Anzeige
Mehr Wirtschaftlichkeit, mehr Sicherheit, mehr Flexibilität und neue Funktionsmöglichkeiten sind die Vorteile, die das hier vorgestellte Sicherheits- und Navigations-system halb- und vollautomatischen Flurförderzeugen bietet. Fahrerlose Transportsysteme und halbautomatische Gabelstapler können somit Transporte schneller und effizienter durchführen.

Dieser Beitrag stammt aus dem Hause Sick AG, Waldkirch

Nutzungsgrad erhöhen
Dank der funktionsgerechten Umschaltbarkeit der unsichtbaren Bumper, die das Sicherheitssystem PLS erzeugt, können die Fahrzeuge auf geraden Streckenabschnitten schneller fahren, enge Bereiche oder Kurven passieren und zügiger an stationäre Fördermodulen an- bzw. abdocken – unter Gewährleistung eines optimalen Personenschutzes entlang des Parcours. Hieraus resultiert ein besserer Nutzungsgrad der Flurförderzeuge, der ihre Produktivität und Wirtschaftlichkeit um bis zu 50 % erhöhen kann. Hinzu kommt ein Höchstmaß an Flexibilität, die die Entscheidung für Safety Pilot – Komponenten „Sicherheitssystem PLS/LSI“ von Sick, Waldkirch und „Navigationssystem Lazerway“ von NDC ( Särö – Schweden)– zu einer zukunftssicheren Investi-tion macht: neue Fahrwege, neue Haltepunkte und neue Funktionen können der Software des Laserscanners und des Navigationssystems hinzugefügt werden. Dadurch wird ein späterer Fahrzeugeinsatz in einer anderen Umgebung ebenso möglich wie die Erweiterung des Betriebs der Fahrzeuge z. B. auf mehrere Hallen-ebenen.
Palette im Weg!?
Auch neue Handlings-und Überwachungslösungen sind realisierbar. Beispiele hierfür sind der gemeinsam mit Daimler Chrysler Aerospace entwickelte Palettenfinder, die variable Anpassung des PLS-Schutzfeldes beim Transport überstehender Lasten und die Möglichkeiten zur mehrdimensionalen Überwachung des FTS-Parcours, um in den Fahrweg hineinragende Objekte sicher zu erkennen. Weitere Möglichkeiten von Safety Pilot zeigt das Book of Ideas auf, das von Sick und NDC herausgegeben wurde und bei den Unternehmen angefordert werden kann.
Mit Laser aktiv abtasten
Der Sicherheitssystem PLS/LSI ist eine berührungslos wirkende Schutzeinrichtung gemäß Typ 3 für Personenschutz nach EN 61496, die in Fahrtrichtung des FTF liegende Hallenbereiche mit Laser aktiv abtastet und Gegenstände oder Personen zuverlässig erkennt. In einem solchen Fall wird die Geschwindigkeit des Fahrzeuges reduziert oder ganz gestoppt. Das Steuermodul LSI (Laser Scanner Interface) führt – abhängig von der Position, Geschwindigkeit und Beladung des FTS – die funktionsgerechte Umschaltung der unsichtbaren Bumper durch. Dies ermöglicht die sichere Umfahrung ortsfester Hindernisse wie Säulen, Wände oder andere Objekte. Wo sich das Fahrzeug gerade befindet und welchen Fahrweg es zu nehmen hat, erkennt bzw. entscheidet das Lasernavigationssystem Lazerway. Es sendet im 360° – Winkel einen Laserimpuls aus, der von Reflektoren zurückgeworfen, vom Gerät erfasst und als Ortsangabe ausgegeben wird. Diese Daten werden von der Fahrzeugsteuerung zu Navigation genutzt und dienen zum Teil im LSI der streckenabhängigen Umschaltung der Schutzfelder.
Besser ohne Bumper
Die Lasertechnik von Safety Pilot bietet somit sowohl hinsichtlich der Sicherheitstechnik als auch der Fahrzeugführung ein Höchstmaß an Freiheitsgraden: mechanische Schutzsysteme müssen nicht mehr auf das maximal anzunehmende Gefährdungsmoment – hohe Geschwindigkeit mit hoher Last bei engem Fahrweg – ausgelegt werden. Die Fahrzeuge sind durch den Verzicht auf taktile Bumper nicht nur kompakter und wendiger, sondern auch sicherer. Bei Fahrkursänderungen werden neue Streckenabschnitte per Software manuell oder automatisch festgelegt – das teure und aufwendige Verlegen von festen Fahrdrähten oder anderen Hilfsmitteln im Hallenboden zur Fahrzeugsteuerung entfällt vollständig.
Sicherer Transport von 1000 Dach-ziegeln pro Fahrt
Im Freiherr-von-Müller Dachziegelwerk in Görlitz steuert Safety Pilot zwei tonnenschwer und meterhoch beladene, fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) schnell und sicher durch die Produktionshalle. Die mit bis zu 1 000 Ziegeln beladenen Fahrzeuge verbinden das Pufferlager, den Endtrockner sowie die Depalettierstation vor den Brennöfen miteinander. Die Fahrzeugführung erfolgt mit dem Navigationssystem Lazerway, die Fahrwege der „Riesen-FTS“ werden vom Sicherheitssystem PLS/LSI überwacht – beides Systemkomponenten von Safety Pilot.
Aufgabe der Fahrzeuge ist es, in der neuen Produktionsanlage für Tonziegel und Zubehör, z. B. First- oder Abschlussziegel, je einen Stapel mit 1 000 palettierten Ziegeln nach dem Trocknen aus dem Pufferlager aufzunehmen und in einen Dreikammer-Endtrockner zu transportieren. Später werden sie von den Fahrzeugen dort abgeholt und dem automatischen Depalettierer vor den Brennöfen übergeben. Die FTF erhalten ihre Transportaufträge per Funk.
Während der Fahrt orientieren sie sich an Reflektoren, die vom Navigationssystem Lazerway erkannt und in der Rechnersteuerung mit den Daten der Inkrementalgeber der Antriebe sowie des hinterlegten Parcour-Layouts abgeglichen werden.
Das Interface LSI der Laser-scanner PLS, die die Fahrwege vor dem Fahrzeug überwachen, nutzt die Informationen über die Position, Geschwindigkeit und den Beladezustand des Fahrzeuges zum Aktivieren der jeweils erforderlichen Schutz- und Warnfelder. Auf langen Geraden können die Fahrzeuge dadurch mit höherer Geschwindigkeit fahren, in Kurven, Engstellen und beim Andocken wird die Fahrt verlangsamt sowie die Schutz- und Warnfeldfunktionen entsprechend angepasst.
„Die frei fahrenden Transportfahrzeuge sorgen in unserem Werk durch die Verknüpfung der technologischen Grundstufen „Trocknung” und „Brennen” für das flexible Zwischenspeichern und Abarbeiten getrockneter und gebrannter Ware” erläutert Werksleiter Siegfried Brogsitter, die Funk-tion des FTS. ”
Dadurch ist es im Gegensatz zur schienengebundenen Verschiebewagen-Anlage möglich, Maschinen unterschiedlicher Auslastungsgrade gemeinsam zu betreiben. Und sollten sich Aufstellungsorte von Maschinen, Lagerplätzen oder Transportwegen ändern, sind wir ebenfalls flexibel, weil die Lasersysteme der Fahrzeuge einfach umprogrammiert und neuen Gegebenheiten ange-passt werden können.”
Ausführliche Informationen
Safety pilot
KEM 526
Sicherheitssystem PLS/LSI (Sick)
KEM 527
Navigationssystem Lazerway
KEM 528
Internet
Anlagen überdenken
Generell hat der Ersatz von Führungen und mechanischen Bumpern durch die Integration von lasergestützter Navigation und Sicherheitstechnik in fahrerlose Transportfahrzeuge auf die Gesamtauslegung von Anlagen weitreichende Auswirkungen:
n Lager- und Fahrwege sind frei festleg- und optimierbar
n Kurvenradien können enger ausgelegt werden
n Andockstationen an die stationäre Fördertechnik sind einfacher auslegbar
n Übergabespiele können schneller ablaufen
n Schutzfelder an den Fahrzeugen können umgebungs-, aufgaben- und geschwindigkeitsspezifisch ausgelegt und umgeschaltet werden
Anzeige

Emerson: Pneumatik 4.0

Smartenance

Pneumatik 4.0 bei Emerson im Überblick

Video aktuell

Greiferintegration leicht gemacht: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Top-Thema Spannvorrichtungen

Spannvorrichtungen

Alles über Spannvorrichtungen und welches Einsparungspotenzial sie bieten

Top-Thema Schaltschränke

Alle Infos über den Schaltschrankbau mit seinen Komponenten, Geräten und deren Verdrahtung

Kalender

Aktuelle Termine für Konstrukteure

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de