Reglergeneration für gemeinsamen Betrieb hydraulischer und elektromechanischer Achsen Schlaue Kiste - KEM

Reglergeneration für gemeinsamen Betrieb hydraulischer und elektromechanischer Achsen

Schlaue Kiste

Anzeige
Die Tatsache, dass hydraulische Achsen in anspruchvollen Automatisierungsprozessen ihren elektromechanischen Kollegen immens nachstanden, ist längst passé. Das dokumentiert der Elektrohydraulik-Regler Compax 3F. Er nutzt bekannte Industriestandards und vereinfacht damit den Umgang in einem Maß, dass selbst eingefleischte Elektro-Spezialisten ,schwach’ werden können.

Parker Hannifin gilt mit einem Jahresumsatz von 5,8 Mrd. € als weltweit größter Fluidtechnik-Konzern. Das Unternehmen hat mit dem „Compax 3F“ einen Elektrohydraulik-Regler auf den Markt gebracht, der Zeichen setzt. Das Markanteste an ihm ist, dass er auf einer seit Jahren am Markt bewährten Hardwareplattform aufsetzt. Mit „Compax 3“ lassen sich bereits elektromechanische Antriebe regeln. Das gilt sowohl für lineare als auch für rotatorische Einheiten. Durch unterschiedliche Baugrößen und eine integrierte Endstufe können Aktuatoren bis zu einer Stromaufnahme von 30 A direkt angeschlossen werden.

Die hydraulische Variante ist ebenfalls ein Stand-alone-Gerät, das nach dem weit verbreiteten Industriestandard gemäß IEC 61131–3 programmierbar ist. Das lassen vergleichbare Regler am Markt derzeit noch vermissen. Gerade für Praktiker dürfte interessant sein, dass die mit der elektrischen Variante Compax 3 erstellten Programme zu etwa 98 % in das neue, hydraulische Pendant Compax 3F übernommen werden können. Die Regler arbeiten technologieunabhängig.
Industriestandard erhöht Kompatibilität
Durch den Standard IEC 61131–3 ist der Elektrohydraulik-Regler in der Lage, mit unterschiedlichen Programmiersprachen zu arbeiten. Anweisungen können sowohl über grafische Elemente als auch als textbasierte Anweisungen eingegeben werden. Das richtige Platzieren von Funktionsblöcken schafft schnelle und einfache Automatisierungslösungen. Die Basis dafür liefert das Programmiersystem „Codesys“ des Herstellers 3S. Diese Software wird in gleicher Weise von anderen Industrieunternehmen genutzt, die sich auf die Automatisierungstechnik spezialisiert haben, wie zum Beispiel Hersteller von speicherprogrammierbaren Steuerungen oder dezentrale I/O-Klemmen. Der Anwender muss sich also nur in ein Programmiersystem einarbeiten.
Das Regelgerät wurde speziell für sogenannte High-End-Lösungen entwickelt, die häufig über Regelventile mit Onboard-Elektronik wie dem DF-plus von Parker realisiert werden. Der Elektrohydraulik-Regler kann somit neben der Positionsregelung von zwei unabhängigen hydraulischen Bewegungsachsen auch eine Kombination aus Positions- und Kraftregelung verarbeiten. Dies wird gerade in anspruchsvollen Prozessen gefordert, wie sie häufig in der Kunststoffverarbeitung oder bei Fügevorgängen auftreten.
In der industriellen Praxis werden Positions- und Druckregelungen auf Grund gestiegener Genauigkeitsanforderungen zusehends häufiger eingesetzt. Durch den Einsatz moderner Regler, die auch die kombinierte Positions- und Kraftregelung unterstützen, lässt sich die Sicherheit der Maschine steigern. Durch die zusätzlich mögliche Überwachung der Kraftverhältnisse in einem Produktionsprozess erhält die Maschine sofort die Rückmeldung über Störungen.
Umfangreiche Tool-Familie
Eine Besonderheit des Compax 3F bildet die durchgängige Tool-Familie, die dessen Möglichkeiten weiter ausbaut. Damit wird nicht nur die Inbetriebnahme von Automatisierungslösungen vereinfacht, sondern sie unterstützt in der Folge die Arbeit der Instandhaltungsabteilung. Über eine Oberfläche, den C3-Servomanager, kann der Programmierer den Elektrohydraulik-Regler einfach konfigurieren und die Parameter für den angeschlossenen Antrieb eingeben. Der Datenaustausch erfolgt über eine RS232-Schnittstelle am Gerät.
Der Hersteller hat sich an den Anforderungen der Praxis orientiert, wie der integrierte Hydraulikmanager beweist. Hierbei handelt es sich um eine Komponenten-Datenbank, die die Einstellwerte aller Ventile und Zylinder aus dem eigenen Haus enthält. Die Bereitstellung dieser Daten vereinfacht die Auslegung des Elektrohydraulik-Reglers erheblich, weil sie eine automatische Vorparametrierung ermöglicht.
Selbst hier beweist Parker – ebenso wie bei der Wahl des Industriestandards IEC 61131–3 – dass das Unternehmen keine „Closed-Shop-Strategie“ verfolgt. Das heißt, wenn Maschinen- und Anlagenbauer Ventile und Zylinder von Wettbewerbern einsetzen, müssen sie trotzdem nicht auf die Vorteile des Hydraulikmanagers verzichten. Sie müssen nur die entsprechenden Werte für die eingesetzten Komponenten eingeben und speichern. Bei der nächsten Konfiguration eines Reglers brauchen sie diese nur noch auszuwählen und die automatische Vorparametrierung läuft.
Einfaches Clonen reduziert Servicezeiten
Das alles gilt für das erstmalige Konfigurieren eines Reglers für eine bestimmte Automatisierungslösung. Geht es darum, bereits vorhandene Einstellungen auf ein System gleicher Bauart zu übertragen, bietet der Hersteller ein eigenes Parametriergerät dafür an. Dieses Bedienmodul wird auf das RS232-Interface gesteckt, danach lassen sich die Daten auslesen und nach dem Aufstecken auf einen anderen Regler auf ihn übertragen. Gleichermaßen können auch Parameter optimiert und gespeichert werden. Ein solches Arbeiten verkürzt nicht nur Inbetriebnahmezeiten, sondern erweist sich auch später im Betrieb als zweckdienlich. Leuchtet beispielsweise die rote LED am Gerät, setzt der Instandhalter das Bedienmodul auf und kann auf dem zweizeiligen Display die entsprechende Fehlermeldung als Klartext ablesen.
Gerade bei der Inbetriebnahme zeigt sich sehr schnell, wie praxisgerecht und komfortabel der Elektrohydraulik-Regler tatsächlich ist. Der C3-Servomanager besitzt ein integriertes Optimierungstool mit Vier-Kanal-Oszilloskop. Damit kann der Steuerungstechniker während einer Inbetriebnahme selbst ohne die Steuerung Testbewegungen ausführen. Er benötigt lediglich einen Standard-PC.
Durch das Oszilloskop erkennt er unerwünschte Schleppfehler oder die Qualität der dynamischen Positionierung angeschlossener Aktuatoren. Sehr früh können so Optimierungen vorgenommen werden, ohne zusätzliches Mess-Equipment bereitstellen zu müssen. Zur Tool-Familie gehört auch ein Debugger, der die ordnungsgemäße Funktion der Software überprüft. Denn Software spielt eine zentrale Rolle bei der umfassenden Performance des Compax 3F. Hierzu gehört auch ein Kurven-Designer, der die häufig benötigte Funktion Kurvenscheibe elektronisch nachbildet. Der Anwender kann damit seine Aufgabenstellung exakt elektronisch nachbilden und auf den Regler übertragen.
Für Synchronbewegungen ist die Kommunikation einzelner Regler untereinander über den konzerneigenen Heda-Bus möglich. Dabei spielt es keine Rolle, ob gleichartige Regler miteinander gekoppelt werden oder technologieübergreifend elektromechanische und elektrohydraulische. Selbstverständlich funktioniert dies auch über Profibus sowie CANopen. In Vorbereitung befinden sich Devicenet und Power Link.
Elektrohydraulik-Regler Compx 3F KEM 484
Regelventil DFplus KEM 485
C3-Servomanager KEM 486

Das Internetportal für die Fluidtechnik
Anzeige

Video aktuell

Basierend auf dem brandneuen Standard Wireless-IO-Link zeigt Timo Mauderer, Leiter Vorentwicklung bei der Zimmer Group den intelligenten Roboterflansch, der kabelgebundene mechatronische Greifer mit wireless-IO-Link verknüpft und somit eine externe Roboterverkabelung in vielen Fällen überflüssig macht.

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

Top-Thema Spannvorrichtungen

Spannvorrichtungen

Alles über Spannvorrichtungen und welches Einsparungspotenzial sie bieten

Top-Thema Schaltschränke

Alle Infos über den Schaltschrankbau mit seinen Komponenten, Geräten und deren Verdrahtung

Kalender

Aktuelle Termine für Konstrukteure

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de