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Realtime Technology AG, München

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(hn) Faszination ist wohl das richtige Wort, um die Wirkung von Virtual Reality VR zu beschreiben. Szenario: eine Menschentraube steht vor einem Groß-Display mit einem Mercedes SLK als Motiv. Die Darstellung mit perfektem Rendering ist wirklichkeitsnah. Auf Knopfdruck ändern sich Innenausstattung und Farbe des Fahrzeugs. Möglich wird dies durch die Visualisierungssoftware RTT Deltagen, ein Tool zur Aufbereitung komplexer 3D-CAD-Daten für die Echtzeitvisualisierung. Entwickelt und vertrieben wird RTT Deltagen und andere Produkte wie der 3D Webconfigurator von der 1999 gegründeten Realtime Technology AG. Dort arbeiten heute 43 Ingenieure. Über die Firmenphilosophie sprach KEM mit dem Vorstand Dipl.Kfm. MBA Ludwig Fuchs.

KEM: Herr Fuchs, RTT nennt sich Experte für 3D-Visualisierung und Virtual Reality. Was unterscheidet die beiden Begriffe?

Fuchs: VR ist von den beiden der allgemeinere und damit auch der bekanntere Begriff. 3D-Visualisierung als Teilbereich von VR adressiert konkret die Darstellung von vorhandenen Daten, insbesondere 3D-CAD-Daten, in Echtzeit und in möglichst photorealistischer Weise.
KEM: Warum sollten sich Kons-trukteure für VR interessieren?
Fuchs: Eine berechtigte Frage! Es gibt keine Echtzeitvisualisierung ohne 3D-CAD-Daten. Insofern ist der Konstrukteur der Input-Lieferant für den Visualisierer. Anders formuliert: der Konstrukteur kann über die Visualisierung sein eigenes Produkt für benachbarte Bereiche attraktiver darstellen. Ein zweiter Aspekt ist, dass die Visualisierung, die inbesondere in der Kfz-Industrie in großem Stil vorangetrieben wird, die Bedeutung des Konstrukteurs wesentlich verändern wird. Denn die Konstruktionsdaten werden auch an anderen Stellen im Unternehmen mittels Visualisierung weiterverwendet werden können. Damit entsteht die Nutzung der „digitalen Assets“ im Rahmen der Prozesskette. Ein nicht auf VR spezialisierter Konstrukteur wird nicht mit dem weiten Feld VR in Berührung kommen, aber sicherlich über kurz oder lang mit dem Thema Echtzeitvisualisierung, weil sich die Hard- und Software stark weiterentwickelt haben und weiter werden.
KEM: RTT betont die Bedeutung der Echtzeit-Visualisierung. Warum ist Echtzeit so wichtig?
Fuchs: VR war in der Vergangenheit als aufwändige Technologie bekannt. Die dargestellten Bilder müssen in Echtzeit berechnet werden, das heißt, in mindestens zwei Hundertstel Sekunden. VR muss die unmittelbare Echtzeit-Interak-tion mit dem dargestellten Objekt ermöglichen. Konkret heißt das, eine Geometrievariante muss auf Mausklick abrufbar sein. Das gilt genauso für Animationen, wo z. B. die Folgen einer Wanddickenänderung dargestellt werden. Einfach ausgedrückt: bei VR bedeutet Echtzeit eine Darstellung von Objekten mit mindestens 50 bis 60 Bildern pro Sekunde.
KEM: Sind alle CAD-Systeme gleich geeignet, um daraus Daten für VR zu generieren?
Fuchs: Aufgrund des High-end Charakters der Echtzeitvisualisierung ergibt sich natürlich die Folge, dass in der Vergangenheit High-end CAD-Systeme die bes-ten Voraussetzungen für VR gegeben haben. Aufgrund der heutigen, gestiegenen Software-Standards sind zunehmend auch mid-range und low-end Systeme für die Echtzeit-Visualisierung geeignet. Die genannten Systeme besitzen genügend Reserven, um in Echtzeit die aus dem CAD-System generierten Daten verarbeiten zu können.
KEM: Ist VR auch für die Kfz-Zulieferindustrie interessant?
Fuchs: Ja, und zwar unter dem Aspekt, Entwicklungsabläufe zu beschleunigen. Was heute für einen OEM, sprich für einen Kfz-Produzenten, möglich ist, das gilt auch für den Zulieferer. Eine Zusammenarbeit wird sogar zwingend erforderlich sein, weil der Hersteller von dem Zulieferer die entsprechenden Daten einfordern wird. Damit muss der Zulieferer nicht nur einen physikalischen Prototypen liefern, sondern er muss zum richtigen Zeitpunkt auch den geforderten Datensatz parat halten.
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Basierend auf dem brandneuen Standard Wireless-IO-Link zeigt Timo Mauderer, Leiter Vorentwicklung bei der Zimmer Group den intelligenten Roboterflansch, der kabelgebundene mechatronische Greifer mit wireless-IO-Link verknüpft und somit eine externe Roboterverkabelung in vielen Fällen überflüssig macht.

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