Fördertechnik: Komponenten und Module für die Automation

Plug and convey

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Modulare, nach individuellen Bedürfnissen veränderbare Systemkomponenten und autonome, anschlussfertige Module sind der Trend in der automatisierten Fördertechnik. Systemhersteller und Anwender möchten ihre Anlagen aus einem Baukastensystem konfigurieren. Die Neuheiten, die ein führender Anbieter auf der CeMAT zeigen wird, sind ganz auf diesen Trend zugeschnitten.

Der Autor Hans-Werner Bolte ist Key Account Manager der Interroll Fördertechnik GmbH, Wermelskirchen

„Plug and convey“ – anschließen und fördern – war das Entwicklungsziel für die neuen „Modulink“-Fördermodule, welche die Interroll Fördertechnik GmbH auf der CeMAT in Hannover vorstellen wird.
Neue Stufe der Modularisierung
Fertigten Systemhersteller Komponenten wie Förderrollen früher selbst, nutzten sie dann über „Outsourcing“ aber die Ideen und die Entwicklungsleistungen der Komponentenhersteller. Ein wichtiger Schritt war hier die Integration der Antriebe in die Rollen, bei der Interroll führend war. Auf die Modularisierung der Förderrollen folgten Baukastensysteme mit zentraler Steuerung und z.T. offenliegenden Antriebsriemen.
Mit den „New Modulink 30/50“-Förderelementen für leichtes bis mittelschweres Fördergut wird nun die nächste Stufe der Modularisierung eingeläutet (Bild 2). Jedes Modul ist als in sich funktionsfähige Einheit konzipiert, die sich – vergleichbar mit den „Plug and play“-Systemen in der DV und Elektronikindustrie – die sich durch eine einfache Steckverbindung mit allen anderen Modulen der Baureihe verbinden läßt.
Förderrollen: Mehr Leistung im Flüsterton
Für ein solches Fördersystem mit Serienreife wurde auf der darunterliegenden Ebene, d.h. bei den Förderrollen, mit der neuen Driveroll GL – mit sehr gut regelbarem, integrierten bürstenlosen 24V-Gleichstrommotor und ohne Getriebe – durch Interroll ein entscheidender Entwicklungsbeitrag geleistet (Bild 1).
Der Direktantrieb der Driveroll GL sorgt für einen hohen Wirkungsgrad und bietet kompakte Kraft. Dank der neuen Antriebstechnologie bietet die Driveroll GL unabhängig von der Drehzahl ein sehr hohes Drehmoment und entsprechend höhere Fördergeschwindigkeiten. Bei einer Nennstromaufnahme von 5,5 A sind Geschwindigkeiten von bis 1,5 m/s einstellbar.
Im Unterschied zu den bisherigen Driveroll-Generationen bilden der Rollenmantel und der Rotor des E-Motors eine Konstruktionseinheit. Damit dreht sich nur der Rollenmantel, und es entfallen alle sonst üblichen Antriebsgeräusche, die vom Getriebe und von anderen kraftübertragenden Elementen erzeugt werden.
Fördermodule: Eine für alle Fälle
Die neuen Driveroll GL
– erlauben die vereinfachte Konstruktion von Fördermodulen: Mehrere Mitlaufrollen bilden eine von einer zentralen Driveroll angetriebene Zone. Somit kann man auf externe Antriebe, Antriebswellen, Ketten und Riemen ebenso verzichten wie auf Sicherheitsabdeckungen. Das verringert den Wartungsaufwand und spart Platz, da die Antriebe innerhalb des Profils der Fördermodule liegen
– sind sehr flexibel einsetzbar, denn ein und derselbe Rollentyp kann ein sehr viel weiteres Spektrum an Lasten und Geschwindigkeiten abdecken als konventionell angetriebene Förderrollen. Die in 16 Stufen regelbaren Transportgeschwindigkeiten bei einer Last bis 68 kg betragen 0,15 bis 1,5 m/s
– ist auch für anspruchsvollen Anwendungen z.B. in schnellen Kommissioniersystemen, Paket- und Brief-Sortieranlagen sowie Montagelinien bestens geeignet: Für spezielle Anforderungen wie staudruc-kloses Fördern, Reversierbetrieb oder Einzelfreigabe bildet eine im Seitenprofil des Fördermoduls untergebrachte Steuerung die Intelligenz der Driveroll GL.
Modulink-Fördertechnik: Autarke Einheiten
Die neuen Baureihen der Modulink- und Matix-Fördermodule nutzen die Driveroll GL als Antrieb. Die „New Modulink 30/50“-Bausteine (Bild 2) sind autarke, nach dem „Plug and play“-Prinzip voll zusammensteckbare Einheiten mit eigenem Antrieb und eigener Steuerung. Sie erfordern keine Zusatzinstallation und können in bestehenden Anlagen problemlos umgebaut werden. Damit kommt Interroll der Forderung nach flexibler Automation entgegen.
Alle „New Modulink“-Module in einheitlichem Design – neben Schwerkraftbahnen und -kurven gibt es u.a. Ein- und Ausschleusstationen, Stauförderer und Transferstationen (Bild 3) – sind untereinander frei kombinierbar. Typische Elemente konventioneller Fördersysteme wie Antriebe, Antriebsriemen, Verkabelung, Steuereinheiten sind in die Seitenprofile der Module integriert. Auf der CeMAT wird dieses Prinzip auch erstmals für den Palettentransport angewendet: Damit feiern die „New Modulink 80“-Systembausteine Premiere.
Die Intelliveyor-Module aus der Modulink-Baureihe ermöglichen ein staudruckloses Fördern oder eine Block- bzw. Einzelfreigabe. Beim Intelliveyor 30-System, entwickelt für kleine und leichte Güter, treibt eine Driveroll GL die Förderrollen über Zahnriemen an. Eine in die Module integrierte Sensorik sorgt dafür, dass der Motor nur dann arbeitet, wenn tatsächlich Fördergut zu bewegen ist. Das spart Energie.
Auch das Fördern leichter und kleiner Güter bei leichtem Staudruck wird mit der Drive-roll GL erleichtert – das zeigen die neuen Any-Vey 30 Module, bei denen Friktionsröllchen für eine Akkumulation des Fördergutes sorgen.
Matix: Flexibilität für die Automation
Die speziell für das Marktsegment der Automation entwickelten Matix-Baureihen (Bild 4) sind:
– Rollenketten-Förderer ROL-Matix für flexible Montagelinien: Stop-and-Go-Betrieb zum Transportieren, Transferieren, Positionieren etc.
– PLA-Matix-Module mit flexibler Flachkette für Kurven und Neigungen
– Doppelriemenförderer BEL-Matix mit stahlverstärktem Zahnriemen für präzises Positionieren und Kraftübertragung mit hohem Wirkungsgrad infolge einer Spezialbeschichtung und minimaler Reibungsverluste im Staubetrieb
Bei den Matix-Modulen bilden Zahn- und Riemenräder eine kompakte Antriebseinheit mit der Driveroll GL; die „Drive Control“ Steuereinheit ist im Querprofil integriert. Die frei wählbare Geschwindigkeit der Driveroll GL gewährleistet ein breites Anwendungsspektrum der Module, die – genau wie der Modulink-Baukasten – frei kombinierbar sind und über dezentrale Intelligenz verfügen. Sofort nach dem Aufstellen und dem Zusammenstecken der Steckverbinder ist das System einsatzbereit – das wird Interroll auf der CeMAT demonstrieren.
Die neuen „Plug and play“-Fördermodule bieten interessante Möglichkeiten für die flexible Automatisierung, u.a. für die Hersteller von Förderanlagen, von Anlagen der Automations- und Montagetechnik sowie von Verpackungsmaschinen etc. Sie ermöglichen leistungsfähigere Systeme sowie noch größere Flexibilität und höhere Schnelligkeit in der Fördertechnik.
Ausführliche Informationen
Driveroll GL
KEM 523
New Modulink 30/50
KEM 524
Matix-Baureihen
KEM 525
Internet
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