CAD: Standardisierung von Schnittstellen und Datenaustausch mit dem Format JT Offenheit zahlt sich aus - KEM

CAD: Standardisierung von Schnittstellen und Datenaustausch mit dem Format JT

Offenheit zahlt sich aus

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PLM-Lösungen können generell alle produkt-relevanten Prozesse optimieren. Für Visualisierung, Analyse, Optimierung und Austausch von 3D-Geometrie- und Produktstrukturen werden aber immer noch unterschiedlichste Schnittstellen eingesetzt. Eine wesentliche Voraussetzung für effiziente Prozessketten in Fertigungsunternehmen ist deshalb die Standardisierung von Schnittstellen und Datenaustauschformaten.

Abhilfe schafft das von UGS PLM-Software etablierte JT-Format. Daten aus allen gängigen 3D-CAD-Systemen wie „Autocad Inventor“, „Catia“, „Pro/Engineer“ oder „UGS NX“ lassen sich damit in konfigurierbarer Dichte darstellen und mit zahlreichen Zusatzinformationen versehen. Die Weiterentwicklung und Verbreitung wird durch die JT Open-Initiative gefördert, eine gemeinnützige Organisation, zu deren Mitgliedern Industrieunternehmen wie Bosch, Caterpillar, Daimler, Ford, GM, Procter&Gamble, Renault und Siemens, neben UGS PLM-Software aber auch andere Lösungsanbieter wie Adobe, PTC oder SAP sowie Universitäten zählen.

Das JT-Datenmodell benötigt je nach konfigurierter Komprimierung bis zu 90 % weniger Speicherbedarf als Original-CAD-Dateien. Dies spart Übertragungszeit, entlastet die Netzwerke und erweitert den Kreis der Anwender auf mehr Mitarbeiter anderer Abteilungen und Partner. Trotz der reduzierten Datenmenge eignen sich JT-Daten für unterschiedlichste Dinge. Das geht von der Schnittdarstellung, dem Messen und Bemaßen über Kollisionskontrollen oder Bewegungssimulationen zum Digital-Mockup und anspruchsvollen Virtual-Reality-Anwendungen. Einige CAD-Systeme – wie UGS NX und UGS Solid Edge – ermöglichen mit der Direct-Modeling-Funktionalität sogar die effiziente Weiterverarbeitung der JT-Daten aus beliebigen Quellen.
Beim Austausch kompletter digitaler 3D-Produktmodelle konkurrieren verschiedene „Standards“ der Lösungsanbieter, oft zu Lasten der Zulieferer. So erforderte die übergreifende Verwendung und Visualisierung von Konstruktionsdaten bisher in der Regel den zusätzlichen Betrieb des CAD-Systems, mit dem die Daten generiert wurden.
„Offenes“ Format
Anfang 2007 hat UGS PLM-Software das Format JT veröffentlicht. Damit wurde der Weg für ein einheitliches 3D-Format in der globalen Fertigungsindustrie geebnet. „Wir haben das Dokument Version 8.1 – JT File Format Reference evaluiert und bewerten es als eine sehr gut organisierte und umfassende Referenz, die von jedem genutzt werden kann, der das JT-Datenformat lesen oder damit Anwendungen entwickeln möchte. UGS PLM-Software setzt damit seine Politik fort, der Industrie offene PLM-Lösungen anzubieten“, so Professor Dr. Reiner Anderl, TU Darmstadt.
Das sehen auch renommierte Unternehmen der Fertigungsindustrie so: „Die Publikation des JT-Datenformats verstärkt dessen Entwicklungsfähigkeit als langfristigen Datenstandard. Dieser Schritt liefert Daimler die Basis dafür, JT als das 3D-Masterformat zu nutzen, um Produkte digital in PLM-Workflows abzubilden – inklusive visueller Produkttests, einer weltweiten Zusammenarbeit mit den Zulieferern und einer langfristigen Datenarchivierung”, so Alfred Katzenbach, Director of Information Technology Group Research und Mercedes Car Group Development bei Daimler.
„Die Etablierung von JT als weltweitem Standard für 3D-Produktvisualisierung und -kollaboration wird zu einem spürbaren Geschäftsvorteil führen, nicht nur für die Kraftfahrzeugtechnik bei Bosch, sondern für den gesamten Automobilsektor. Wir sind überzeugt, dass mit der Veröffentlichung des JT-Formats alle Voraussetzungen gegeben sind, um dieses Ziel zu erreichen”, meint Gerhard Felten, Executive Vice President Applied Research und Production Technology bei der Robert Bosch GmbH.
JT-Format KEM 531
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