Schutzelemente: Anwendungsspezifisches Engineering integriert Zusatzfunktionen

Multitalente im Maßanzug

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Maßgeschneiderte Schutzelemente sind Multitalente. Sie schützen nicht nur Artikel, sondern erfüllen weitere vorgegebene Funktionen. Aufgabe der Entwickler ist es nun, neue Ideen mit bewährten Lösungen zu kombinieren und den optimalen Kunststoff auszuwählen.

Klein und oft unscheinbar sind Schutzelemente, die in einer Vielzahl von Ausführungen in zahlreichen industriellen Anwendungen verwendet werden. Häufig unterschätzt wird dabei deren Leistungspotenzial, vor allem wenn sie spezielle Vorgaben und Anforderungen des Anwenders erfüllen sollen.

Bei der Entwicklung und Fertigung solcher Multitalente verfügt Pöppelmann über umfassende Erfahrung. Basis dafür ist das Normteileprogramm Kapsto mit über 3 000 Schutzelementen für unterschiedliche Funktionen sowie das bei sehr vielen Sonderlösungen erarbeitete Know-how einer auf Schutzelemente spezialisierten Projektgruppe.
Diese Gruppe konzipiert anwendungsspezifische Schutzelemente, erstellt Funktionsmuster und erprobt sie gemeinsam mit dem Anwender. Zusätzliche Herausforderung ist der Zeitdruck – häufig wird ein Bedarf an Schutzelementen erst erkannt, wenn der Artikel bereits fertig ist.
Grundlage für die Entwicklung eines maßgeschneiderten Schutzelements sind eine Zeichnung des zu schützenden Teils und eine Beschreibung der gewünschten Schutz- und Zusatzfunktionen.
Schutzfunktion plus Qualitätssicherung
Ein auf Hydraulik-Komponenten spezialisiertes Unternehmen stellt seit kurzem eine neue Fluid-Schnellkupplung her. Dabei ist für einen Auflöt-Kupplungsstutzen ein Schutzelement erforderlich, das zwei sehr unterschiedliche Funktionen zu erfüllen hat. Erstens muss es als reiner Transportschutz das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit verhindern. Zweitens ist für das Einrasten der Kupplung ein innen liegender federnder Sicherungsring erforderlich. Das Schutzelement war so zu konzipieren, dass es nur dann im Stutzen hält, wenn der Sicherungsring montiert ist.
Die Lösung war ein Verschlussstopfen mit Außenwulst: Beim Einstecken weitet sich der innenliegende Sicherungsring etwas auf, so dass die Wulst durch den Ring gleitet und sich der elastische Kopfbereich an die Stirnfläche des Stutzens anlegt. Fehlt der Sicherungsring, fällt der Verschlussstopfen aus dem Stutzen heraus. Damit ist die von der Qualitätssicherung geforderte 100%-Prüfung der Montage des Sicherungsrings erreicht.
Entscheidend für die einwandfreie Funktion des Verschlussstopfens sind der geeignete Polyethylen-Typ sowie die genaue Abstimmung von Außenwulst und federndem Kopfbereich. Beim Einstecken ist die Federwirkung notwendig, um die Wulst hinter den Sicherungsring zu schieben. Lässt der Monteur den Stopfen los, federt die Dichtlippe zurück, bis der Sicherungsring an der Hinterschneidung im Inneren des Auflötstutzens anliegt. Die Schaftkontur verhindert beim Demontieren des Stopfens ein Verkanten.
Aufreißlinie zur Demontage
Hat ein Schutzelement seine primäre Funktion erfüllt, muss es leicht zu demontieren sein. Genau dies war eine besondere Herausforderung in einem speziellen Anwendungsfall. Die Aufgabenstellung war es zunächst, den Wellenzapfen einer Bremskomponente beim Lackieren zu schützen. Dazu wird die Lackierschutzkappe zunächst durch einfache Handmontage dichtend auf den Zapfen aufgesteckt. Dann erfolgt der Einbau der unlackierten Komponente in das System. Nach dem Lackieren lässt sich die Kappe im verbleibenden Bauraum nicht mehr axial vom Wellenzapfen abziehen. Damit die Demontage dennoch ohne Schneidwerkzeuge möglich ist, weist sie eine Sollbruchlinie auf. Durch Ziehen an der seitlichen Grifflasche reißt die Kappe zum Kappenboden und weiter ringförmig im Boden auf, so dass sie sich radial herausziehen lässt. Das verwendete Polyethylen muss dabei genügend stabil sein und ein gutes Aufreißverhalten der Sollbruchlinie ergeben.
Weitere Informationen
Normteilprogramm Kapsto
KEM 516
Verschlussstopfen mit Außenwulst
KEM 517
Lackierschutzkappe mit Sollbruchlinie
KEM 518
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