Standardisierte Automatisierungs-Komponenten für individuelle Montage-Lösungen

Mit vereinten Kräften

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Der Sondermaschinenbau befindet sich in einem Dilemma, aus dem er nur durch konsequente Standardisierung in allen Bereichen ausbrechen kann. Einerseits sind besonderes Know how und spezielle Problemlösungs-Kompetenz mehr denn je gefragt, andererseits kann kaum mehr einer die hohen Aufwändungen für die Sonderanfertigungen auf die unter hohem Preisdruck stehenden Produkte umlegen.

Der Autor Reto Diemi ist Leiter Marketing & Vertrieb der United-Components in Huttwil/Schweiz

Die Lösung für den Kunden und somit auch für den Sondermaschinen-Hersteller liegt im perfekten Mix aus Technologie, Know-how und Funktionssicherheit sowie einfachen Lösungen auf der Basis von kostengünstigen und am Markt schnell erhältlichen Maschinenbau-Komponenten. Das ist leichter gesagt als getan, denn gerade die Funktionssicherheit und die technische Verfügbarkeit einer Fertigungs- und Montageanlage hängen ganz entscheidend von der Konzeption, Konstruktion, Genauigkeit, Zuverlässigkeit und dem Service der verbauten System- und Automatisierungs-Komponenten ab. Im Prinzip sollte jeder Konstrukteur nicht auf Billigangebote sondern auf „preiswerte“ sprich „ihren Preis werte“ Komponenten setzen. Sie müssen nicht nur technisch ausgereift sein, eine hohe Funktionssicherheit mit sich bringen und garantiert kompatibel sein, sondern auch die technische Unterstützung und die Versorgung mit Ersatzteilen langfristig bieten.
Preiswerte Komponenten
Das auf die Herstellung von Miniatur-Präzisionslampen für Medizin und Technik spezialisierte Unternehmen Zorn ist seit 15 Jahren verstärkt auch in der Industrieautomation tätig. Hier werden Maschinen für Handling sowie für Montage-, Füge-, Verbindungs- und Prüftechnik für kleine und kleinste sowie insgesamt diffizil-präzise Bauteile gebaut. Sehr dünne Glühdrähtchen und kleinste Lampensockel usw. sind zu handhaben. Da solche Präzisionslämpchen teilweise in sehr hohen Stückzahlen benötigt werden, muss deren Fertigung und Montage so weit wie möglich automatisiert werden. Bei der Realisierung solcher Produktions- und Montagesysteme setzt Zorn vor allem auf leistungsfähige Maschinenelemente und Automatisierungs-Komponenten, wie sie zum Beispiel von der United Components Gruppe produziert und vertrieben werden.
Standard- Komponenten
Zur Motek 2001 erhielt Zorn von OCE Printing Systems eine Anfrage zur Realisierung eines Vollautomaten für die Endmontage eines neuartigen Drahtmoduls für Druckergeräte. Das Modul stellt ein Verbrauchsteil dar, das sechs Jahre lang mit kontinuierlich steigenden Stückzahlen gefertigt werden soll. Es besteht aus einem 660 mm langen, ausgestreckten und mit Glas ummantelten Wolframdraht, dessen Enden abisoliert sind. siebenStück an den beiden Enden zu montierende Einzelteile sorgen für die Halterung, Kontaktierung und isolierte Aufnahme des Drahtmoduls. Ein besonderes Trägerprofil gewährleistet den Transportschutz des Drahtmoduls im gestreckten Zustand bis zum Einsatz im Drucker. Gleichzeitig unterstützt das Trägerprofil den Ein- und Ausbau des Drahtmoduls in das Druckgerät. Die Vollautomatisierung wurde sowohl wegen der hohen Stückzahlen, als auch aus Gründen der Qualität und der Reproduzierbarkeit, über den im Vergleich langen Produktionszeitraum, angestrebt. Die Aufgabenstellung für den Vollautomat lautete wie folgt: Glasummantelten Wolframdraht (Durchmesser 0,3 mm/0,1 mm) ablängen und abisolieren; Ende 1 mit Buchse hinten, Druckfeder, Konusaufnahme und Konusbuchse hinten bestücken; Draht um Konusaufnahme herum biegen; Kappe in Bohrung einpressen; Ende 2 mit Kontaktbuchse, Konusaufnahme und Federkonus bestücken; Draht um Konusaufnahme herum biegen; Innenbuchse der Kontaktbuchse Ultraschall-Schweißen; Drahtmodul komplett in Trägerprofil einsetzen.
Vorzeitige pünktliche Lieferung
Da die Anlage zudem entgegen der anfänglichen Planung schneller zum Einsatz kommen sollte, kam es auch noch darauf an, dass die Lieferanten dabei mitziehen. United Components sechs Mhk-Wendelförderer für die einzelnen Montageelemente sowie die ca. 60 Linear-, Rotations-, und Greifermodule von Afag für das Teilehandling. Zusammen sind das über 90 % aller am Markt für diese Anlage beschafften Handling-Komponenten, was in etwa den hohen Stellenwert der United Components-Produktpalette in den komplexen Montagemaschinen verdeutlicht. Die garantierte Leistungsfähigkeit der Afag- Module minimiert das Betreiberrisiko und bietet dem Anwender die geforderte technische Verfügbarkeit. Gleichzeitig sorgt die Standardisierung für kürzere Durchlaufzeiten in Beschaffung, Konstruktion, Montage und Inbetriebnahme, weil sich alle Beteiligten bestens damit auskennen. Zorn bekommt jegliche technische Unterstützung und kann sich auf die CAD-Konstruktionsdaten voll verlassen. Bezüglich der mhk-Wendelförderer wurden der Technik die geforderten Lagen, Taktzeiten und Endpositionen der unterschiedlichen Bauteile übermittelt. Diese wiederum erteilte Statusberichte über den Produktionsfortschritt. Nach der Funktionsprüfung und der Abnahme konnten die Fördergeräte sofort eingebaut werden.
Mit Hilfe der Technik- und Lieferpartner konnte diese anspruchsvolle Montageanlage innerhalb von nur acht Monaten realisiert werden.
Weitere Informationen
Wendelförderer
KEM 524
Linear-, Rotations-, und Greifer-module
KEM 525
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