Einsatz von Infrarot-Thermografie in der Sportschuh-Entwicklung von Adidas Klima cool, alles cool - KEM

Einsatz von Infrarot-Thermografie in der Sportschuh-Entwicklung von Adidas

Klima cool, alles cool

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Kühle Füße auch unter extremen Bedingungen waren das Ziel, welches sich Adidas bei der Entwicklung des Sportschuhs „Climacool“ gestellt hatte. Und es ist ihm gelungen; nicht zuletzt durch den Einsatz einer Infrarotkamera, welche die sogenannten Hotspots sichtbar gemacht hat.

Professionelle Athleten zufriedenzustellen ist nicht einfach. Sie fordern Sportausrüstungen in bester Qualität, um selbst Topleistungen erbringen zu können. Adidas, einer der führenden Hersteller von Sportschuhen, -kleidung und -equipment ist daher ständig auf der Suche nach neuen Materialien und Designs, um auch den Anforderungen der Anspruchsvollsten Athleten zu genügen. Eine Infrarotkamera von Flir, die Thermacam SC 3000, unterstützt das Unternehmen beim Erreichen dieses Ziels.

Innovationen sichern Marktstellung
Um die erste Wahl vieler Athleten zu bleiben, entwickelt und vermarktet Adidas ständig neue und verbesserte Produkte. Materialien und Designs werden kontinuierlich weiterentwickelt, damit sie den Beanspruchungen unter extremsten Bedingungen standhalten.
„Hier im deutschen Scheinfeld befindet sich das Aidas-Test-Center“, erklärt Labormanager Karsten Westphal. „Bevor neue Modelle auf den Markt gebracht werden, müssen sie umfassend getestet werden, um sicherzustellen, dass sie unseren hohen Qualitätsstandards einhalten.“ Dazu setzt Adidas modernste Bewegungsanalyse- und Kraftmesssysteme ein. Zudem ist eine Infrarotkamera Thermacam SC 3000 Teil der Ausstattung. „Wir haben das Gerät bei der Entwicklung der Climacool-Technologie intensiv eingesetzt“, so Westphal weiter.
Die Grundidee von Climacool ist recht einfach. Durch erhöhte Blutzirkulation und Muskelbewegung kommt es zu größerer Wärmeentwicklung am Fuß. Der Fuß schwitzt. Das ist nicht nur unangenehm, sondern führt auch schnell zu Blasen. „Wir wollten einen Schuh entwickeln, der den Athleten möglichst lange ein komfortables Laufgefühl verschafft, damit er volle Leistung bringen kann“, sagt der Labormanager.
Zunächst wurde untersucht, welcher Teil des Fußes sich am meisten erwärmt. Anhand dieser Erkenntnisse begann Adidas mit der Entwicklung des Climacool-Laufschuhs mit dem Ziel, soviel Wärme wie möglich von diesen Bereichen abzuleiten. Es wurden Vergleichstests zwischen dem Climacool2-, dem Original-Climacool- und einem konventionellen Laufschuh durchgeführt. Dabei kam ein speziell entwickelter „Klimatester” zum Einsatz, um Temperatur und Feuchtigkeit an speziell ausgewählten Bereichen des Fußes während der sportlichen Betätigung zu messen.
Infrarot sieht einfach alles
Die einzelnen Messpunkte des Klimatesters lieferten erste Anhaltspunkte für die Konstruktion des Climacool-Schuhes. Allerdings reichte ihre geringe Zahl nicht aus, um alle benötigten Informationen für die Entwicklung eines optimal kühlenden Laufschuhs zu erhalten. Der Einsatz einer Infrarotkamera war die einzig mögliche Lösung. Karsten Westphal fährt fort: „Nach sorgfältiger Abwägung entschieden wir uns für die Thermacam SC 3000 von Flir. Mit ihrer thermischen Empfindlichkeit von 0,02 °C können wir kleinste Temperaturunterschiede erkennen.“ Das hochaufgelöste Bild mit 320 x 240 Pixel (76 800 Bildpunkte) bietet die Möglichkeit, die Temperatur an mehreren tausenden Punkten zu messen. Das System erzeugt Bilder mit einer Wiederholfrequenz von 50 Hz und sehr kurzen Integrationszeiten, die selbst während des Laufens auf dem Laufband differenzierte Messungen erlauben.
Dadurch kann man unmittelbar sehen, wie der Schuh auf die Temperaturunterschiede am Fuß über eine bestimmte Zeit reagiert. Zudem liefert die gekühlte SC3000 aufgrund des geringen Temperaturdrifts genaue Informationen während Langzeittests. „Mit der Software Thermacam Researcher lässt sich zudem eine ausführliche thermische Analyse der erzielten Ergebnisse durchführen”, freut sich der Adidas-Mitarbeiter.
Climacool: Erfolg dank Infrarot
„Ohne die Hilfe der Thermacam SC 3000 wäre die Entwicklung des Climacool-Konzeptes so nicht möglich gewesen”, erläutert er weiter. „Die von der Kamera aufgezeichneten Bilder liefern Informationen, die wir mit Sensoren nicht hätten erfassen können.” Infrarottechnik hat sich bei Adidas bewährt und wird weiter intensiv genutzt werden, insbesondere bei der Entwicklung optimierter Sportbekleidung bei unterschiedlichen Klimabedingungen. „Unsere Entscheidung für den Kauf der Thermokamera fiel natürlich in erster Linie, damit sie uns bei der Entwicklung von Climacool unterstützt. Aber die Kamera liefert auch sehr schöne Bilder, die wir für Marketingzwecke einsetzen können”, bemerkt Herr Westphal abschließend.
Thermacam SC 3000 KEM 605
Flir-Portfolio KEM 606

Was ist Climacool2?

Bei Climacool2 wird Luft über winkelförmige Schlitze durch den Schuh geleitet. Die Schlitze sind so geformt, dass die Luft in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit den Schuh durchströmt und dabei sowohl die Temperatur als auch die Feuchtigkeit am Fuß reduziert. Climacool2 bietet bis zu 32 % mehr Kühlung für den Fuß als herkömmliche Laufschuhe, wenn ein Athlet 100% Leistung gibt. Zudem nimmt die Wahrscheinlichkeit ab, sich Blasen zu laufen.

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