Kabel mit unterschiedlichem Durchmesser werkzeuglos durchführen

Kleines Detail – große Hilfe

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Kabel- und Steckerdurchführungen an Gehäusen und Schaltschränken sind ein kleines Detail, aber nicht selten für Installateure mit viel Aufwand und Kopfzerbrechen verbunden. Abhilfe schafft das hier vorgestellte neue Steckerdurchführungssystem. Damit lassen sich Kabel mit unterschiedlichem Durchmesser und vorkonfektionierten Steckern werkzeuglos durchführen und mit deutlich geringerem Aufwand befestigen.

Kabel- und Steckerdurchführungen bei Gehäusen und Schaltschränken haben im Wesentlichen zwei Aufgaben: Sie sollen Kabel vor mechanischen Beschädigungen wie Scheuern und Kantendruck schützen und das Eindringen von Fremdkörpern oder sogar Flüssigkeiten verhindern. So vielfältig die Anforderungen sind, so unterschiedlich sind die Lösungen. Herkömmliche Kabeleinführungen sehen dabei wie folgt aus:

Eine Standardlösung für die Einführung von Kabeln mit gleichem Querschnitt stellt zum Beispiel die Einführung im Bodenbereich über Klemmprofile aus PU-Schaum dar. Hierbei wird ein Spalt zwischen zwei Bodenblechen oder einem Bodenblech und der Gehäuseumkantung genutzt, um Kabel auch mit vorkonfektionierten Steckern, einfach in den Schrank einzuführen. Die beidseitig aufgeklebten Klemmprofile (jeweils 30 mm dick) umschließen beim Zusammenschieben der Bodenbleche schonend und dicht die Kabel. Bei sachgerechter Montage kann die Schutzart IP55 eingehalten werden.
Muss dabei die Abdichtung von Kabeln mit unterschiedlichen Durchmessern (mit und ohne Stecker) erfolgen, sind Kabeleinführungstüllen aus Polypropylen eine weitere Lösung. Rittal bietet Kabeleinführungstüllen mit bis 47 mm Kabeldurchmesser an sowie Steckerdurchführungstüllen für Kabeldurchmesser von 8 bis 36 mm. Diese können mit vorgefertigten Kabeleinführungsblechen ganz einfach anstelle eines Bodenbleches montiert werden.
Sind höhere Schutzarten von IP68 bis IP69K gefordert, eignen sich Kabelverschraubungen aus Messing und Polyamid, allerdings ohne die Möglichkeit der Steckerdurchführung. Für besonders hohe Anforderungen beim Einsatz in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie eignen sich hygienegerechte Kabelverschraubungen.
Für die Einführung von starren Leitungen mit großem Querschnitt können spezielle Modulplatten mit Kabeltülle zum Einsatz kommen, die neben einem Abdichtbereich mit einem Durchmesser von 10 bis 65 mm auch höchste Flexibilität bieten. Für den Einbau dieser Modulplatten hat Rittal spezielle Bodenbleche mit Dichtsteg entwickelt, in denen mehrere Modulplatten in unterschiedlichen Ausführungen eingebaut werden können. Neben den Modulplatten mit Tülle stehen Modulplatten mit Ausbrüchen zur Aufnahme von 16- oder 24-poligen Steckverbindern sowie geschlossene Modulplatten zur individuellen Bearbeitung zur Verfügung.
Steckerdurchführung mit mehr Flexibilität
Als Ergänzung zu dem bewährten Kabel-Management wurde jetzt eine neue Steckerdurchführung entwickelt, die sich durch höhere Flexibilität auszeichnet und Mehrfachanforderungen erfüllt. Diese ist modular aufgebaut und besteht nur aus zwei Komponenten – dem Rahmen und dem Dichtmodul. Diese Lösung ist für unterschiedliche Kabeldurchmesser geeignet und bietet dem Anwender eine einfache Durchführung von vorkonfektionierten Leitungen bis Schutzart IP64 nach EN 60 529. Der glasfaserverstärkte Rahmen dieses Systems besteht aus Polyamid. Er wird zusammen mit einer Flachdichtung direkt in den 16- oder 24-poligen Steckverbinderausbruch von Modul- oder Metallflanschplatten montiert. Dies kann wahlweise innen oder außen am Gehäuse erfolgen – je nach Platzverhältnissen und Zugriffsschutz.
Für den Steckverbinderausbruch selbst bietet der Hersteller seinen Kunden innerhalb von sieben Tagen eine individuelle, saubere und schnelle Bearbeitung von Kompaktgehäusen mit passgenauen Löchern und Ausstanzungen an: den „AE Laser-Express“. Die Bearbeitung der Gehäuse erfolgt auf einem 3D-Faserlaser vor der Lackierung. Das sichert einen optimalen Korro- sionsschutz und ermöglicht zudem die Lackierung in allen gängigen RAL-Farben.
Mit der 16- und 24-poligen Steckerdurchführung hat der Anwender die Möglichkeit, bis zu acht, beziehungsweise bis zu zehn Kabel mit unterschiedlichen Durchmessern auf kleinem Raum zu montieren. Dies erfolgt mit Einsteck-Dichtmodulen. Nur ist dies im Grunde keine Montage, wie bei vielen anderen Lösungen, denn das Modul wird nur in den Rahmen eingeklickt und über Klemmbügel rüttelsicher fixiert. Damit ist die Steckerdurchführung gegen Vibration gesichert, das Kabel zugentlastet und nach IP64 abgedichtet. Zusätzliche Teile zum Befestigen werden bei dieser Neuentwicklung nicht benötigt. Somit reduziert sich auch die Lagerhaltung der Bauteile.
Die Einsteck-Dichtmodule aus Polyamid mit 20 x 20 mm sind so konstruiert, dass sie sich problemlos an den konfektionierten Kabeln befestigen lassen. Sie bestehen aus zwei Teilen mit patentierten Dichteinsätzen, die einfach von oben und unten auf das Kabel aufgesteckt werden. Dafür sind weder spezielle Werkzeuge noch Gleit- oder Dichtmittel notwendig. Um die Flexibilität und Planungssicherheit für den Anwender zu erhöhen sind diese Dichtmodule so konstruiert, dass sie einen weiten Klemmbereich abdecken. Nur zwei Größen reichen aus für Kabeldurchmesser von 4 bis 9 mm.
Und das hochflexible Dichtmaterial sorgt dafür, dass die Abdichtung bei den kleinsten Durchmessern einwandfrei funktioniert. So leicht das Montieren der Dichtmodule mit den Kabeln im Rahmen ist, so leicht lassen sie sich auch wieder entfernen. Das ist gerade für Hersteller, die vor der Auslieferung ihrer Produkte noch Testläufe durchführen ein wichtiger Faktor, der viel Zeit einspart. Da die Kabel sicher in den Modulen fixiert sind, verbleiben sie bei einer Demontage auch dort. Dies hat den Vorteil, dass es nicht zu einer Verwechslung der Kabel kommen kann. Die neue Steckerdurchführung eignet sich nicht nur besonders für den Einbau in das TS 8 Schaltschranksystem, sondern auch für alle anderen Gehäuse des System- anbieters. Zur TS-Systemfamilie gehören dabei das Toppult und der CM Kompaktsystemschrank. Die TS 8 Systemplattform bildet insgesamt die Basis für das Programm „Rittal – Das System“. Anwender aus Industrie und IT können auf eine einheitliche Systemplattform sowie auf einen Zubehörbaukasten zurückgreifen und damit die Vorteile des Plattformkonzeptes – wie hohe Flexibilität, schnelle Montage, weltweite Verfügbarkeit und geprüfte Qualität – voll ausschöpfen.
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