Wissenstransfer

KEM vor Ort bei Bayern Innovativ

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Wissenstransfer für die mittelständische Industrie hat sich Bayern Innovativ auf die Fahne geschrieben. Dass sich dabei in einem internationalen Geschäftsumfeld nicht nur Unternehmen aus dem Freistaat angesprochen fühlen sollen, versteht sich. Vom Angebot – Workshops oder Studie, Kongresse, News- und E-Letter – kann jeder Interessierte profitieren. KEM sprach mit dem Geschäftsführer , Professor Dr. Josef Nassauer, über Bayern Innovativ, die Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer des Freistaates Bayern.

KEM: Herr Professor Nassauer, wer verbirgt sich hinter Bayern Innovativ?

Nassauer: Bayern Innovativ, die Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer des Freistaates Bayern wurde 1995 gegründet. Unsere Aufgabe ist es, wissenschaftliche Ergebnisse aufzugreifen und der mittelständischen Wirtschaft zuzuführen. Natürlich entsteht aus einem wissenschaftlichen Ergebnis nicht immer unmittelbar ein neues Produkt, es fließt aber häufig in Neuentwicklung ein. Unsere Aufgabe ist es auch, den Wissenstransfer zwischen Unternehmen auszubauen. So organisieren wir Kongresse wie „Material Innovativ“ in Augsburg. Hier führen wir Wirtschaft und Wissenschaft zusammen zum technologieorientierten Austausch und zur Anbahnung neuer Kooperationen.
KEM: Wer sind die Mitglieder?
Nassauer: Es gibt keine Mitglieder, wir sprechen von Kunden. Da viele Firmen und Institute häufig an unseren Kongressen teilnehmen, bilden sich entsprechende Kundenbeziehungen. Wir haben zudem ein sehr umfangreiches Informa- tionsangebot, wie monatliche News- und branchenspezifische E-Letter, die an etwa 8000 Adressaten weltweit gesendet werden. So haben wir über die Jahre ein Geflecht von Kundenbeziehungen aufgebaut. Mitglieder gibt es nur im „Forum Medtechpharma e.V.“, dessen Geschäftsbesorgung wir durchführen. Bayern Innovativ beginnt jetzt aber, auch in den Clusterstrukturen, die sich gefestigt und etabliert haben, mitwirkende Unternehmen zu überzeugen, einen Jahresbeitrag für unserere Dienstleistung in Aussicht zu stellen. Dadurch haben wir bessere Planungsmöglichkeiten. Schließlich müssen wir zwei Drittel unseres Geldes selbst verdienen.
KEM: Aber wie finanziert sich Bayern Innovativ?
Nassauer: Neben der Staatlichen Grund- und Sonderfinanzierung erwirtschaften wir unsere Einnahmen zum Großteil über Kongresse und Ausstellungen, Gemeinschaftsstände auf Messen oder Studien. Zudem moderieren wir Workshops und Arbeitskreise. Da geht es insbesondere darum, Verbundprojekte zu strukturieren und Partner zusammenzuführen. Hier formulieren wir fallweise auch Projektanträge, zum Beispiel für EU-Förderprogramme.
KEM: Welche Kosten kommen auf einen Teilnehmer eines Ihrer Kongresse zu?
Nassauer: Obwohl wir eine professionelle Organisation sind, sind wir sehr kostengünstig. Zwar sollten wir immer einen kleinen Überschuss machen, aber im Prinzip sind wir eine Non-Profit-Organisation. Deshalb haben wir moderate Preise. So kostet die Teilnahme an einem Kongress wie „Material Innovativ“ nur 320 Euro. Dies ist auch für kleine Unternehmen erschwinglich.
KEM: Bayern Innovativ suggeriert, dass sich Ihr Angebot auf bayrische Unternehmen begrenzt. Ist dem tatsächlich so?
Nassauer: Nein, heute nicht mehr. Wir sind zwar in Bayern verankert und haben damit einen entsprechenden Effekt für bayerische Unternehmen zu erzielen. Aber das lässt sich in einem internationalen Business nur dann erreichen, wenn man auch Teilnehmer von außerhalb Bayerns dazu holt. So kommen 30 Prozent aus dem Bundesgebiet und zehn Prozent aus dem internationalen Umfeld. Mittlerweile haben wir dezidierte Geschäftsbeziehungen in 50 Länder.
KEM: Bedeutet „international“ deutschsprachiger Raum?
Nassauer: Nicht zwingend. Bei „Material Innovativ“ haben wir internationale Teilnehmer nur aus dem deutschsprachigen Raum. Beim Kongress zur Mikrosystemtechnik vor wenigen Wochen gab es Simultanübersetzungen, da Teilnehmer aus zehn Ländern vertreten waren.(df)
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