IP 67-Mouse und Pad für den industriellen Einsatzbereich Induktiv und ohne Kugel - KEM

IP 67-Mouse und Pad für den industriellen Einsatzbereich

Induktiv und ohne Kugel

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Die PC-Technologie zieht verstärkt in industrielle Umgebungen ein, deren empfindliche Elektroniken man durch entsprechende Gehäuse schützt. Gleiches gilt für die PC-Mouse als Eingabeinstrument. Eine IP 67-Mouse erfüllt jetzt diese erhöhten Anforderungen an der Mensch/Maschine-Schnittstelle.

Der Autor Dipl.-Ing. (FH) Reimund Lotz ist tätig im Produktmanagement bei Rittal, Herborn

Komplexe Aufgaben für Automatisierungtechnik werden heute zunehmend durch Softwarelösungen bewältigt. Basierend z. B. auf der Plattform Windows NT werden die Vorteile einer SPS mit denen eines Industrie-PCs verknüpft. Das führt zur Entwicklung von kompakten Automatisierungssystemen, die alle Komponenten eines PCs (Prozessor, Schnittstellen, Monitor und Tastatur) in einem Gehäuse zusammenfassen.
Vielseitige PC-Gehäusesysteme
Industrie-PCs müssen die hohen Anforderungen eines industriellen Umfeldes erfüllen und hundertprozentige Betriebssicherheit gewährleisten. Dafür ist die hochempfindliche PC-Technologie gegen äußere Einflüsse mittels entsprechender Gehäuse zu schützen. Das gilt sowohl für Beanspruchungen wie Staub, Schmutz oder Feuchtigkeit als auch für thermische Beanspruchungen, verursacht durch höhere Außentemperaturen, Prozeßwärme und/oder Verlustwärme. Rittal hat speziell für Flach-Display-Rechnersysteme und auch für Standard PCs, die immer häufiger ihren Platz direkt an der Maschine finden, Gehäuselösungen entwickelt, die neben hohem IP- und EMV-Schutz auch dem Design Rechnung tragen. Flachdisplays unterliegen keiner Standardisierung, d.h. die auf dem Weltmarkt verfügbaren Bedientafeln bzw. Human-Machine-Interfaces (HMI) unterscheiden sich wesentlich in Abmessung, Frontdesign und Einbaubefestigung. Dafür müssen sich Gehäuse flexibel für das jeweilige Display konfigurieren lassen. Deshalb ist das Flachbediengehäuse VIP 6000 von Rittal so entwickelt worden, daß es modular und flexibel ausbaubar ist. Das bedeutet in der Praxis: Der Kunde gibt den Typ der Steuerung an, die er in das Gehäuse einsetzen will und das Gehäuse wird mit den entprechenden Abmessungen gefertigt. Standardmäßig variabel in Tiefe von 185 bis 438 mm ist die Steuerung von vorn das VIP 6000 einsetzbar. Neben den Industrie-PCs werden auch immer mehr Standard-PCs in der Fertigung eingesetzt. Dafür läßt sich mit Hilfe eines PC-Schranks ein normaler Standard-PC auch in industrieller Umgebung sicher unterbringen. Diese Schränke können auch anzusteuernde Peripheriegeräte aufnehmen und sind in beweglichen Leitständen aufstellbar. Ein gutes Schranksystem wie das PC-Schranksystem von Rittal ist dafür flexibel und paßt sich den individuellen Anforderungen optimal an. Die Soft- und Hardware-Komponenten wie Tastatur, Monitor, Rechner und Drucker werden in ihm vor Schmutz, Hitze, Beschädigungen und unbefugtem Zugriff/Diebstahl zuverlässig geschützt.
Eingabegeräte für Mensch/Maschine-Schnittstelle
Dem Eingabeinstrument kommt beim Einsatz von PC-Technologie in industrieller Umgebung eine besondere Bedeutung zu. Das für Eingabe und Navigation auf dem Bildschirm in der Büroumgebung verfügbare Eingabegerät „Mouse“ ist im industriellen Umfeld aus Gründen der Umgebungsbedingungen und Arbeitsplatzgestaltung (Verschmutzung, Positionierung) nicht möglich. Da sich der Trend zum Einsatz von Graphik-Systemen jedoch durchsetzen wird, galt es, geeignete Eingabegeräte zu finden. Nicht alle bisher in industrieller Umgebung verwendeten Eingabegeräte sind auch dafür geeignet.
Viele Geräte-Lösungen wie Touch Screens, Track-Balls und Joy-Sticks können nur eingeschränkt oder gar nicht für graphische Systeme verwendet werden:
n Touch-Screens eignen sich hervorragend zur Eingabe über direktes Anklicken von Buttons. Bewegungsaufgaben wie z.B. Verschieben eines Objektes auf der Bildschirmoberfläche oder Markierung eines Textes bzw. Zeichnen einer Linie sind mittels eines Touch-Screens nicht möglich. Problematisch ist auch die Handhabung in Umgebungen mit hohen Schmutzanteilen wie z.B. in der Nähe von Schweißrobotern, wo sich Schweißpunkte auf dem Bildschirm bilden können oder die Bedienung von Werkern mit Handschuhen erfolgt
n Der Track-Ball hat Nachteile bei Aufgaben, die ein exaktes Führen des Zeigers auf dem Bildschirm erfordern sowie bei allen Eingaben, bei denen ein Betätigungsbutton gedrückt und gleichzeitig die Kugel bewegt werden muß
n Joysticks sind nützlich, wenn ein Objekt (Ziel) auf dem Bildschirm verfolgt werden soll. Bei exakten Positions- und Selektionsaufgaben sind sie aufgrund der unbequemen Handhaltung bei der Bedienung (aufrechte, lockere Faust) nicht brauchbar.
Industrietaugliche IP 67-Mouse
Die Mouse hingegen ist ein ideales Medium für alle Positionierungs-, Drag&Drop- sowie Button-Aufgaben. Ihr bisheriger Nachteil beim industriellen Einsatz einer konventionellen Mouse als Eingabegerät waren drohende Ausfallzeiten infolge der Verschmutzungen von Kugel und Führungsrollen. Mit der induktiven IP 67-Mouse von Rittal steht jetzt ein Produkt zur Verfügung, das ideal für den Einsatz an der Schnittstelle Mensch/Maschine ist. Ob in verschmutzter Umgebung, chemischen Labors, Nahrungsmittelindustrie oder in der Medizintechnik – durch die rundum geschlossene und damit dichte Ausführung funktioniert die Industriemouse mit der hohen Schutzart IP 67 auch bei extrem belasteten Umgebungsbedingungen störungsfrei. Sie ist ohne zusätzliche Treiber unter Windows 3.11, Windows 95/98 sowie Windows NT lauffähig.
Stimmiges Zubehör
Zur sicheren und ergonomisch idealen Anbringung der Mouse mit dem Pad bietet Rittal eine Mousepad-Ablage an. Diese wird seitlich an Bediengehäuse wie das VIP 6000, Bedienpulte und PC-Schränke angebaut. Die Neigung kann stufenlos in einem Bereich von +/- 45° eingestellt werden. Hierdurch ist eine optimale Anpassung an die Ergonomie des Bedieners möglich. Eine Steckerdurchführung für die Anschlußkabel von Mouse und Pad, mit der drei Kabel mit angeschlossenen Steckern in ein Gehäuse eingeführt werden, runden das Zubehör ab. Die Steckerdurchführung mit der Schutzart IP 55 läßt sich in einen Normausbruch (22,0 x 42,0 mm) einfach einklipsen, so daß alle üblichen Anschlußstecker von Tastatur, Mouse etc. verwendbar sind.
IP67 Mouse und Pad
KEM 535
Bediengehäuse
KEM 536
PC-Schränke
KEM 537
Intelligentes Mousepad
Rittals IP 67-Mouse arbeitet ohne Kugel mittels induktiver Wegerfassung. Eine Schutzfolie verhindert das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit in das Gehäuse. Die „Intelligenz“ des Systems liegt im Mousepad, erhältlich in COM-oder PS/2-Ausführung. Als geschlossenes Kunststoffgehäuse findet das Mousepad auf einer ebenen Fläche seinen Platz, zur sicher Fixierung kann es auch direkt auf die Unterlage geschraubt oder eingebaut werden (z.B. in einen Pultdeckel). Die Schutzart des Bedien- bzw. Steuergehäuses wird beim Einbau des Mousepads nicht beeinträchtigt..
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