Getriebe und Winden für Baufahrzeuge, Krane und Bootsbau In der Seiltrommel integriert – KEM
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In der Seiltrommel integriert

Getriebe und Winden für Baufahrzeuge, Krane und Bootsbau
In der Seiltrommel integriert

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Die hier vorgestellten Planetengetriebe finden ihre Anwendungen in Drehwerksgetriebe und in Winden. Die Getriebe und Winden werden nach einem Baukastenprinzip gefertigt. Dabei setzen sich die Getriebe aus bis zu fünf Planetenstufen und unterschiedlichen Zubehörteilen zusammen. Von Baumaschinen bis zum Bootsbau reicht das Einsatzspektrum.

Der Autor Dipl. Ing. Georg Jäggle ist Mitarbeiter der Zollern Vertriebs-GmbH + Co., Herbertingen

Individuell zusammengestellt
Diese Getriebe besitzen Übersetzungen von 13,1 bis 2161 und sind für Drehmomente von 1,87 bis 550 kNm ausgelegt. Der Antrieb erfolgt wahlweise über schnell oder langsamlaufende Hydromotoren, beziehungsweise über Elektromotoren.
Die Antriebsseite ist mit Motorflansch oder freiem Wellenende ausgestattet. Zur zusätzlichen Ausrüstung gehören Rücklaufsperre, Bremse und Umlaufschmierung.
Die Getriebe werden raumsparend in den Seiltrommeln integriert, je nach Größe der Seiltrommel. Dieser Aufbau ist nicht nur platzsparend, sondern schützt zudem vor Verschmutzung und Feuchtigkeit. Die Seilzugkräfte erstrecken sich bei Hub- und Zugwinden von 10 bis 1 000 kN, bei Freifallwinden bis 400 kN. Die Hubwinden besitzen Übersetzungen von 1:13,1 bis 1:625, Zug-und Freifallwinden von 1:16 bis 1:370. Es werden Trommeln bis 2,2 m Durchmesser und 4,5 m Länge gefertigt.
Für die jeweiligen Belastungen ausgelegt
Mit der Fertigung in Modulbauweise kann der Getriebe- und Windenhersteller flexibel auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingehen, ohne dabei auf teure Sonderlösungen zurückgreifen zu müssen. Beim Baukran dient als Antrieb ein Elektrobremsmotor, wobei das Abtriebsritzel des Getriebes in die Kugeldrehverbindung greift. Die Betonpumpen werden häufig durch Hydromotoren angetrieben, mit zusätzlichen, federkraftgeschlossenen Lamellenbremsen am Antrieb.
Auch bei Bohrgeräten kommt es auf die Anwendung an. Die Bohrtisch-Planetengetriebe sind meist zweistufig mit Schalt-Kupplung ausgerüstet. Diese hochbelastbaren Getriebe werden durch einen Ölstrom gekühlt und sind dauerfest ausgelegt.
Damit sind zum Beispiel Schaltsprünge von 1 : 5 für entsprechend hohe Ausschleuderdrehzahlen möglich.
Die Freifallwinden werden bei Seilbaggern, Bohrgeräten und Pipelayers eingesetzt.
Sie zeichnen sich durch kompakte Bauweise und hohe Leistungsfähigkeit aus. Bei geschlossener Freifallbremse hat die Freifallwinde die gleiche Funktionsweise wie jede hydraulisch angetriebene Hubwinde. Das kraftschlüssige Heben und Senken der Last wird durch den Hydromotor gesteuert.
Rettungsbootwinde für alle Einsätze
Die Rettungsmittel bei Schiffen und Fähren sind immer mehr im Blickpunkt. So haben der Germanische Lloyd sowie auch die Solas (Internationale Konvention für „Safety of Life at Sea“) im Jahr 1994 neue Regeln für Rettungsbootwinden geschaffen.
Hierfür wurde eine Rettungsbootwinde, die ZR-Winde, entwickelt, welche die neuen Forderungen mit unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten abdeckt.
Die Winde kann bei folgenden Anwendungen eingesetzt werden:
Aussetzvorrichtungen für
n Bereitschaftsboote
n Rettungsboote
n Rettungsflöße
n mit Seegangsfolge-einrichtung
n Freifallboote
n Kombinationskrane für Proviant und Rettungsmittel
Auf der Basis der weltweit eingesetzten Zollern-Hub- und Freifallwindentechnik wurde ein Windenkonzept für Rettungsmittel entwickelt.
Diese Entwicklung zeichnet sich durch folgende Merkmale und Eigenschaften aus:
n kompakte Bauweise
n im Ölbad laufende Fliehkraft-Lamellenbremse
n Fernauslösung der Fierbremse durch Let-go-System oder durch „stop & go“
n Antrieb wahlweise mit Hydro- oder E-Motor
n Vier Betriebsarten mit Posi-tionshebel schaltbar
n fest montierte Handkurbel, die nur bei den erforderlichen Betriebsarten im Eingriff ist
n integrierter, formschlüssiger Freilauf zur Rückschlagsicherung der Handkurbel
n Seiltrommel wahlweise mit Einfach- oder Mehrfach-Seilwickelsystem bis je 38 m Seilnutzlänge
n Nockenendschalteranbau für Proviant-Kranbetrieb optional
n elektrische Sicherheitsverriegelung bei Handbetrieb
n Typenprüfung und Prüfbescheinigung durch GL
Sicherheit und Komfort im Betrieb
Die im Ölbad liegenden Bremslamellen unterliegen keiner Korrosion oder anderen Umwelteinflüssen. Die Reibwerte, das Bremsmoment und damit die Senkgeschwindigkeiten bleiben über die gesamte Betriebsdauer unverändert. Die großzügig dimensionierte Bremse zeichnet sich durch hohe thermische Belastbarkeit aus. Der Fiervorgang (Tau herablassen) kann dadurch mehrfach wiederholt werden.
Ein neuartiger Fliehkraft-Regelmechanismus ermöglicht bei unterschiedlichen Lasten nahezu gleiche Fiergeschwindigkeiten.
Die eingesetzte Reibpaarung der Lamellenbremse gestattet ein feinfühliges, sicheres Ablassen und Abbremsen der Rettungsmittel in jeder Lage. Die Einleitung des Fiervorganges ist direkt an der Winde oder aus dem Boot heraus möglich. Wahlweise kann im Boot über eine feste Leine (let go) oder „stop & go“ diese Betätigung erfolgen.
Bei „stop & go“ kann die Fiergeschwindigkeit feinfühlig geregelt und das Rettungsmittel gegebenenfalls auch gestoppt werden.
In der Schaltstellung „Motorbetrieb“ ist das Heben und Senken von Lasten mittels Elektro- oder Hydromotor, wie bei konventionellen Hubwinden möglich. Bei Verwendung von Hydromotoren ist eine hydraulisch gelüftete Haltebremse vorgesehen.
In der Schaltstellung „Fieren mit Schwerkraft“ sind die oben beschriebenen Fierfunktionen möglich.
Bei Energieausfall sind zwei Schaltstellungen für Hand-betrieb wählbar: Hieven der vollen Nennlast mit langsamer Geschwindigkeit oder hieven von kleinen Lasten (Leerhaken) mit größerer Geschwindigkeit. In diesen beiden Schaltstellungen ist kein Motorbetrieb möglich.
Planetengetriebe
KEM 600
Hubseilwinden
KEM 478
Drehwerkgetriebe
KEM 479
ZR-Winde
KEM 480
Für Baumaschinen ausgelegt
Die unterschiedlichsten Baumaschinen, angefangen bei Baukran und Seilbagger über Bohrgerät bis hin zur Betonpumpe besitzen Drehwerksgetriebe und Seilwinden in verschiedenen Ausführungen. Dies hängt zum Beispiel von der Größe der Maschine und somit von den auftretenden Kräften und Drehmomenten ab sowie vom jeweiligen Antrieb und Sicherheitsanspruch.
Aus diesem Grund fertigt Zollern in Herbertingen seine Getriebe und Winden nach dem Baukastenprinzip. Dabei setzen sich die Getriebe aus bis zu fünf Planetenstufen und unterschiedlichen Zubehör- und Gehäuseteilen zusammen. Eine zusätzliche Stirnrad-Eingangsstufe für zwei, drei oder vier Antriebsmotoren ist möglich.
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