Dichtsysteme für fluidtechnische Anwendungen auf der 13. Int. Sealing Conference

Globale Herausforderung

Die Autorin Dipl.-Ing. (FH) Angela Scheufler ist Redakteurin der KEM Für die 247 Teilnehmer der 13. ISC war mit Sicherheit für jeden etwas unter den 46 Fachvorträgen dabei
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Die 13. ISC, International Sealing Conference, fand vom 5. bis 6. Oktober in der Universität Stuttgart statt. Das Thema der Tagung „Dichtungstechnik – eine globale Herausforderung“ bewegt derzeit fast alle Branchen. Somit hatten die Veranstalter den „Nerv der Zeit“ getroffen, was auch die hohe Teilnehmerzahl von 245 bestätigte.

Die Veranstalter der 13. Dichtungstagung waren wie zwei Jahre zuvor der Arbeitskreis Fluiddichtungen des VDMA unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Werner Haas vom Institut für Maschinenelemente in Stuttgart. Zwar wurden die zahlreichen Referate führender Unternehmen der Branche unter dem zentralen Thema „Dichtungstechnik – eine globale Herausforderung“ abgehalten, inhaltlich gingen sie jedoch kaum auf diese uns alle beschäftigende Entwicklung ein. Das tat der Qualität der 46 Vorträge allerdings keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil – denn die Teilnehmer wollten dort bestimmt nicht die Weltwirtschaft analysieren, sondern vielmehr wissenschaftliche und praktische Anregungen bzw. Lösungswege sowie technische Entwicklungsberichte für ihre Arbeit bekommen. Hier schließt sich dann auch der Kreis und man kann das Thema gelten lassen, denn: Nur wer technisch die Nase vorn hat, wird sich der globalen Herausforderung stellen können.

Aufgezeigte Trends
Die Tagung wurde in die Themenbereiche Wellendichtungen, statische Dichtungen, translatorische Dichtungen, Entwicklungsmethodik, Dichtungswerkstoffe und Werkstoffcharakteristik aufgeteilt. Nachfolgend soll auf besonders interessante Vorträge eingegangen werden:
Dipl.-Ing. Bernhard Richter vom O-Ring-Prüflabor Richter, Großbottwar, berichtete über Unzulänglichkeiten der O-Ring Norm DIN 3771, die durch die fortschreitende Globalisierung ausgelöst wurden. Die DIN 3771 helfe dem durchschnittlichen Anwender nicht weiter, weil er fast keine Chance habe, einen guten von einem schlechten O-Ring zu unterscheiden. Dass hier Veränderungen im Zuge der Globalisierung nötig sind, bestätigte auch die anschließende Diskussion im Konsortium.
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Kreiselmaier von Freudenberg, Weinheim, zeigte u. a. den Entwicklungstrend hinsichtlich der Permeation (Transport von gasförmigen oder flüssigen Stoffen durch Materialien festen Aggregatzustands) elastomerer Dichtungswerkstoffe auf: Anwendungen, die eine niedrige Permeation in Kombination mit niedrigen Einsatztemperaturen (-40 °C) erfordern, benötigen neue Konzepte der elastomeren Dichtungswerkstoffe. Der Mehrschichtaufbau bzw. eine funktionelle Beschichtung der Dichtungen seien ein möglicher Ansatz hierzu. Mit ihr ließen sich neue, anspruchsvolle Anwendungsgebiete für elastomere Werkstoffe erschließen.
Dipl.-Ing. Rudolf Walter von Weiss Spindeltechnologie, Schweinfurt, sprach über die Rolle der Dichtungssysteme in schnell drehenden Hauptspindeleinheiten: Ein fehlerfrei arbeitendes arbeitsseitiges Dichtungssystem einer Hauptspindel sei für die einwandfreie Funktion der Spindeleinheit eine wesentliche Grundvoraussetzung. Die Erprobung von Bürstendichtungen in dieser Anwendung habe gezeigt, dass der Bauraum deutlich verkleinert und aufgrund eines kürzeren Kragarms, die Spindelstabilität im Fräsprozess gesteigert werden konnte.
Selbst überzeugen
Natürlich kann in diesem kurzen Beitrag nicht mal annähernd die Bandbreite der interessanten Vorträge dargestellt werden. Der Tagungsband einschließlich CD-ROM kann für 140 % unter ralf.stemmjack@vdma.org bestellt werden. Oder Sie schauen einfach mal selber rein auf der nächsten Tagung, die vom 10. bis 11. Oktober 2006 wieder in Stuttgart stattfinden wird.
Weitere Informationen
Dichtungen
KEM 614
13th ISC Sealing Conference
KEM 615

VDMA Arbeitskreis Fluiddichtungen
E-Markt
Dichtungskonferenz
Internationale Dichtungsmesse
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