Sanfter Start für AC-Asynchronmotore inklusive Prozessvisualisierung

Gesteigerte Lebenserwartung

Softstarter DM 4 zum sanften Start von AC-Asynchronmotoren
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Der Drehstrom-Asynchronmotor hat sich seit seiner Erfindung als die beste Lösung für Antriebsaufgaben durchgesetzt. Bei einem Direktstart entsteht ein hoher Anlaufstrom und Momentenschlag. Um diesen zu reduzieren, wurden Anlaufschaltungen entwickelt, die ab ca. 5,5 kW eingesetzt werden bzw. weil die Energieversorger dann meist strombegrenzende Maßnahmen fordern.

Der Autor Dipl.-Ing. Rainer Günzel ist Mitarbeiter der Moeller GmbH, Bonn

Allen Anlaufschaltungen gemeinsam ist eine Reduzierung von Anlaufstrom und Anlaufmoment, jedoch haben alle einen Schaltpunkt in die letzte Stufe. Dieser Schaltpunkt führt zu einem zwar verringerten, doch immer noch heftigen Strom- und Drehmomentenschlag. Durch die kontinuierliche Veränderung der Motorspannung kann der Softstarter einen Drehstrommotor sanft starten, d.h. der Strom steigt langsam an, das Drehmoment zeigt keine Sprünge. Der Softstarter DM4 von Moeller verfügt zusätzlich über eine Strombegrenzung, so dass ein vorgegebener Stromwert beim Start nicht überschritten wird. Durch die Momentenreduzierung wird die mechanische Belastung der Maschine reduziert. Dadurch werden Wartungsintervalle verlängert und somit Kosten gespart.
Einfache Hand-habung
Anstelle vieler Parametereinstellungen gibt es auf dem DM4 einen schlichten Drehschalter, mit dem eine von zehn vorgegebenen Applikationen gewählt wird. Diese Einstellung veranlasst die Änderung aller erforderlichen Parameter, angefangen von den Start- und Stoppzeiten über die Startspannung und die Kick-Start-Einstellung bis hin zu einigen Steuerwort-Bits. Werden da-rüber hinaus Feinanpassungen erforderlich, kann der Anwender diese manuell durchführen. Dazu kann eine Bedieneinheit aufgesteckt werden. Diese hat eine Klartextanzeige mit zwei Textzeilen, mehrere Statusindikatoren sowie acht Tasten für die Bedienung. Alternativ zur Bedieneinheit steht eine serielle Schnittstelle zur Verfügung. Diese ermöglicht die Bedienung über einen PC mit einer komfortablen Windows-Software.
Kontrolle bei der Prozessvisualisierung
Es gibt zwei Alternativen zur Kommunikation. Die eine ist die klassische über digitale Signale und Analogausgänge zur Messwertanzeige. Die andere Möglichkeit ist die Vernetzung.
Für die klassische Lösung bietet die Softstarterreihe vier frei programmierbare potentialfreie Relaiskontakte. Darüber hinaus gibt es zwei Analogausgänge 0 bis 10 V, die ebenfalls frei programmierbar sind. Strom, Zündwinkel und cos-phi sind nur einige der möglichen Anzeigewerte.
Für die Vernetzung werden die gleichen Optionen wie beim Frequenzumrichter-Programm genutzt. So stehen auch beim Softstarter die Busanschaltungen für Suconet-K, Profibus-DP und den Interbus zur Verfügung. Im Verbund mit anderen Automatisierungsgeräten können detaillierte Informationen über Gerätezustände, Parametereinstellungen, aktuelle Istwerte und Fehlermeldungen abgefragt werden.
Geräte wie der DM4 bieten eine Vielzahl von Daten für die Visualisierung, angefangen vom Stromwert hin über aktuelle Parametereinstellungen bis hin zu einer Vielzahl von Status-informationen. Was bei Fre-quenzumrichtern schon lange Praxis ist, ist nun auch mit Softstartern möglich – volle Kontrolle bei der Prozessvisualisierung.
Überwachungs-funktionen im Detail
Die Reihe DM4 deckt den Leistungsbereich von 7,5 bis 900 kW ab. Die einbaute Motorschutzfunktion schützt den Motor auch im Dauerbetrieb. Überlast (z.B. bei blockierter Maschine) und Unterlast (z.B. bei Keilriemenriss) werden sicher erkannt und können durch den Softstarter gemeldet werden. Zur vollständigen Überwachung des Motors ist auch ein Thermistoreingang vorhanden. Auch hier ist die Gerätereaktion einstellbar.
Ausführliche Informationen
Sanftstarter DM4
KEM 501
Frequenzumrichter DF4
KEM 502
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