Geschäftsführer Rand Technologies GmbH, Ellwangen Gast der KEM: Wilfried Fakner - KEM

Geschäftsführer Rand Technologies GmbH, Ellwangen

Gast der KEM: Wilfried Fakner

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Spontaneität ist seine Sache: Wilfried Fakner muß keine Sekunde überlegen, um auch kritische KEM-Fragen zu beantworten. Quasi als „Isicad-Urgestein“ hat Fakner 15 Jahre Firmengeschichte miterlebt und mitgeprägt, seit 1989 als Geschäftsführer. Richtungsweisend für das Ellwanger Unternehmen war 1994 der Firmenzusammenschluss mit dem CAE-Technologie- und Service-Anbieter Rand mit Hauptsitz in Toronto.

Das Interview führte Herbert Neumann, Red. KEM

Das unter dem Brand Rand worldwide agierende Unternehmen gilt als einer der größten value added reseller im Pro/E- und Catia-Umfeld. Das Catia Know-how sitzt in diesem Fall hauptsächlich bei dem mit Rand zusammengeschlossenen Systemhaus Transcat in Karlsruhe, welches unabhängig agiert.
KEM: Herr Fakner, laut eigener Aussage ist Rand worldwide der führen-de System-Integrator im Pro/E-Umfeld. Worauf basiert dieser hohe Anspruch?
! Fakner: Dieser Anspruch stützt sich einmal auf die Aussage von PTC und auf den Fakt, dass Rand das weltweit einzige formaltätige Unternehmen im Systemintegrationsbereich mit Pro/Engineer ist. Rand hat weltweit 90 Niederlassungen und es gibt kein anderes Unternehmen, das sich in dieser Ausprägung mit Pro/Engineer beschäftigt. Die von Rand realisierten Umsätze sind zum großen Teil im Pro/Engineer-Bereich anzusiedeln. Das ist auch die Darstellung, wie PTC mit Rand zusammen ihre gemeinsame Business-Line dokumentieren.
KEM: Zur Definition von Rand: Ist Ihr Haus Technologielieferant und Dienstleister zu gleichen Teilen?
!Behnisch: Nach unserem Selbstverständnis möchten wir nicht Lieferant sein, sondern Partner, d.h., wir wollen unsere Kunden verstehen. Verstehen, welche Ziele zu erreichen sind und dann die Lösung bieten. Dass Produkte geliefert werden oder Wissen in Form von Dienstleistungen übermittelt wird, ist lediglich ein untergeordneter Part. Im Mittelpunkt soll das zu erreichende Ziel beim Kunden stehen, das wir als messbare Größe möglichst vom Kunden mitgeteilt bekommen. Daraus definieren wir die notwendige Leistung. Im Idealfall beginnt das mit einer Dienstleistung, nämlich der Analyse was gebraucht wird und, was vorhanden ist. Aus der Differenz ergibt sich dann, was noch an zusätzlichem Wissen erforderlich ist. Oft beginnt das mit zusätzlicher Technologie, möglicherweise mit Hardware als Plattform und Software als Erweiterung.
KEM: Rand bietet online einen Technical Support member services an. Lassen sich Kunden in Deutschland dort registrieren?
! Fakner: Es ist auch für uns noch ein recht neuer Service, den wir unseren Kunden bieten. Leider ist die Resonanz aus Deutschland noch nicht so hoch, wie wir uns das wünschen. Wenn ich die Zahl der deutschen Kunden bedenke, liegt die Anzahl der registrierten Kunden deutlich unter dem, was den Satz ausmachen sollte. Wir werden den Service weiter propagieren, denn er bietet eine sehr interessante Möglichkeit sich zu informieren: Tipps, Tricks und praxisnahe Unterstützung. Das Angebot geht weit über das hinaus, was eine Hotline mit begrenzter Ressource an Mitarbeitern bieten kann. Hier kann man sich über die Datenbankrecherche zusätzliche Informationen holen.
KEM: Welche Strategie verfolgt Rand in puncto Workshops? Was kommt neben PDM- und Mold-Seminaren in Zukunft noch dazu?
! Behnisch: Der Faktor Zeit ist heute bereits zum Engpass-faktor geworden, der sich zukünftig noch verschärfen wird. Der Konstrukteur wird immer weniger Zeit haben. Wir möchten ihm helfen, dass er die ihm zur Verfügung stehende Zeit optimal ausnutzt. Daher werden wir in Zukunft Workshops und Seminare unter dem Arbeitstitel people power zu diesem Thema anbieten. Die Überzeugung ist, dass Technologien allein nichts bewegen, sondern die Menschen, die die Prozesse zu bewältigen haben und dafür Technologie nutzen. Konkret haben wir mit Workshops begonnen, die sich mit der Einführung eines 3D-Systems beschäftigen. Wir referieren sehr offen darüber, welche Erfahrungen wir in den letzten 15 Jahren gemacht haben, wobei wir auch über Probleme sprechen. Außerdem weisen wir darauf hin, was im Vorfeld an Auswahl beachtet werden sollte, um hinterher nicht in Probleme zu laufen.
KEM: Rand bietet – im Gegensatz zu anderen Systemhäusern – auch Hardware-Lösungen an. Gehört das zum Selbstverständnis von Rand?
!Fakner: Im Vordergrund steht natürlich das Ziel des Kunden und die Gesamtlösung, da gehört Hardware als Teil einfach dazu. Die Hardware ist die Plattform auf der alles läuft und die sich sehr dynamisch verändert. Dem Kunden kann sie vor allem Zeitvorteile verschaffen, die ohne großen Zeiteinsatz seitens des Kunden zu erreichen sind. Ob wir diese wirtschaftlich beschaffen können, hängt sicherlich von dem kritischen Volumen ab. Betrachten wir unseren weltweiten Beschaffungsmarkt, verkaufen wir für etwa 100 Millionen Euro Hardware. Damit ist das Geschäft für uns wirtschaftlich.
KEM: Hat sich der Vorteil, den ein Pro/E-Anwender hat, in den letzten zwei Jahren von der Konstruk-tion hin zur EDM/PDM verschoben?
!Behnisch: Lässt man die letzten zwei Jahre Revue passieren, ist unverkennbar, dass die Firma Parametrics mit ihrem neuen Produkt Windchill auch entsprechende Entwicklungskapazitäten gebunden hat. Was jetzt aber passiert ist – mit 2000 i beginnend, mit 2000 i R2, im Januar 2000 fortgesetzt, ist eine deutliche Verbesserung der Bedienoberfläche und Funktionalität von Pro/Engineer. Die Software ist heute auf einem Stand, welcher die Modellierung und Entwicklung sämtlicher Teile zulässt. Ob das jetzt von der Oberfläche so schön aussieht wie bei dem einen oder anderen Wettbewerber, lassen wir mal dahingestellt. Fakt ist, die Entwicklungsmannschaft arbeitet mit Hochdruck an Pro/Engineer. Bezüglich der Umsatzgröße ist es auch immer noch das Kernprodukt der Firma PTC.
KEM: Was unterscheidet ein High End – vom Mid-Range-CAD-System?
! Fakner: Ein High End System ist in der Lage, auf einer einheitlichen Datenbasis sämtliche Prozesse abzudecken, die in der Produktentwicklung eines Unternehmens ablaufen. D.h., ob es um Blechteile oder um Kunststoff-Spritzgussteile geht, spielt keine Rolle. High End ist eine technologische Gesamtlösung. Mid-Range deckt Aufgaben bis zu einer gewissen Komplexität ab. Um Spezialbereiche zu behandeln, muss sehr schnell auf Drittlösungen zugegriffen werden, so dass immer wieder die Schnittstellen-Thematik auftaucht.
Rand Worldwide
– Gegründet 1986, Hauptsitz ist Toronto, Canada
– Über 13 Jahre CAx-Kompetenz
– Seit 1993 an der Börse (TSE-300 Index, Kürzel RND)
– Erster börsennotierter Systemintegrator mit transparenter Struktur für den Kunden
– ISO 9001 zertifiziert
– Zielmarkt: CAD/CAM/CAE-PDM und Umfeld
– Weltweit größter Value Added Reseller im Zielmarkt
– Über 90 Niederlas-sungen, davon 47 in Europa
– Ca. 1200 Mitarbeiter weltweit, davon 550 in Europa
– Umsatz 1998 über 360 Mio. DM
– Über 60% Kunden-Folgegeschäfte
– Mehr als 25 000 international betreute Anwender
Ausführliche Informationen
Pro/Engineer
KEM 401
Rand-VAR-Portfolio
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