Einzelschaltschrank und Sockelsystem für mehr Flexibilität bei der Montage Frischer Wind - KEM

Einzelschaltschrank und Sockelsystem für mehr Flexibilität bei der Montage

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Dass in Sachen Schaltschranktechnik immer noch deutliches Innovationspotenzial steckt, zeigen gleich zwei hier vorgestellte Lösungen. Mit Neuentwicklungen bei Einzelschränken und Sockelsystemen bringt der Hersteller jetzt frischen Wind in den Maschinen- und Anlagenbau. Im Vordergrund steht ein gesteigerter Anwendernutzen beim Schaltschrankausbau durch noch mehr Flexibilität und schnellere Montage.

Exklusiv in KEM Autoren: Matthias Müller, Leiter Produktmanagement Modular Enclosures und Hans-Robert Koch, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, beide Rittal GmbH & Co. KG, Herborn

Sollen Schaltschränke als Stand-Alone-Lösungen zum Einsatz kommen, bieten Einzelschränke deutliche Vorteile. Allerdings mussten Anlagenbauer dabei auf die bislang gewohnte Ausbauvielfalt, wie sie Anreihsysteme ermöglichen, verzichten. Diesen Nachteil räumt Rittal jetzt aus. Mit seinem neuen Einzelschrank SE 8 gewährt der Hersteller volle Systemkompatibilität zu seinem Topschranksystem TS 8 – und damit höchstmögliche Ausbauvielfalt und deutliche Kostenvorteile in einer Lösung.
Einzelschaltschränke kommen in vielen Bereichen der Industrie und der Gebäudetechnik zum Einsatz. Typische Anwendungsfelder finden sich beispielsweise bei kompakteren Maschinen und Anlagen sowie Einzelmaschinen, deren Energieverteilungs- und Automatisierungskomponenten sich in einem einzelnen Schaltschrank unterbringen lassen. Im Gegensatz zu Anreihschränken mit Rahmengestell und abnehmbaren Seitenwänden ist der Korpus des SE 8, der aus zwei Seitenwänden und Dach besteht, aus einem Stück Stahlblech gefertigt. Für den einfachen Zugang zum Schrank ist die Rückwand verschraubt ausgeführt. Am integrierten Bodenrahmen lassen sich Kabeleinführungslösungen wie beim Anreihsystem TS 8 verwenden. Türen und Sockel des SE 8 sind ebenfalls aus dem TS 8-Programm übernommen.
Systemprogramm erhöht Ausbauvielfalt
Die Integration in die TS 8-Systemplattform bedeutet vor allem, dass die Profile für den Innenausbau identisch mit denen der Anreihschränke sind. Der Vorteil für den Anwender: Das umfangreiche Systemzubehör, das Rittal für den Topschrank anbietet, lässt sich nun auch problemlos in die neuen Einzelschränke einbauen. Das Spektrum reicht von der Schaltschrankleuchte bis hin zu Klimatisierungslösungen. Auch der neue Schaltschranksockel „Flex-Block“, den der Anwender in einem Bruchteil der sonst erforderlichen Zeit montieren kann, lässt sich für den SE 8 einsetzen. Musste ein Kunde, der sowohl Einzelschränke als auch Anreihschränke verwendet, in der Vergangenheit stets für beide Varianten unterschiedliche Zubehörteile bevorraten, lässt sich die Vielfalt der Teile im Lager jetzt deutlich reduzieren.
Da beim SE 8 der Gehäusekorpus und das Profil aus einem Blech geformt sind, können zum einen die Kosten des Produktes gesenkt werden, zum anderen entfallen für den Anwender sowohl das Handling als auch die Montage von seperaten Seitenwänden. Speziell in großer Breite bietet der SE 8 hohe Einsparpotenziale. So lässt sich anstelle von zwei bis drei angereihten Schränken auch ein einzelner Schrank verwenden. Zur weiteren Kostensenkung trägt ein automatischer Potenzialausgleich des Schrankkorpus mit Rückwand und Bodenblechen bei. Spezielle Kontaktelemente, die sich bei der Montage in die Oberflächenbeschichtung eindrücken und eine sichere elektrisch leitende Verbindung herstellen, machen das Anbringen separater Erdungsbänder überflüssig. Deutliche Vorteile ergeben sich auch für den CAD-Konstrukteur. Da der Innenausbau von SE 8 und TS 8 völlig identisch ist, kann zunächst mit der Planung begonnen und danach erst festlegt werden, ob ein Einzelschrank oder ein Anreihschrank notwendig ist. Der neue Einzelschrank ist ab Januar 2012 in den Höhen 1600, 1800 und 2000 mm, in den Tiefen 400, 500 und 600 mm sowie in den Breiten 600 bis 1800 mm lieferbar.
Schnellmontage von Sockeln – ohne Werkzeug
Auch bei Sockelsystemen gibt es noch deutliches Innovationspotenzial. Bislang war die Montage von Schaltschranksockeln aus Stahlblech in der Regel nur mit einem gewissen Zeitaufwand möglich. Deutlich mehr Tempo in den Schaltschrankbau bringt jetzt das neue Sockelsystem Flex-Block. Die Innovation aus Kunststoff überzeugt vor allem durch werkzeuglose Schnellmontage. Ein umfangreiches Zubehör schafft darüber hinaus intelligente Funktionsräume.
Das neue Sockelsystem besteht aus vier vollsymmetrischen Eckmodulen, seitlichen Blenden und Eckabdeckungen sowie vier Montageschienen aus Stahlblech. Diese vier Stahlblechschienen, mit der bewährten TS 8-Systemlochung, lassen sich werkzeuglos einrasten. Darüber hinaus ermöglicht die 25-mm-Lochung die Integration von zusätzlichen Komponenten im Schaltschranksockel. Das können sowohl einfache Kabelführungen als auch komplexe Klimasysteme sein. Da für den Innenausbau das Rastermaß des „Flex Block“ dem des horizontalen TS 8-Schaltschrankprofils entspricht, lässt sich das gleiche Systemzubehör verwenden.
Von Vorteil ist, dass die Neuentwicklung nicht auf den Sockel beschränkt ist, sondern auch für den Dachaufbau von Schaltschränken eingesetzt werden kann. Das heißt, hier sind ebenfalls ein verbessertes Kabelmanagement sowie Klimalösungen möglich. Das neue Sockelsystem Flex-Block ist für alle Abmessungen der Schaltschrankserien TS 8 sowie SE 8 erhältlich und reicht von den Schrankabmessungen 400/500 mm bis 1800/500 mm (geschlossen, RAL 9005). Ebenfalls abgedeckt für 600/600 mm bis 800/1200 mm sind die geschlossenen und belüfteten Varianten in RAL 7035.
Bei einem möglichen Transport des Schaltschranks mit einem Hubwagen lassen sich die Blenden schnell abnehmen oder alternativ erst am endgültigen Standort des kompletten Schranks „montieren“. Die stabilen Eckmodule aus Kunststoff besitzen zusätzlich Bohrungen für Adapterhülsen zur Aufnahme von Nivellierfüßen und Doppellenkrollen. Eine Befestigung des Schaltschranks am Boden ist ebenfalls möglich. Auch das Aneinanderreihen von Schaltschränken wurde vereinfacht. Spezielle Anreihclips verbinden die Flex-Block-Eckstücke. Diese Anreihelemente aus glasfaserverstärktem Polyamid lassen sich ebenfalls ohne Werkzeug von hinten in die Eckmodule einstecken und ermöglichen so eine stabile Verbindung mehrerer Schaltschränke. Das neue Schnellmontagesystem aus Kunststoff steht Schaltanlagenbauern ab 2012 parallel zum bisherigen Programm mit Stahlblechsockeln zur Verfügung.
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