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Forderung nach Mehrwert

2. Internationales IIR-Symposium „Innovative Fahrzeug-Getriebe“in Mainz
Forderung nach Mehrwert

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Anfang Dezember 2003 veranstaltete die IIR Deutschland GmbH in Mainz das 2. Internationale IIR-Symposium Innovative Fahrzeug-Getriebe. Tenor der Veranstaltung war, dass die Getriebebauer erfolgreich hohe Summen in die Forschung und Entwicklung zur Verbesserung von Komfort, Fahrleistung, Verbrauch und Qualität investieren.

Die Autorin Angela Scheufler ist Redakteurin der KEM

Ein geschichtsträchtiger Veranstaltungsort umrahmte das zukunftsweisende Thema des 2. Internationalen IIR-Symposiums Innovative Fahrzeug-Getriebe. Die Anfang Dezember im Mainzer Kurfürstlichen Schloss stattfindende Veranstaltung war mit fast 400 Teilnehmern gut besucht und wurde durch einen stattlichen Anteil ausländischer Teilnehmer ihrem Anspruch an Internationalität gerecht. Die fachliche Leitung übernahm Prof. Dr.-Ing. Ferit Küçükay, Direktor des Instituts für Fahrzeugtechnik an der TU Braunschweig. An zwei Tagen informierten 40 erfahrene Referenten aus Europa, den USA und Japan über zukunftsweisende Getriebekonzepte. Das vorrangige Ziel der Automobilhersteller ist es, den Kunden einen Mehrwert zu bieten. Daher investierten sie im vergangenen Jahr insbesondere in die Weiterentwicklung von Fahrzeug-Getrieben und deren Komponenten. Im Plenum des Symposiums stellten Experten von BMW, Ford und Daimler-Chrysler die aktuellen Erkenntnisse und Entwicklungen vor.
Antriebsumfeld der Zukunft
Auf den Vortrag „Getriebe im Antriebsumfeld der Zukunft“ von Dipl.-Ing. Wolfgang Hall, Leiter Getriebeentwicklung BMW Group München, soll stellvertretend etwas genauer eingegangen werden: Für die letzten drei Jahre beschreibt Hall das Umfeld so, dass die Reduzierung der Entwicklungszeiten und kürzere Produktlaufzeiten sowie der Trend zu Nischenmodellen mit Stückzahlen deutlich unter 50 000 Einheiten zu einem gravierenden Zielkonflikt im Entwicklungsumfeld führen. Dies erfordere einen deutlich engeren Schulterschluss zwischen OEM und Zulieferindustrie.
Der Schwerpunkt der Entwicklungen sei auf die Kraftübertragung gerichtet. Die Komplexität des Antriebsstranges und die Vielzahl der Schnittstellen, die unter Zuhilfenahme der Elektronik bewältigt werden müssen, nimmt täglich zu. Als übergeordnete Ziele definierte Hall die Forderungen nach Emmissionsreduzierung bis 2012 im Acea-Raum und in Japan. Die noch offene Wegstrecke sei mit bis zu 85 % als Verbrauchsreduzierungsbeitrag von der Antriebsseite zu erbringen. Für die Getriebebranche bedeuten die Entwicklungen auf der Motorseite, dass bei immer flacheren Motorkennlinien das Hauptaugenmerk auf die Wirkungsgradoptimierung zu legen ist. All diese Kenntnisse verdeutlichen, dass sich die Motordrehmomente deutlich nach oben bewegen werden. Für die Getriebeentwickler erfordere dieser Trend, dass sich eine geometrische Vergrößerung der Komponenten auch negativ in Verbrauch und Dynamik auswirkt. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, werden an den Schnittstellen und in den Einzelkomponenten intelligentere Systeme benötigt. Hall ging noch auf die Anforderungen an zukünftige Getriebekonzepte ein und im Detail auf die verschiedenen Getriebearten der Automobilindustrie. Die Getriebekonzepte der Vegangenheit führten zu einer deutlichen Erhöhung der Gangzahl und damit der verfügbaren Spreizung. Daraus wurden im Handschaltgetriebesegment sequenzielle Schaltgetriebe mit deutlich sportlicherem Charakter abgeleitet. Als Herausforderung der Zukunft gelte es hier, die Komfortbeeinträchtigung durch Lastunterbrechung zu umgehen. Es sei ein Durchbruch hinsichtlich lastschaltbarer Handschaltgetriebe zu erwarten.
Prominente Hauptredner
Zu den weiteren prominenten Hauptrednern gehörten: David Piper, CEO Fiat-GM Powertrain (Torino/Italien), Toshimasa Doi, Senior Vice President von Jatco Ltd. (Shizuoka/Japan) und Dr. Peter Ottenbruch, Vorstandsmitglied der ZF Sachs AG (Schweinfurt). In parallelen Vortragsreihen wurden folgende Schwerpunkte vertieft: Aktuelle Getriebekonzepte, Getriebesteuerung und Powershift, Getriebeöle und Reibbeläge, Doppelkupplungsgetriebe, Entwicklungsmethodik und Schaltqualität, Allrad, Antriebssteuerung und CVT.
Der Veranstaltung war eine exklusive Fachausstellung angeschlossen, auf der sich u. a. Siemens, VDO, Robert Bosch und Teamtechnik präsentierten. Dem Symposium vorangegangen war eine Besichtigung der F40-Getriebefertigung der Opel Power Train GmbH in Rüsselsheim. Eine Getriebe-Vergleichsfahrt im Testzentrum von Opel in Dudenhofen rundete die Veranstaltung ab. Das nächste Symposium „Innovative Fahrzeug-Getriebe wird vom 29.11. bis 2.12.2004 in Würzburg stattfinden.
Weitere Informationen
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