2D/3D-CAD-Software mit kontextbezogener Beschreibung

Entscheidung durch Fly by Icon

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Bezüglich Benutzerfreundlichkeit und Effektivität spielt die 3D-CAD Software Solidworks des gleichnamigen Herstellers bereits seit Jahren eine wichtige Rolle im Konstruktions- und Maschinenbau. Bei der aktuellen Version, Solidworks 2001, liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf der Erhöhung der Effektivität unter Berücksichtigung einer wie gewohnt einfach zu bedienenden Oberfläche. Zahlreiche neue 2D- und 3D-Funktionen betreffen vor allem die Bereiche Blechbearbeitung, Feature- und Bauteilentwicklung und Zeichenleistung.

Die Autorin Katja Voigt ist freie Journalistin in München

Die aktuelle Version wurde noch stärker an den Windows-Standard angepasst. Eine Vielzahl an visuellen und mausgesteuerten Funktionen, wie zum Beispiel das Feature der kontextbezogenen Beschreibungen, erleichtert den Konstruktionsprozess. Diese Grafikanzeigen werden bei der Ansicht von Modellen und Zeichnungen automatisch eingeblendet und unterstützen so den Anwender bei der Erstellung neuer Konstruktionen. Ebenso ist das Interpretieren vorhandener Entwürfe möglich. Ganz im Sinne der Windows-Philosophie ist auch der Property Manager. Der intuitiv bedienbare Konstruk-tionseditor vereinfacht den Zugriff auf alle Konstruktionseigenschaften und -parameter. Der Property Manager, der automatisch neben dem Modell eingeblendet wird, löst jetzt alle Dialogfelder ab. In der Vorgängerversion waren diese Felder innerhalb des Grafikbereiches eingeblendet und verdeckten dem Anwender die Modellansicht. Mit nur einem Mausklick auf die Titelleiste wird zudem der Feature Manager eingeblendet. Zu bearbeitende Features müssen nicht zwangsläufig per Maus-klick in der Modellansicht identifiziert werden, sondern können mit Hilfe des Feature Managers auch anhand ihrer Bezeichnungen im Hierarchiebaum selektiert werden. Bei der Aktivierung des Property Managers wird das neu integrierte „Fly-by-Icon“ automatisch im Grafikfenster eingeblendet. Bei Änderungen von Feature-Eigenschaften ist es dem Anwender jetzt möglich, das Ergebnis im Grafikfenster vorab zu sehen. Sollte der Konstrukteur sich für die Übernahme der Änderung entscheiden, kann er dies mit einem Klick auf das „Fly-by-Icon“ tun.
Erhöhung der Effek-tivität bei der Zeichnungserstellung
Zeichnungen stellen besonders im Maschinenbau und in der Fertigungsindustrie noch immer einen wichtigen Bestandteil dar. Solidworks 2001 bietet dem Ingenieur deshalb auch in diesem Bereich eine Vielzahl an Neuerungen. Die Integration von Microsoft Visio in die SolidWorks Zeichnungserstellung ermöglicht es dem Anwender, Schemata und Diagramme zu erstellen. Objekte aus Visio können jetzt automatisch in den Entwurf eingebettet werden. Zudem unterstützen Visio-Schemata Drag-and-Drop und sind an die Solidworks Oberfläche angepasst. Darüber hinaus können Visio Dokumente im Solidworks-Format gespeichert werden. Mit der Möglichkeit, alternative Positionen für spezielle Bauteile oder Baugruppen anzugeben, lässt sich die Beweglichkeit von Bauteilen oder -gruppen prüfen. Für die Ausführung bedarf es keinerlei Vorkenntnisse, da der Property Manager den Konstrukteur durch die Anwendung führt. Um die Effektivität weiter zu erhöhen, ist es dem Konstrukteur jetzt möglich, aus nur einer Zeichenansicht verschiedene Konstruktionspositionen zu dokumentieren. Diese Funktion ist vor allem bei der Konstruktion von Maschinen von großem Vorteil, da nun mehrere Konfigurationen gleichzeitig angezeigt werden können. Somit ist eine effektive Dokumentation für die Herstellung komplexer mechanischer Baugruppen gewährleistet.
Import von Daten leicht gemacht
Solidworks 2001 eignet sich sowohl für Anwender, die von 2D-Systemen migrieren, als auch für Benutzer, die bereits über Erfahrungen mit dem Konstruieren in 3D verfügen. Die aktuelle Ver-sion bietet jetzt ein Konvertierungswerkzeug, den sogenannten DWG-Importassistenten speziell für Anwender, die auf die Verarbeitung von DXF/DWG-Dateien angewiesen sind. Der Importassistent ermöglicht die Verwendung älterer Daten, da Zeichnungen in 2D jetzt einfach und zuverlässig in Solidworks Zeichnungen oder Bauteile importierbar sind. DXF/DWG-Daten werden dabei allerdings nicht mehr wie in der Vorgängerver-sion automatisch in Solidworks-Format umgewandelt, sondern in der ursprünglichen Version abgebildet. Für eine automatische Umwandlung von Maßen in das Solidworks-Format muss der Konstrukteur diese lediglich anklicken. Der DWG-Importas-sistent bietet außerdem eine Vorschau- und Layer-Mapping-Funktion, die den Datenimport zusätzlich vereinfacht.
Automatismen erleichtern die Modellierung von Blechen
Im Bereich der Blechbearbeitung wurden eine Vielzahl an neuen Konstruktionsmöglichkeiten und Automatismen integriert. Vor allem für die Flanschkonstruktion bietet Solidworks 2001 deutliche Verbesserungen und ein hohes Maß an Flexibilität. So können Basisflansche für offene und geschlossene Blechkonstruktionsprofile problemlos erstellt werden. Um die korrekte Größe des Flansches zu erhalten, klickt der Anwender lediglich auf eine beliebige Kante und zieht den Flansch in die gewünschte Größe. Mit Hilfe der selektiven Auf- und Abbiegefunktion ist es dem Konstrukteur zudem möglich, einen Flansch abzuwickeln. Außerdem ist diese Funktion von großem Vorteil beim Abbiegen von Laschen. Musste bei der Vorgängerversion das gesamte Blech abgewickelt werden, kann der Anwender nun einzelne Laschen abwickeln oder Schnitte an einer einzelnen Lasche anbringen. Nach Fertigstellung der Konstruktion kann die bearbeitete Lasche wieder per Mausklick in den Ausgangszustand zurückversetzt werden. Diese Flexibilität und einfache Benutzung zieht sich durch die gesamte neunte Version der 3D-CAD-Software. Die rasante Entwicklung des Internets hat auch vor der Konstruktionswelt nicht halt gemacht. Vor allem Online-Produktkataloge haben in den letzten Jahren für Aufsehen gesorgt. So bieten Firmen wie zum Beispiel web2cad digitale Herstellerkataloge, über die sich Bauteile via Internet bestellen lassen. Die Vorteile einer Online Bestellung sind zahlreich: Der Konstrukteur bestellt Bauteile erst bei Bedarf, ist in der Lage, Komponenten vor der Bestellung zu betrachten und so die Kompatibilität zu überprüfen. Zu weiteren Vorteilen zählen Kostenersparnis und eine Reduzierung der Arbeitszeit. Bei dieser Art Online-Katalogen ist allerdings ein gewisser finanzieller Mehraufwand erforderlich. Solidworks verfolgt hier einen anderen Ansatz: Mit 3D Part-stream.NET bietet das Unternehmen Herstellern ein Tool, mit dem sie für ihre Produkte einen eigenen Online-Katalog erstellen können. Solidworks bietet lediglich die Technologie und übernimmt das Hosting des Online-Kataloges. Der Vorteil ist, dass Unternehmen individuell entscheiden können, wie sie Produkte darstellen und publizieren wollen. Aus diesen Katalogen können Konstrukteure benötigte Bauteile auswählen, parametrisch erzeugen und sofort bestellen. Mit 3D Partstream.NET werden Produktmodelle realitätsgetreu in 3D abgebildet und sind aus jedem Blickwinkel betrachtbar. Zudem können Anwender Produktmodelle nach bestimmten Kundenanforderungen konfigurieren und in einer Vielzahl von Dateiformaten in eigene Produktdesigns herunterladen.
Internet
Ausführliche Informationen
Solidworks 2001
KEM 470
3D Partstream.Net
KEM 471
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