2D/3D-M-CAD-System mit praxisorientierter Bemaßungsfunktionalität

Editieren ohne Meditieren

Anzeige
Die Neuerungen des Systems Caddy ++ Maschinenbau Version 3.0 von Ziegler entstanden überwiegend als Antwort auf die Anforderungen der Anwender. Die Mithilfe der Kunden wird damit zu einem treibenden Faktor der Produktentwicklung.

Der Autor Dipl.-Ing. Ralf Steck hat diesen Fachbeitrag für Ziegler Informatics GmbH, Mönchengladbach, verfaßt

Caddy++ gehört zur neuen Software-Generation, die sich durch eine hochmoderne Softwarearchitektur – objektorientierte Programmierung in C++, 32bit-Architektur und die konsequente Nutzung der Featuretechnologie – auszeichnet. Das System ist modular aufgebaut und besteht aus einem 2D-/3D-Modellierer, dem Featuremodellierer und verschiedenen Schnittstellenpaketen. Caddy++ nutzt den Acis-Kern von Spatial Technologies in der Version 4.2 als Geometriekern, die Verwaltung der Geometrieelemente ist jedoch im von Ziegler-Informatics zusammen mit der Chemnitzer Firma Cadsys und dem Fraunhofer Institut IPK Berlin entwickelten Feature-Modellierer angesiedelt. Dieser Feature-Modeller behandelt jedes Objekt, seine Eigenschaften und andere Daten jeweils als Objekte, die logisch miteinander verknüpft sind.
Die einzelnen Features bilden dann einen Featurebaum, der die Entstehungsgeschichte des Modells repräsentiert. So läßt sich in Caddy++ Maschinenbau jedes Element auch nachträglich verändern.
Die Caddy-Oberfläche
Die Bedieneroberfläche ist ein wesentlicher Punkt für die Produktivität. Viele Konstrukteure arbeiten nur zu einem relativ geringen Anteil ihrer Zeit am CAD-System, die restliche Zeit erstellen sie beispielsweise Dokumentationen oder kümmern sich um das berühmte Alltagsgeschäft. Das logische Bedienkonzept von Caddy++ Maschinenbau erlaubt Caddy++-Neulingen ebenso wie Anwendern, die nicht ständig mit dem CAD-System arbeiten, schnell produktiv zu werden. Körper werden per Mausklick erzeugt und miteinander vereinigt. So entstehen aus Basisgeometrien schnell komplexe Bauteile. Verschiedene Funktionen zur Erzeugung von Festkörpern aus 2D-Zeichnungen ermöglichen es, auch komplexere Bauteile schnell und effizient durch Extrusion oder Rotation der 2D-Fläche zu erzeugen. Aus DXF- oder DWG-Dateien älterer 2D-Zeichnungen lassen sich damit schnell 3D-Modelle generieren.
Nachträgliche Bearbeitung möglich
Ähnlich wie im Menü „Festkörper“ lassen sich Grundkörper zu neuen Modellen zusammensetzen oder über Extrusion beziehungsweise Rotation aus 2D-Zeichnungen erzeugen. Das Besondere an den Caddy-Features ist die Möglichkeit der nachträglichen Bearbeitung. In einem eigenen Fenster werden die Features mit ihren Abhängigkeiten voneinander dargestellt. Beim Klicken auf eines dieser Features erscheint ein neues Fenster, in dem sämtliche Eigenschaften zugänglich sind. Ändern sich also im Positionierungs-Feature die Dimensionen, verschiebt sich die Geometrie; ebenso lassen sich jederzeit die Abmessungen des Objektes ändern. In der vorliegenden neuen Version 3.0 wurden einige neue Positionierungsoptionen implementiert: So lassen sich jetzt Bezüge auf Flächen, Kanten oder Punkte setzen, die sich auch nachträglich bearbeiten lassen. Hilfreich sind Features auch, wenn Varianten erstellt werden sollen. Beim Zusammensetzen verschiedener Feature-Elemente kann der Benutzer entscheiden, welche der Eigenschaften über Formeln miteinander verknüpft werden und welche dem Anwender zugänglich bleiben. Es entstehen damit Modelle, die sich jederzeit und an jeder Stelle des Modells ändern lassen.
2D-Bemaßung und fotorealistische Bilder
Einen großen Sprung hat die Caddy++-Version 3.0 bei der Bemaßungsfunktionalität im 2D-Bereich gemacht. Bei der völlig neu überarbeiteten Bemaßung standen die Anforderungen der Praxis im Vordergrund. So läßt sich eine Kettenbemaßung per Knopfdruck in eine Bezugsbemaßung umwandeln, was beispielsweise die Erstellung von fertigungs- oder qualitätskontrollgerechten Zeichnungen erleichtert. Lokale und globale Einstellungen können vorgenommen werden, die sich auf die zu bemaßenden Bauteile entsprechend auswirken. Auch die Erzeugung von Paßmaßen wurde überarbeitet. Paß- und Abmaße werden datenbankunterstützt ermittelt und in Form von grafischen, frei formatierbaren Paßmaßtabellen in die Zeichnung eingefügt.
Völlig neu ist die Schnittstelle zum Rendermodul. Damit lassen sich aus Caddy++-Modellen fotorealistische Bilder erzeugen, die als Präsentationsunterlagen oder zur Designbeurteilung nutzbar sind. Eine Funktion zum Import gescannter Fotografien erlaubt die Darstellung des Modells in einer realistischen Umgebung.
PC-System-anforderungen
Als Hardwarevoraussetzung werden vom Hersteller ein Pentium-PC mit mindestens 64 Mbyte Hauptspeicher und einer Grafikkarte mit mindestens 1024 x 768 Pixeln Auflösung genannt; das Betriebssystem ist Windows NT 4.0. Durch die Unterstützung der OpenGL-Schnittstelle erhöht sich die Grafikgeschwindigkeit des Systems beim Einsatz einer entsprechenden Grafikkarte beträchtlich. Dies zeigte sich auch beim Testsystem, einem PC mit 266-MHz-Pentium II-Prozessor, 256 Mbyte Hauptspeicher und einer Elsa-Gloria XL-Karte. Die Grafikleistung dieses in Beziehung auf den Prozessor sicherlich nicht überdimensionierten Systems ist groß genug, um auch umfangreichere Modelle mit komplexen Geome-trien ohne Verzögerungen zu bearbeiten und zu drehen.
Individuelle Geometrie-Bibliothek
Im Test kann Caddy++ Maschinenbau überzeugen. Mit Kenntnissen in der Bedienung von Windows erschließt sich das System auch dem ungeübten Anwender schnell. Die logische und aus anderen Windows-Anwendungen bekannte Aufteilung der Menüs macht den Griff zum Handbuch meist überflüssig, weitere Unterstützung gibt die gut gegliederte Online-Hilfe. Die Funktionalität des Systems läßt keine Wünsche offen, gerade auch durch die standardmäßig verfügbaren Normteile. Der Feature-Modeller bringt eine große Flexibilität in die Konstruktion, da er zum einen alle Parameter nachträglich anpaßbar macht. Zum anderen kann sich der Anwender grafisch und ohne Programmierung eigene Features erstellen und erhält so über die Zeit eine eigene Bibliothek von immer wiederkehrenden Teilen oder Teilgeometrien, die viele Routinearbeiten überflüssig machen kann.
Caddy++
Maschinenbau
KEM 485
Verbesserte Funktionen
Die neue Version überzeugt durch eine Vielzahl von verbesserten Funktionen. Die praktische Arbeit wird damit wesentlich erleichtert. Beispiele sind unter anderem die parametrischen 2D-Konturen im 3D-Bereich oder die Umformatierung von Bemaßungen per Mausklick im 2D-Bereich. Gerade solche Verbesserungen, gepaart mit Performance- und Stabilitätsfortschritten, bringen eine höhere Produktivität und passen das System optimal an die Anforderungen des Konstrukteurs an. Damit ist Caddy++ Maschinenbau 3.0 ein gelungener Schritt in die Zukunft.
Internet
Anzeige

Emerson: Pneumatik 4.0

Smartenance

Pneumatik 4.0 bei Emerson im Überblick

Video aktuell

Greiferintegration leicht gemacht: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Top-Thema Spannvorrichtungen

Spannvorrichtungen

Alles über Spannvorrichtungen und welches Einsparungspotenzial sie bieten

Top-Thema Schaltschränke

Alle Infos über den Schaltschrankbau mit seinen Komponenten, Geräten und deren Verdrahtung

Kalender

Aktuelle Termine für Konstrukteure

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de