Langsam laufende Gerolermotore übertragen hohe Drehmomente

Durchdrehen erlaubt?

Anzeige
Hydromotore nach dem Gerolerprinzip erlauben höchste Drehmomente bei niedrigen Drehzahlen und können daher vielfältig in mobilen Maschinen verwendet werden. Wichtig sind dabei Drehzahlstabilität, hoher Wirkungsgrad und – wie fast immer bei Fahrzeugen – die kompakten Gesamtabmessungen. Neben der reinen Motortechnik sorgen adaptierte Steuerblöcke für sinnvolle Zusatzfunktionen wie Drehzahlstufen, Dreh- richtungswahl und Überlastschutz.

Auch wenn Zylinder nach wie vor die bekanntesten Aktoren in hydraulischen Arbeitsmaschinen darstellen, haben Hydromotore ihren festen Platz als aktive Endstufe jeder hydraulischen Systemlösung. Eignen sich die einzelnen Antriebsprinzipien Zahnrad- oder Kolbenmotor aus bekannten Gründen nicht, kommt nur noch der kompakte Gerolermotor mit seiner hohen Leistungsdichte zum Tragen. Alleine das spezifische Gewicht dieser zylinderförmigen Kraftwunder erinnert eher an einen Metallvollgussblock als an ein aufwändig gefertigtes, sehr engen Toleranzen unterworfenes Hightech- Produkt. Auch wenn das technische Grundprinzip eines Geroler-Antriebs nicht neu ist, wurde durch eine neuartige Ventilsteuerung und geändertes Rollendesign die Effizienz dieses Verdrängerantriebs erheblich verbessert. In Verbindung mit der angepassten Gehäusegeometrie und innovativen internen Umsteuerventilplatten (Valve-in-Star) wurde einerseits das Drehmoment und der Druckbereich (bis 310 bar Dauerdruck) erhöht, andererseits konnten Gesamtabmessungen, Gewicht und die Geräuschemission reduziert werden. Die VIS-Motor-Baureihe ist in Bezug auf Robustheit und maximales Drehmoment, vergleichbaren Geroler-Motoren auf dem Markt klar überlegen.

Motorvarianten
Die drei verfügbaren Baugrößen eignen sich für Volumenströme bis 150 bzw. 170 l/min. und können mit den zur Verfügung stehenden Schluckvolumen von 325 bis 1560 cm³ Drehmomente bis 5300 Nm übertragen. Die kleinste Größe erlaubt eine maximale Drehzahl von 450 min-1 (680 min-1 im 2-Speed-Modus). Neben diesen wichtigen Leistungseckwerten gibt es viele Anbauoptionen, wie Flansch- und Wellenvarianten, Versionen ohne Rollenlager für Getriebeanwendungen oder Radnarbenmotore sogar mit integrierter Parkbremse. Der VIS-Gerolermotor ist bewusst für extrem hohe Leistungen fordernde Mobilapplikationen entwickelt worden und hat für jeden Einbauzweck in dieser Kategorie eine durchdachte Antwort parat.
Steuerblöcke
Typische Anwendungen wie Windenantriebe, Bohrantriebe und Förderbänder können mit Hilfe von zwei 2-Speed-Motore aus der VIS-Reihe mit speziell von Fluitronics, dem Steuer- und Antriebsspezialisten aus Düsseldorf, entwickelten, cleveren Blocklösungen in jeweils breiten Wirkungsfeldern angesteuert werden. Es lassen sich entweder durch elektrische oder hydraulische Umschaltung mehrere typische Antriebscharakteristika auswählen und unter Last weich von einer in die andere Antriebsoption umschalten. Je nach Blockkonfiguration lassen sich anwendungsbezogen Drehzahlen oder Drehmomente als Zustandsfunktion mit bis zu fünf Paarungen ansteuern. Baumaschinen können dadurch je nach Einsatzfall optimal eingesetzt werden und das volle Drehmoment oder die höchste Drehzahl in fünf Stufen anwählen bzw. umschalten. Der Spitzendruck von 350 bar ist am Markt einmalig und erlaubt höchste Leistungsdichte für die oft in engen Einbauräumen untergebrachten Antriebseinheiten.
Bohrantriebe
Baumaschinen mit Bohrantrieben gewinnen mit dem Boom bei Infrastruktur- und Energieverteilungsinvestitionen stark an Bedeutung. Hier haben fast alle bekannten mobilen Bohrwerkshersteller in enger Zusammenarbeit mit dem Engineering von Fluitronics nach Lösungen für effizientere Antriebsschaltungen gesucht. Individuell, je nach den jeweiligen Konzepten der Hersteller, wurden mit Gerolermotore als Antriebselement mit robusten, integrierten Schaltungen Lösungen gefunden, die Drehzahl/Drehmoment Optionen für die Einsatzfälle wie Bodenbeschaffenheit, Bohrertyp und Umgebungsbedingungen einfach und optimiert einstellen können. Bis zu 30 % an Zeitersparnis für eine Tiefenbohrung konnte gegenüber bisherigen Antriebslösungen realisiert werden. Klare Verkaufsvorteile für solche Maschinen auf dem Weltmarkt, wo man solide Bohrwerkstechnologie schätzt und der kumulierte Zeitvorteil bei einem Großprojekt um mehrere Monate verkürzt werden kann.
Halle A4, Stand 327
Gerolermotore KEM 635
Anzeige

Emerson: Pneumatik 4.0

Smartenance

Pneumatik 4.0 bei Emerson im Überblick

Video aktuell

Greiferintegration leicht gemacht: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Top-Thema Spannvorrichtungen

Spannvorrichtungen

Alles über Spannvorrichtungen und welches Einsparungspotenzial sie bieten

Top-Thema Schaltschränke

Alle Infos über den Schaltschrankbau mit seinen Komponenten, Geräten und deren Verdrahtung

Kalender

Aktuelle Termine für Konstrukteure

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de