Vorteile durch Elektro-Mobilhydraulik mit CAN-Bus

Draht zwischen Stick und Ventil

Unterschiedliche Hydraulik-Komponenten im Verbund mit CAN-Bus
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In Zukunft werden u.a. in der Mobil-hydraulik mechanisch betätigte Hydraulik-ventile durch eine elek-trohydraulische Vorsteuerung ersetzt. Auch Leckagen können durch den Einbau von kom-pletten Hydraulikblöcken in die Maschinen vermieden werden, so daß der Verrohrungsaufwand reduziert wird. Hydraulik-Ventile werden mit elektrischer Vorsteuerung von ergonomisch optimal plazierten Bedienelementen betätigt.

Der Autor Dipl.-Ing. Karl-Peter Simon ist Verkaufsdirektor im Geschäftsbereich Hydraulik der Danfoss Antriebs- und Regeltechnik GmbH, Offenbach

Der Trend erfordert einen vermehrten Einsatz von elektronischen Controllern. Um jedoch eine hohe Qualität zu erreichen, müssen diese Komponenten speziell für den Mobilbereich konzipiert sein. Die Mobil-hydraulik verlangt Umge-bungstemperaturbereiche von -30 bis +85°. Hier müssen spezielle mobile Elektronik-Controller eingesetzt werden.
Trend aus der Kfz-Industrie
Danfoss hat mit dem Einsatz der Hybridtechnologie für das Proportionalventil PVG32 eine richtungsweisende Entwicklung gestartet. Seit 1996 ist diese Technik im Einsatz und weist heute das gleiche Qualitätsniveau wie die Mechanik auf. Im übrigen ist man in der Autoindustrie den gleichen Weg gegangen. Heute werden für ABS-Systeme nur noch Elektronik-Komponenten in Hybridtechnologie eingesetzt.
Die Verdrahtung nimmt zu. Mehr Funktionalität erfordert erhöhten Verdrahtungsaufwand. Dies verursacht Kosten und zusätzliche Fehlerquellen. Deshalb setzt man in vielen Bereichen bereits heute Bussysteme ein.
Standard: CAN-Open
Der CAN-Bus hat sich im Mobilbereich durchgesetzt. Eine Vorreiterrolle spielt hier die Gabelstaplerindustrie. Fast alle neuen Produkte sind standardmäßig mit CAN-Bus realisiert. Entscheidend beim Einsatz eines Bussystemes ist die Standardisierung. Hier setzt sich wie im Industriebereich auch für den Mobilbereich das Protokoll „CAN-Open“ durch.
Der Umgang mit CAN-Bus-Komponenten, sei es für Hydraulik oder für elektronische Steuerungen, muß möglichst einfach gestaltet sein. Einfache PC-Einstellwerkzeuge, welche heute in der Regel mit einem Laptop realisiert sind, müssen verfügbar sein. So hat z.B. Danfoss bei dem CAN-Bus-Modul für das Proportionalventil PVG eine einfache Einstell-Software entwickelt, so daß ein Maschinenbauer in der Lage ist, nicht Bit und Bites, sondern Hydraulikfunktionen direkt einzustellen. Somit kann dies mit einem sehr geringen Schulungsaufwand erlernt werden.
Die Vergangenheit hat gezeigt, daß der bloße Austausch von Komponenten, z.B. mechanisch betätigte Ventile in elektrohydraulische Ventile, für viele Anwendungen zwar einen Funktionsvorteil bringt, aber auch steigende Kosten. Eine Kostenreduktion kann nur erzielt werden, wenn die Gesamtkonzeption in ihrer Basis geändert wird. Ein elektrohydraulisches Ventil muß so plaziert werden, daß Leitungswege kurz sind. Dies reduziert Montagekosten und auch die Geräusche. Läßt man dies z.B. in der Nähe einer Kabine, wird man beide Ziele nicht erreichen. Die Elektronik ist heute so sicher, daß die Basiskonzeption danach ausgerichtet werden muß. Danfoss bietet heute eine ganze Palette für die Automation mobiler Arbeitsmaschinen an. Angefangen bei den Proportionalventilen PVG mit CAN-Bus, Joysticks, mobiler SPS-Steuerungen, Sensoren usw.
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