Zuführen und Handhaben von Teilen und Baugruppen

Der Erfolgsschlüssel

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Dem Rationalisierungs-Potential Entnehmen und Zuführen von Werkstücken und Bauteilen wird nach wie vor zuwenig Aufmerksamkeit zuteil. Dabei handelt es sich hier um Schlüsselfunktionen, welche die Wirtschaftlichkeit einer Fertigungs-/Montageanlage – unabhängig vom Grad der Automatisierung – entscheidend beeinflussen.

Der Autor Dipl.-Ing. ETH Alfred Nellen ist Leiter Geschäftsbereich Zuführtechnik bei Afag AG für automatische Fertigungstechnik, CH-Huttwil

Die Hersteller von Serienprodukten sehen sich einer Fülle von Anforderungen wie: sinkende/stark schwankende Losgrössen, hohe Variantenvielfalt, Belieferung nach JIT-Kriterien, steigende Lohnkosten, hoher Innovationsdruck, fallende Preise, verschärfte Qualitätssicherung usw. gegenüber.
Trotz hohen Automatisierungsgrades sind eine
n pragmatisch zu bestimmende Anwender- und Nutzungsflexibilität sicherzustellen
n maximale Anlagen-Verfügbarkeit bezüglich Technik (Hard- und Software) und kontinuierlicher Ver- und Entsorgung mit Bauteilen, Baugruppen und Fertigprodukten überlebensnotwendig
Kostensparen um jeden Preis?
Das Kostensparen betrifft vor allem die Entnahme und Übergabe von Werkstücken und Bauteilen aus Produktionsmaschinen in die weiterverarbeitenden Bereiche.
Dasselbe gilt für die Zuführung, Lageorientierung, Vereinzelung und Bereitstellung von Bauteilen für die automatisierte Montage:
n Die Spritzgiessmaschine kann nur so schnell produzieren, wie die Teile aus dem Werkzeug entfernt werden
n Die Anlage für die Baugruppen- oder Endmontage kann nur dann den geforderten Ausstoß bringen, wenn genügend Bauteile zur gewünschten Zeit in der richtigen Qualität am anfordernden Teilsystem zu Verfügung stehen
Anbieter und Hersteller von Maschinen und Vorrichtungen für die Fertigung/Montage sollten bei solch diffizilen Prozessen nicht an zuverlässigen Einrichtungen sparen und sowohl technisch als auch von der Effizienz her keine Kompromisse eingehen.
Die Verwendung billiger Zuführ- und Handlingsysteme spart zwar ein paar Tausend DM, stellt aber die Verfügbarkeit und die Wirtschaftlichkeit einer teuren Anlage von Anfang an in Frage. Lieferverzögerungen durch ungenügenden Ausstoss oder gar der Produktionsausfall wegen eines Anlagenstillstands übertreffen die scheinbaren Einsparungen deutlich.
Entnahme- und Zuführtechnik steigern Produktivität
Aus diesem Grund geht die Schweizer Firma Afag, Huttwil, einen ganz anderen Weg und bietet im Bereich Zuführtechnik eine ganze Palette von standardisierten Elementen und Teilsystemen für das Handling und die sichere Zuführung an. Die Teil- und Komplettlösungen von Afag basieren auf einem modular konzipierten Baukastensystem – bestenend aus Wendel- und Linearförderern in Vibrationstechnik, Zentrifugen-Förderern, Federentwirrgeräten, kompletten ein- bis mehrachsigen Handlingsgerären, Förderbändern sowie Palettier-/Depalettiersystemen. Zu den standardisierten Einheiten kommen dann produktspezifische Elemente wie Schikanen für die Lageorientierung, Linearförderer für die positionsgenaue Bereitstellung der Teile und Greifer für die Bauteileaufnahme zum Fügen in eine Baugruppe/zum Übersetzen auf einen Werkstückträger hinzu. Bei den Zuführsystemen handelt es sich um betriebsbereite sowie autark agierende Einheiten. Die Integration in Montageanlagen erfolgt über definierte mechanische und steuerungstechnische Schnittstellen. Des weiteren weisen die Entnahme-/Zuführsysteme jeweils eine eigene Steuerung auf, so daß die Anlagenrechner nicht belastet werden und nur eine koordinierende Funktion ausüben.
Zuführtechnik beginnt mit der Teilekonstruktion
Das Afag-Leistungsprofil im Bereich Zuführtechnik beginnt mit der Beratung schon während der Bauteile-Entwicklung und damit ist die entsprechende Eignung für die automatische Verarbeitung gegeben. Mit den erwähnten hohen Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit und die Qualität geht auch die vielfach integrierte Prüfung der Bauteile vor und während dem Zuführen einher. Damit die Bauteile im Schnelltakt zugeführt, orientiert, positioniert, geprüft und bereitgestellt werden können, werden heute oftmals Hochleistungs-Bildverarbeitungssysteme eingesetzt. Diese bewirken schon vor dem Zuführen eine Gut-/Nio-Selektierung und schleusen dabei die schadhaften Bauteile direkt aus; sie werden gar nicht montiert.
Damit fungieren die integrierten Zuführ-/Prüfsysteme gleichzeitig als Instrument für die durchgängige Qualitätssicherung, und zwar ohne daß dafür zusätzliche Kosten anfallen. Die Bildverarbeitung kommt vor allen Dingen dann zum Einsatz, wenn Montageteile in der sogenannten Inprozess-Teilefertigung ab Coil produziert werden und über Zuführungen direkt in den Montageablauf einfliessen.
Die weitestgehende Standardisierung der Basiseinheiten gibt dem Kunden die Möglichkeit, die Montageeinrichtungen zu erstellen und ganz zum Schluss mit den produktspezifischen Werkzeugen und Einsätzen zu ergänzen. Folglich kann der Kunde diese Einsätze bei Produktänderungen austauschen. Dasselbe gilt für das Programm und die Software bei einem Bildverarbeitungssystem. Damit ist die gewünschte Anwender- und Nutzungsflexibilität gewährleistet. Die Standardisierung führt bei grösseren Stückzahlen zu Kostenvorteilen, welche die Beschaffung minderwertiger Zuführ- und Entnahmesysteme erübrigen.
Technik- und Kostenvorteile durch Standardisierung
Die Kompetenz des Bereichs Zuführtechnik der Afag spiegelt sich in Hunderten von gelieferten Teil- und Komplettsystemen wieder. Mit den leistungsgerechten Zuführsystemen werden die verschiedensten Montageelemente, wie schwere und scharfkantige Stahlstücke oder kleinste Uhrenteile bis zu Kunststoffteilen mit sehr empfindlichen Oberflächen genauso sicher und zuverlässig verarbeitet wie hochwertige Komponenten für die Medizin- und Pharmaindustrie. Das spezifische Zuführtechnik-Know how bezieht sich neben der Auslegung der Handlingsysteme auch auf die Beschichtung der Laufflächen, perfekt angepasste Schikanen zur Lageorientierung, optimale Zuführrinnen für die kontinuierliche Bereitstellung in der Abhol-/Übergabe-Position. Die Kunden erhalten industriell erprobte Zuführkomponenten und -systeme, wobei die Verantwortung für Funktion und Standfestigkeit gesamthaft dann beim Lieferanten Afag liegen.
CD ROM Afag-
Montagebausteine
KEM 449
CD ROM-Montagebausteine
Das gesamte Programm der Afag-Montagebausteine ist auf einer dreisprachigen, interaktiven CD-ROM verfügbar, die dem Anwender Zeit und Geld spart sowie die Qualität seiner Anlage im gesamten Entstehungszyklus eines Projektes steigert.
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