Plattform für verteilte Mess- und Automatisierungstechnik Das Internet öffnet seine Tore - KEM

Plattform für verteilte Mess- und Automatisierungstechnik

Das Internet öffnet seine Tore

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Einer der führenden Hersteller im Bereich computergestützter Mess- und Automatisierungstechnik hat das Potenzial des Internets früh erkannt. Mit der neuen Version seiner grafischen Programmierumgebung etabliert er das WWW als Plattform für verteilte Mess- und Automatisierungstechnik. Dass neue Technologien nicht mit komplizierteren Pro.grammierstrukturen und hohem Zeitaufwand verbunden sein müssen, beweisen die integrierten Programmierhilfen

Die Autoren Ingo Knoblich und Dirk Wieprecht sind Applika-tionsingenieure bei der National Instruments Germany GmbH, München

Die Verteilung auf dezentrale Applikationen zur Datenerfassung, -analyse und -darstellung war noch vor wenigen Jahren mühselig und zum Teil unlösbar. Mit der Datasocket-Technologie hatte National Instruments (NI) erstmals eine transparente Client-Server-Architektur geschaffen. Sie bietet die Möglichkeit, Ganz- und Fließkommazahlen sowie Zeichenketten als skalare oder mehrdimensionale Datenpakete zu senden und zu empfangen. Die grafische Programmierumgebung Labview 6i geht noch einen Schritt weiter. Anwender können die Applikationen plattformübergreifend einsetzen und trotzdem den Programmieraufwand reduzieren.
Jedes Anzeige- oder Bedienelement lässt sich mit einem Datasocket-Server verbinden. Auch Datenflussprogrammierung ist nach wie vor möglich – auch diese Nutzung wurde einfacher. In früheren Versionen mussten für verschiedene Datentypen andere Virtuelle Instrumente (VIs) benutzt und die Verbindung zum Server manuell aufgebaut werden. Mit Labview 6i führt der Anwender lediglich eine Schreib- oder Leseaktion zum Server aus. Das ermöglicht auch unerfahrenen Programmierern den Zugang.
Neue Wege zur Datenerfassung
Auch die Datenerfassung und Instrumentensteuerung wurden weiterentwickelt. Der als Cluster ausgelegte Waveform-Datentyp (WDT) erweitert die eigentlichen Messdaten um Infos zu Zeitachsenskalierung, Name des Messkanals und Einheiten der Messgrößen.
Um seine Vorzüge nutzen zu können, wurden neue VI-Gruppen zur Analyse, Generierung und Verknüpfung geschaffen. Die Funktionen reichen von Addition über Sin/Cos-Generatoren bis zu Mittelwert- und FFT-Analysen.
Der neue Datentyp zeigt seine Stärken deutlich, wenn eine Kombination von Waveform und virtuellen Kanälen eingesetzt wird. Virtuelle Kanäle vereinen Skalierungen, Einheiten und explizite Hardwarezuweisungen zu einem Namen. Ihre Konfiguration und Verwaltung findet im Measurement&Automation-Explorer statt, welcher in Version 2.0 in Labview 6i integriert ist.
Über das neu geschaffene DAQ-Kanal-Bedienelement werden alle registrierten Kanäle automatisch angeboten.
Form- und Farben-lehre neu entdeckt
Beim Entwickeln grafischer Bedienoberflächen wird Wert auf ein ansprechendes Interface gelegt. Labview 6i hat dazu Frontpanel-Elemente, Tip-Strips und Registerkarten geschaffen. Alle Bedien- und Anzeigeelemente stehen in 2- und 3D-Ansicht zur Verfügung. Die 3D-Elemente bieten abgerundete und hervorgehobene Kanten, Farbverläufe mit metallischen Strukturen, Schattenwürfen und jeden Farbton aus RGB- und HSL-Paletten.
Tip-Strips wurden jedem Frontpanel-Element hinzugefügt. So kann der Entwickler dem Benutzer aktiv bei dem Führen des Programms helfen.
Das Registerkarten-Element ermöglicht schnelles Navigieren durch eine gewohnte Aufteilung. Jede Karte kann beliebige Bedien- und Anzeigeelemente beherbergen. Da der Einsatz von Registerkarten nicht mehr durch Einbetten lokal registrierter ActiveX-Objekte realisiert werden muss, sind Versionskonflikte beim Weitergeben von Labview 6i-Anwendungen ausgeschlossen.
Es sind die vielen kleinen Dinge…
Die Einbindung der ActiveX-Objekte wurde neu gestaltet. Sämtliche Methoden und Eigenschaften werden in einem eigenen Fenster dargestellt. Integrierte Hilfetexte stehen beim Konfigurieren der Eigenschaften und Methoden zur Seite.
Der grafische Datenfluss bestimmt den Ablauf eines Blockdiagramms. Kontinuierliches Verdrahten von Standart-Datenleitungen oder Referenzen kann bei größeren Projekten aber zur Geduldsprobe werden. Die automatische Verdrahtung in Labview 6i nimmt diese Aufgabe ab.
Mit dem Digital-Kurvengraph visualisiert der Anwender digitale Bitmuster. Die Daten lassen sich mit Infos über den Startpunkt der Datenerfassung, die Spreizung oder Stauchung der X-Achse und portspezifische Einstellungen verknüpfen.
Ein Vorschritt beim Visualisieren von Messdaten sind die vertikalen Achsenbeschriftungen und multiplen X- und Y-Achsen. Die beliebig vielen Achsen lassen sich einzeln konfigurieren und an allen Seiten der Displayfläche positionieren. Unterschiedliche Messreihen können verschiedenen Achsenpaaren zugewiesen werden. Deutliche Leistungsverbesserung wird der Anwender von Labview 6i auch in der Speicher-, Prozessor- und Festplattenausnutzung feststellen. Die Entwicklungsumgebung und die Applikationen arbeiten schneller und ressourcenschonender.
Die Eigenschaften eines Frontpanel-Elements in einem Toplevel-VI direkt aus einem gerade laufenden Sub-VI heraus anzupassen war bisher nur durch parallel laufende Schleifen in Kombination mit globalen Variablen realisierbar. Mit Labview 6i kann nun von jedem Bedien- und Anzeigeelement eine Referenz erstellt und an einen SubVI-Knoten übergeben werden.
Unter „polymorphe VIs“ können verschiedene Datentypen mit einem einzelnen Anschluss-knoten dynamsich verarbeitet werden. Diese Anpassung war bisher nur von einigen Funktionen bereitgestellt worden. In Labview 6i lässt sich diese Technik in jedes VI implementieren.
Daten-Dokumentation ist auch in der Mess- und Automatisierungstechik bedeutsam. Neben der klassischen Archivierung sind Online-Medien unverzichtbar geworden. Labview 6i liefert VIs zur Reportgenerierung. Der Benutzer kann zwischen der Ausgabe auf einem Drucker oder einer formatierten HTML-Datei wählen.
Konvertieren grafischer Programmcodes in eine von textbasierten Entwicklungsumgebungen verständliche Sprache war bisher undenkbar. NI hat mit einem menügeführten Wizzard Abhilfe geschaffen, der VIs in eine Dynamic Link Library, Header Datei und die entsprechende Import Library konvertiert.
Ausführliche Informationen
Labview 6i
KEM 373
Internet:
Labview 6i für Einsteiger und Profis
Mit LabView 6i definiert NI grafische Entwicklungsumgebungen in der Mess- und Automatisierungstechik neu. Das Werkzeug macht sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Programmierern die neusten Technologien auf einfach Art zugänglich. Labview 6i verbindet traditionelle Bereiche der Mess- und Automatisierungstechnik mit zukunftsweisenden Informa-tionstechnologien zu einer Entwicklungsumgebung.
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