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Automatisiertes Tissue Engineering: Haut aus der Fabrik

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Haut aus der Fabrik! Das klingt nach Science-Fiction – ist es aber nicht. Die „maschinell“ produzierte Haut ist keine Idee eines Romanautors, sondern stammt von Biologen und Ingenieuren der Fraunhofer-Gesellschaft. Ihr ehrgeiziges Ziel: Sie wollen Hautmodelle in höchster Qualität herstellen. Dazu haben sie eine „Tissue-Fabrik“ entwickelt und aufgebaut. In diesem Jahr soll die Produktion starten. Der Hintergrund: Künstliche Haut für Transplantationen oder zum Testen von Kosmetika und Chemikalien ist rar: Sie wird derzeit manuell im Labormaßstab hergestellt, die Kultivierung dauert sechs Wochen. Sogar etablierten internationalen Unternehmen gelingt es nicht, mehr als 2000 Hautstücke von je einem Quadratzentimeter Größe pro Monat zu produzieren. Vier Fraunhofer-Institute haben nun die erste, vollautomatisierte sterile Anlage entwickelt, um Haut schneller und in größerer Menge zu erzeugen: In einem mehrstufigen Prozess werden die Hautproben sterilisiert, per Roboter in die Anlage transportiert, zerkleinert, isoliert und zum Wachsen gebracht – nach drei Wochen ist die künstliche Haut fertig. Die Fabrik soll monatlich etwa 5000 Stück briefmarkengroße Hautmodelle züchten.

„Uns ist es zum ersten Mal gelungen, eine durchgehende Prozesskette in einer einzigen Anlage zu realisieren – von der Zellextraktion über die Zellvermehrung bis hin zum dreidimensionalen Gewebeaufbau“, sagt Professorin Heike Walles vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart. Entstanden ist die Fabrik in dem Projekt „Automated Tissue Engineering on Demand“, das die Fraunhofer-Zukunftsstiftung fördert. Aber die Wissenschaftler wollen mit der Fabrik nicht nur Haut herstellen. Die Technologie soll in den kommenden zwei Jahren so weiterentwickelt werden, dass sich damit auch andere Gewebe wie zum Beispiel Knorpel automatisch fertigen lassen.
Fraunhofer Gesellschaft
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