Umformmaschine und Komponente aus einer Hand Rohrverbindungssystem Stauff Connect und Rohrumformsystem Stauff Form - KEM

Umformmaschine und Komponente aus einer Hand

Rohrverbindungssystem Stauff Connect und Rohrumformsystem Stauff Form

Anzeige
Zwei Jahre nach seiner Markteinführung ist das Rohrverbindungssystem Stauff Connect in vielen mobilen und stationären hydraulischen Anlagen internationaler Hersteller erfolgreich im Einsatz. Obwohl das Sortiment bereits vom Start weg umfassend war, wird es kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt. Ein Meilenstein war 2016 das eigene Rohrumformsystem Stauff Form. Mit Umformmaschine und Komponente aus einer Hand ist Stauff längst als Hersteller made in Germany auf Augenhöhe mit anderen Anbietern von Rohrverbindungssystemen.

Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG, Werdohl

Umformende Rohrverbindungen bieten ein Höchstmaß an Sicherheit und Zuverlässigkeit und werden auch in Bereichen eingesetzt, in denen üblicherweise das Schweißen oder Bördeln von Rohren als sicherste Verbindungstechnik betrachtet wird. Ihre Entwicklung erfordert die Berücksichtigung komplexer technischer Parameter, aber auch fundierte Kenntnisse der Arbeitsabläufe in unterschiedlichen Anwendungen.

Ein entscheidendes Element des Systems ist beispielsweise die elektrohydraulisch betriebene Umformmaschine: In ihr wird an das Ende eines nahtlos kaltgezogenen Präzisionsstahlrohres oder eines Edelstahlrohres eine Kontur angeformt. Auf das Rohrende wird dann der Stauff-Formring mit fest verbundener und somit unverlierbarer Elastomerdichtung aufgeschoben. In Kombination mit einem herkömmlichen Verschraubungskörper mit 24°-Innenkonus und einer Überwurfmutter entsprechend ISO 8434-1 entsteht eine formschlüssige Verbindung, die den einzig möglichen Leckagepfad sicher, dauerhaft und wartungsfrei abdichtet.

Die Dichtwirkung wird vom Systemdruck der Hydraulikanlage unterstützt, sodass das neue Rohrumformsystem hervorragend für Hochdruckanwendungen geeignet ist. In solchen Einsatzbereichen profitiert der Anwender darüber hinaus von einer erhöhten Ausreißfestigkeit – ein klarer Sicherheitsvorteil angesichts von Druckschlägen und vibrierenden Belastungen, die typisch sind für viele Hydraulikanlagen.

Für den slowenischen Hydraulik-Dienstleister Pisnik d.o.o. war dies ein entscheidendes Argument dafür, Stauff Form bei der kompletten Hydraulikverrohrung einer Mehrstößel-Transferpresse für einen kanadischen Automobilzulieferer einzusetzen. Jernej Pisnik hierzu: „Bei Rohrverbindungen sind vor allem die Druckspitzen eine große Belastung. Mit Stauff Form können wir zuverlässige, weil dauerhaft leckagefreie Verbindungen realisieren.“ Auch seinen Auftraggeber, einen international führenden Hersteller von hydraulischen und mechanischen Pressen für die Stahl- und Blechbearbeitung, konnte er davon überzeugen, auf aufwendige Schweißverbindungen zu verzichten, die gerade in diesem Anwendungsbereich noch vielfach als unersetzlich gelten.

Einfache Montage schafft Leckagesicherheit

Besonderes Augenmerk haben die Stauff-Entwickler auf die letzten, manuell ausgeführten Montageschritte des Umformsystems im Verschraubungskörper gelegt. Der Drehweg der Überwurfmutter bei der Endmontage ist mit nur 15 bis 20° nach Erreichen des Festpunktes extrem kurz und kann mit geringem Kraftaufwand und in der Regel ohne Umsetzen des Gabelschlüssels erreicht werden. „Unsere Monteure bestätigen, dass das Montageende durch einen deutlich spürbaren Drehmomentanstieg angezeigt wird und die Gefahr von Über- oder Untermontagen praktisch ausgeschlossen werden kann“, berichtet Pisnik aus der Praxis. Der kurze, definierte Montageweg ermöglicht eine quasi intuitive Montage bei geringem Platzbedarf.

Charakteristisch für das Stauff-Engineering ist ebenso die zugehörige Umformmaschine: Auch hier wurde großen Wert auf leichte Bedienbarkeit gelegt. Beispiele sind ein einfacher Austausch der Formstutzen beim Wechsel von Rohrdurchmesser oder Wandstärke, ein Touchpad mit einfacher Nutzerführung, das sogar mit Handschuhen zu bedienen ist, und in Zukunft ein zusätzliches Modul zur Fernwartung, mit dem Softwareupdates durchgeführt werden oder abweichende Rohrparameter, etwa für den Einsatz anderer Werkstoffe als Stahl und Edelstahl, anwenderspezifisch programmiert werden können.

Der Weg zum Full-Liner

Seit der Einführung von Stauff Form umfasst das Rohrverbindungsprogramm Stauff Connect das komplette Technologie-Portfolio von Verbindungssystemen aus einer Hand und mit Herstellerkompetenz. „Die Komponenten von Stauff Connect wurden in ihren Auslegungen und Leistungsparametern komplett neu konzipiert, d. h. dass sämtliche Erkenntnisse und Erfahrungen, die die Branche über Jahre in der Praxis gesammelt hat, in unser Engineering eingeflossen sind und wir gewissermaßen keine ‚Altlasten‘ mit uns führen“, sagt Jörg Deutz, CEO der Stauff-Gruppe.

Die Einführung von Stauff Connect war ein Meilenstein auf dem Weg vom Entwickler und Produzenten von Leitungskomponenten und Hydraulikzubehör für den Maschinen- und Anlagenbau zum Komplettanbieter. Von den seit Jahrzehnten bewährten Stauff-Schellen, die als Synonym für schnelle und einfache Rohr- und Schlauchbefestigung gelten, hin zu Flanschen, Messkupplungen, Kugelhähnen und Stromventilen hat Stauff seine Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen für immer mehr Leitungskomponenten konsequent ausgebaut. Seit der Übernahme der Voswinkel GmbH, einem der weltweit fünf größten Hersteller von Schnellverschlusskupplungen, der darüber hinaus ein umfangreiches Portfolio an Schlaucharmaturen, insbesondere für den Hochdruckbereich, produziert, ist das Zubehör rund um die hydraulische Leitung komplett.

Das bringt für den Anwender alle technischen und organisatorischen Vorteile, die der Bezug eines Programms mit aufeinander abgestimmten Komponenten aus einer Hand hat. Beispielsweise werden die Komponenten aus dem Voswinkel-Programm nach und nach auf die hochwertige Zink/Nickel-Oberfläche umgestellt, die mit mehr als 1200 h Beständigkeit gegen Rotrost/Grundmetallkorrosion im Salzsprühnebeltest nach DIN EN ISO 9227 einen hervorragenden, die bisherigen Marktstandards deutlich übertreffenden Korrosionsschutz bietet.

Von der Komponente zum System

Aber das Unternehmen geht noch einen entscheidenden Schritt weiter. Stauff Line war das zentrale Thema auf der diesjährigen Hannover Messe: „Stauff Line ist der Oberbegriff für alle Leistungen, die Stauff rund um Rohr- und Schlauchleitungen für die Hydraulik anbietet, und zwar von der Analyse und Optimierung bestehender oder der Auslegung neuer Leitungssysteme bis zur Lieferung sämtlicher Komponenten oder anwenderspezifischer Baugruppen bis an die Montagelinie des Kunden“, erläutert Deutz das Konzept, auf das das Unternehmen mit dem kontinuierlichen Ausbau des Komponentenprogramms in den letzten Jahren hingearbeitet hat. „Die Entwicklung und Vormontage von Leitungsbaugruppen mit allen erforderlichen Komponenten inklusive gebogener Rohrleitungen und konfektionierter Schläuche und die Lieferung direkt an die Montagelinie des Maschinen- und Anlagenbauers reduziert dessen Beschaffungsaufwände, Montagezeiten und Lagerbestände.“

Der Bezug von Baugruppen senkt darüber hinaus das Risiko von Montagefehlern und kann vor allem in engen Bauräumen mit eingeschränkten Montagewegen die Konzeption von Leitungen erleichtern. Durch den Einsatz von speziell gestalteten Ladungsträgern, den sogenannten Shadowboards und A-Frames, wird die Verwechslung von Bauteilen ausgeschlossen und damit die Montagesicherheit zusätzlich erhöht. Auch die Frage der Gewährleistung ist für den Anwender deutlich vereinfacht: Stauff übernimmt auf Wunsch die Verantwortung für ganze Leitungsabschnitte und folgt damit einem Trend, der im Maschinen- und Anlagenbau seit einigen Jahren zu beobachten ist und auf den viele Zulieferer reagieren.

Die britische Tochtergesellschaft war vor mehr als 30 Jahren Pionier im Sinne des Systemgedankens und verfügt inzwischen über jahrzehntelange Erfahrung in der Auslegung, Produktion und Vormontage einbaufertiger Leitungssysteme. Schon heute werden von Sheffield aus zahlreiche internationale OEMs standortübergreifend mit Baugruppen beliefert, vor allem in der Bahnbranche, die vielfach eine Vorreiterrolle in den Bereichen Prozessoptimierung und Prozesssicherheit hat. Stauff hat eigene Niederlassungen in etwa 20 Ländern und ein flächendeckendes Netzwerk aus Handelspartnern und Werksvertretungen in sämtlichen Industrieregionen. Deutz: „Mit Stauff Line sind wir bestens auf die Anforderungen grenzüberschreitend operierender Maschinen- und Anlagenbauer vorbereitet.“ bec

Detaillierte Informationen zu den Rohrverschraubungen und zum Rohrumformsystem:

http://hier.pro/BViSe


„Mit Stauff Line bestens auf die Anforderungen grenzüberschreitend operierender Maschinen- und Anlagenbauer vorbereitet.“

Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

Kalender

Aktuelle Termine für Konstrukteure

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de